1994 – der Autor dieser Zeilen besuchte seine erste Loveparade, Scooter brüllten „Hyper Hyper“, Marusha trällerte „Over The Rainbow“, „Eins, zwei, Polizei“ von Mo-Do klebte vier Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts und Rammstein haben sich gegründet.
Aber es war nicht alles schlecht in diesem Jahr, denn es wurden auch fantastische Alben herausgebracht.

 

The Prodigy ‎– Music For The Jilted Generation (XL Recordings)
Das zweite Album der Briten verkaufte sich über eine Million Mal und und enthält mit „No Good (Start the Dance)“ eine der bekanntesten Rave-Hymnen aller Zeiten.

 

Autechre – Amber (Warp Records)
Das eigentliche Debütalbum des englischen Duos – der Vorgänger „Incunabula“ war eher eine Compulation bereits produzierter Stücke. Ein Meilenstein in der Geschichte des IDM-Genres

 

Massive Attack ‎– Protection (Circa/Virgin)
Das zweite Album der Trip-Hopper aus Bristol gehört auch du dem Besten, was die 90er zu bieten haben. Tricky hat hier mitgewirkt und die gleichnamige Single „Protection“ wurde unterstützt durch einen fantastischen Videoclip des legendären Regisseurs Michel Gondry.

 

Sven Väth ‎– The Harlequin, The Robot And The Ballet-Dancer (Eye Q)
Das zweite Album von Sven Väth, das auch wieder in Zusammenarbeit mit Ralf Hildenbeutel entstanden ist. Und das auch seine Stärke im diesem Format hat – unbedingt am Stück anhören.

 

Portishead ‎– Dummy (Go! Discs)
Auch eins dieser Alben, die man sich heute immer wieder anhören kann – ein zeitloser Klassiker. Und ebenfalls aus der damaligen Trip-Hop-Hauptstadt Bristol.

 

Plastikman ‎– Musik (Plus8/NoveMute)
Richie Hawtins zweites Album unnter seinem Plastikman-Alter-Ego. „‚Musik‘ ist Musik, wie man sie noch nie zuvor gehört hat“, schrieb damals die englische Tageszeitung The Guardian. Ein Klassiker.

 

Robert Hood – Minimal Nation & Internal Empire (Axis)
Detroit-Legende Robert Hood veröffentlichte 1994 diese beiden Alben und schuf damit das Fundament für Minimal Techno.

 

Snap! ‎– Welcome To Tomorrow (Ariola)
Das dritte und letzte Album des Projekts Snap!, das von Michael Münzing und Luca Anzilotti ins Leben gerufen wurde und das wie kaum eine anderer Interpret Eurodance geprägt hat. Münzing und Anzilotti hatten schon Mitte der 80er-Jahre das Projekt OFF zusammen mit Sven Väth gegründet.

 

Hell – Geteert & Gefedert (Disko B)
Das Debütalbum von Hell auf dem legendären Label Disko B, das er in den Anfangsjahren als A&R unterstützt und maßgeblich geprägt hat. Auf „Geteert & Gefedert“ finden sich neben seiner ersten selbst produzierten Single „My Definition of House Music“ auch die Tracks „Allerseelen“ oder „I Feel Love“.

 

Underworld – Dubnobasswithmyheadman (Junior Boys Own)
Das erste Album von Karl Hyde und Rick Smith, was die Richtung Techno/Progressive einschlug. Kurz vorher kam DJ Emerson als drittes Mitglied dazu und prägte dieses Album maßgeblich. 2001 verließ er jedoch wieder Underworld.

 

Aphex Twin – Selected Ambient Works Volume II
Das zweite Album, das Richard D. James unter seinem Alias Aphex Twin veröffentlicht hat und sein erstes Album auf dem Kultlabel Warp Records, dem er bis heute treu geblieben ist. Was Aphex Twin damals produzierte gehört heute in jedes Technolehrbuch.

 

Jeff Mills – Waveform Transmissions Vol. 3 (Tresor)
Detroit meets Berlin. Es bestand ein intensives Band zwischen diesen beiden Städten, wobei auf Berliner Seite vor allem der Tresor Club mit seinem Label hervorstach. Das Album markiert einen Wendepunkt in Mills‘ Schaffen, einen Übergang von geradlinigen Klängen, die er bis Anfang der 90er Jahre geschaffen hatte, hin zu verschiedenen Facetten und Klangfarben, die er im Laufe des Jahrzehnts weiterentwickeln wird.

 

 
Paul van Dyk – 45 RPM (MFS)
Das Debütalbum des gebürtigen Eisenhüttenstädters erschein auf Mark Reeders MFS-Label. „Der Track „For An Angel“ wurde 1998 nochmals veröffentlicht und wurde ein weltweiter Hit. Ende des Jahres veröffentlichte er mit „Music Rescues Me“ sein neuntes Studioalbum.

 

 

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