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Jüngste Ereignisse zeigten, dass viele Festivals immer kommerzieller werden und die Liebe zum Detail und zum Spaß keinen hohen Stellenwert mehr haben. Auch wenn Veranstalter jahrelang die besten und beliebtesten Events auf die Beine gestellt haben, passiert es leider, dass sie fernab von ihren eigentlichen Werten nur noch das Geld der Festivalbesucher im Blick haben. Tja, und wenn eine Flasche Wasser bei 30 Grad 10 Euro kostet, hilft ein tolles Line-Up mit Lexer oder Sharam Jay leider auch nicht mehr und die Besucher gehen enttäuscht und wütend nach Hause… In diesem Sinne: Hier sind 11 Dinge, die uns an Festivals echt ankotzen.

1. Getränkepreise
Jeder, der ein Festival oder Open Air besucht möchte Spaß haben, die Zeit genießen und gut versorgt sein, um den ganzen Tag durchzuhalten. Wenn die Temperaturen dann in sommerliche Höhen klettern ist neben alkoholischen Getränken vor allem Wasser in großen Mengen wichtig. Während manche Veranstalter die Herausforderung meistern, indem sie den Besuchern gestatten verschlossene Wasserflaschen mit auf das Gelände zu nehmen oder Trinkwassertanks zur Verfügung stellen, nutzen andere die Situation aus und erhöhen dann mal eben den Preis für Wasser. Bei zehn Euro für eine Flasche Wasser droht entweder Dehydrierung oder ein leeres Portemonnaie. Liebe Veranstalter: Geht’s noch?

2. Müll
Der Tag ist vorüber, die Festivalbesucher daheim und was am Ende übrig bleibt sind oftmals Berge von Müll. Mal abgesehen davon, dass die Menschen rücksichtsvoller sein sollten und leere Becher und Flaschen nicht einfach auf der Tanzfläche fallen lassen sollten, können im Voraus einige Maßnahmen ergriffen werden um das Müllproblem einzudämmen und zu vermeiden, dass man permanent auf Sachen tritt. Dazu gehören genug Mülleimer, eine Säuberungskolonne oder Pfand auf alle Getränke, auch wenn es sich nur um lausige Einweg-Plastikbecher handelt. Wir wollen nicht im Müll tanzen, bitte nehmt euch alle das zu Herzen!

3. Deko
Ein Punkt, der aus einem ganz normalen Gelände ein einzigartiges Erlebnis machen kann. Während einige Veranstalter die Bühnen und anderen Areas nicht nur mit Visuals, sondern auch mit liebevollen Details schmücken, haben andere noch nicht verstanden, dass die Deko eine Menge ausmacht. Es ist doch viel schöner vor einer prachtvollen Bühne zu tanzen statt vor einem Gerüst mit DJ-Pult. Das Auge ravet mit!

4. Personal
Kompetentes Personal ist ein absolutes Muss. Sei es an der Theke, am Einlass, beim Krankenzelt oder an der Kasse, wir wollen nicht angeschrien, abgezockt oder ungerecht behandelt werden, sondern nur friedlich feiern oder Hilfe suchen. Das Kopfrechnen von Getränkepreisen sollte man unter Anderem dem Personal überlassen können ohne betrunken fünf Mal gegenzurechnen müssen und festzustellen, dass 5 Euro zu viel berechnet wurden…

5. Die Toilettensituation
Eine der wohl größten Herausforderungen für Veranstalter ist die Organisation von Toiletten und deren Zustand im Laufe des Festivals. Vor Allem als Frau muss man oft Stunden anstehen, um dann letztendlich auf ein bis zum Himmel stinkendes und ekeliges Dixi-Klo ohne Toilettenpapier gehen zu können. Das muss nicht sein, denn schon einige Festivals haben bewiesen, dass es anders geht und haben mit regelmäßigen Reinigungsmaßnahmen für saubere Toiletten und Waschbecken gesorgt.

6. Wertmarken Rücktausch
Übermut tut selten gut aber dennoch passiert es immer wieder, dass man sich ein wenig überschätzt und im Rausch zu viele Wertmarken an der Kasse kauft. Am Ende des Festivals stellt man sich volltrunken an die Rücktausch-Kasse und möchte die verbliebenen 40 Euro umtauschen. Die Kassiererin weist dich darauf hin, dass du maximal 15 Wertmarken zurückgeben darfst und du musst 25 Euro einfach dort lassen. Wie wir das finden? Traurig und sinnlos!

7. Location
Die Location ist ein Faktor, die dem Event definitiv zum Erfolg verhelfen kann. Bunkerraves, alte Fabriken, Seen, Flugplätze oder alte Militärgelände eignen sich dafür besonders gut und geben dem Festival ein einzigartiges Flair. Was wir allerdings gar nicht cool finden, sind staubige Sportplätze oder Wiesen in Wohngegenden, in denen wütende Anwohner schon um kurz vor 10 die Polizei rufen. Das möchte doch nun wirklich keiner.

8. Falsche Versprechungen
„Wir haben uns etwas ganz besonderes für euch überlegt“, „Es gibt genug Toiletten“, „Die Getränkepreise sind extra günstig“, sind nur drei von typischen Versprechungen von Veranstaltern. Mit großen Erwartungen betreten wir dann das Festival-Gelände und müssen enttäuscht feststellen, dass nichts davon stimmte. Wir haben lieber keine Erwartungen als zu hohe!

9. Schlechtes Wetter
Dafür sind höhere Mächte verantwortlich, aber dennoch kotzt uns schlechtes Wetter auf Festivals echt an!

10. Einlass
In der prallen Sonne zwischen hunderten von Menschen im Einlass zu stehen steigert die Vorfreude auf das Festival bestimmt nicht und auch der Einlass von zu vielen Menschen, sodass das Gelände total überfüllt ist, stimmt uns nicht fröhlich, sondern erinnert uns eher an die Loveparade in Duisburg. Bitte tut uns sowas nicht an.

11. Die Anlage
Es geht letztendlich doch um Musik! Wir wünschen uns eine vernünftige Anlage mit guter Lautstärke, denn es macht halt erst richtig Spaß, wenn man den Bass im ganzen Körper spürt und den Track nicht mit dem Gerausche der übersteuerten und schlechten Anlage verwechselt.

 

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