Bunker Berlin - Pic by Nicor

Bunker Berlin – Pic by Nicor

Wir schwelgen in Erinnerungen. Früher war ja alles besser. Ja. Wissen wir. Stimmt zwar nicht. Stimmt aber doch. Zumindest in unserer Erinnerung, denn da beschönigen wir doch so manches. Es war nie zu voll im Omen und man selbst war nie ‚zu durch‘ im Poison Club. Ja, wir erinnern uns gern an alte Zeiten. Und an diese 20 Clubs hier, die es leider nicht mehr gibt, erinnern wir uns sehr gerne zurück und werden sie immer in unserem Herzen tragen.

Bar25 – Berlin
L E G E N D Ä R – das sagen nicht nur alle Touristen, die das Vergnügen hatten, in der Bar25 am Spreeufer die Zeit und sich selbst zu vergessen. Das Gelände zwischen Holzmarktstraße und dem Nordufer der Spree war durch einen hohen Holzzaun von der Straße getrennt, und so hatte man die Illusion, unter ’sich zu sein‘. Die Bar bestand aus einem Holzschuppen im Stil eines Western-Saloons.

Bunker – Berlin
Selten war ein Club undergroundiger als der tatsächlich als Bunker verwendete Bunker in der Albrechtstraße in Berlin, der im Frühjahr 1992 zu einem Club ausgebaut wurde. Auf vier Ebenen fanden regelmäßig Gabber-, Hardtrance-, House- und Breakbeat-Partys statt. Zu den wichtigsten Protagonisten und Resident-DJs zählten WolleXDP, Tanith, Clé und Rok. Nach einer Razzia im Jahr 1995 konnte der Club nur noch in unregelmäßigen Abständen öffnen. Ein Jahr später kam es aufgrund einer weiteren Razzia zu einer Schließung des Clubs. Die Veranstalter der Fuckparade betrachteten das Vorgehen der Behörden gegen den halblegalen Club als eine Unterdrückungsmaßnahme gegen alternative Subkultur und starteten ihre Route bis zum Jahr 2004 stets vor dem Bunker.

E-Werk – Berlin
Das E-Werk – eigentlich Umspannwerk – war von 1993 bis 1997 einer der wichtigsten Techno-Clubs. Betrieben wurde der Club von Hilke Saul, Andreas Rossmann, Loveparade-Gesellschafter Ralf Regitz und Lee Waters und zu den Resident-DJs zählten DJ Disko, Clé, Jonzon und Woody. Freitags wurden hier die Dubmission-Partys mit Kid Paul und Paul van Dyk gefeiert.

Ufo – Berlin
Das Ufo war der erste Acid-House-Club in Berlin und wegweisend für alle anderen Clubs mit seinen Residents Tanith, Jonzon, Rok und Dr. Motte. Nur knapp 100 Personen fanden hier Platz und erreichen konnte man das Ufo nur durch eine Leiter. Leider war es schon nach zwei Jahren wieder vorbei mit dem Ufo. Dafür kam dann der Tresor.

Tarm Center – Bochum
Das Tarm Center war die Großraumdiskothek in NRW. Bei viele verpönt war sie doch jedes Wochenende und vor allem auch donnerstags ein Magnet für mehrere Tausend Leute. Ihr Konzept der Erlebnisgastronomie mit integriertem Restaurant, mehreren Bars, Diskos und einem 600m2 großen Außenbereich mit Swimmingpool hatte sich aber bald überholt.

Poison Club – Düsseldorf
Im Düsseldorfer Hauptbahnhof beheimatet war der Poison Club mit Residents wie Nathalie deBorah für ganz NRW die Anlaufstelle, wenn es um Techno ging. Eine Sperrstunde gab es hier ebenso wenig wie andere Grenzen.

Tor 3 – Düsseldorf
Nicht nur für Konzerte oder den legendären Union Rave sondern auch für den normalen Wochenend-Wahnsinn war das Tor grandios.

Cocoonclub – Frankfurt
Über das Baby vom Babba hatten wir hier schon oft berichtet. Über den Nachfolgeclub moon13 auch.

Dorian Gray – Frankfurt

Omen – Frankfurt
Ohne das Omen und Sven Väth wäre Techno in Deutschland nie das geworden, was er jetzt ist. Das Omen befand sich in einem mittlerweile abgerissenem Parkhaus in der Junghofstraße in der Innenstadt von Frankfurt am Main und war dort von 1988 – 1998 Anlaufstelle für Raver aus aller Welt. Miteigentümer Sven Väth, Carl Cox, Frank Lorber, Toni Rios, Gayle San, DJ Dag und Chris Liebing waren hier Residents.

U60311 – Frankfurt
Nicht nur viele Frankfurter vermissen das U, wie es liebevoll genannt wurde. Das U60311 (U für Untergrund, 60311 für die PLZ der Frankfurter Innenstadt) befand sich unter dem Roßmarkt und wurde dort 1998 in eine ehemalige Fußgängerunterführung integriert. Nach der Schließung des Omen wurde das U zu dem der wichtigsten Techno-Club im Rhein-Main-Gebiet.

Front – Hamburg
House-Musik wäre in Deutschland ohne die Basis-Arbeit von Boris Dlugosch im Front in Hamburg undenkbar gewesen. Niemand mixte sich so stillvoll ‚einen Wolf‘ in Sachen House wie Boris D.

Stammheim – Kassel
Am 11. Februar 1994 wurde in Kassel die Disco Aufschwung Ost gegründet, die sich in der Kulturfabrik Salzmann befand und auf maximal drei Ebenen Tänzer empfing. 1996 wurde der Club umbenannt in Stammheim.  Große Aufmerksamkeit erzielte die Werbung des Stammheim, die von den Karikaturisten Bringmann & Kopetzki (kennt ihr) angefertigt wurde.

Rave Club – Köln
Auf den Ringen, wo es aktuell keinen ’normalen‘ Club mehr gibt, sorgte der Rave Club um Olaf Karnik ab 1988 für die wahre Lehre in Sachen House und Techno. Klein und kuschelig und no Firlefanz!

Warehouse – Köln
Eine Legende unter Legenden. Hier spielte jeder. Von Sven Väth bis Carl Cox. Mittlerweile gibt es wieder regelmäßig Warehouse-Parties in verschiedenen Locations in Köln.

Königsburg – Krefeld
„Tanz in der Burg“ – Techno tanzen. Wer erinnert sich nicht gerne an Jens Lissats Wohnzimmer? Dienstags musste man hier sein. Später waren die Katakomben eine Anlaufstelle für Techno-Infizierte.

Milk – Mannheim
Das Milk in Mannheim mit Türsteher Xavier Naidoo war eine der wichtigsten Anlaufstellen für Drum’n’Bass und Jungle-Fans, wobei es auch gerade Beats auf die Ohren gab.

BaBaLu – München
Das BaBaLu in München war bis Mitte der 1990er Jahre Anlaufstelle für großartige House-DJs. Von Anfang 2002 bis Ende März 2007 gab es hier den nicht wirklich wichtigen Prager Frühling.

Tanzlokal Größenwahn – München
Legendäre Münchener Disco, in der DJ Hell als Resident spielte.

Ultraschall – München
Das Ultraschall, das vom 17. Juni 1994 bis zum 31. Januar 2003 existierte, ist für viele Techno-Fans neben dem Tresor der authentischste Techno-Club gewesen. In der ehemaligen Küche der Kantine des Flughafens München-Riem eröffnet, gefiel das Ultraschall von Dorothea Zenker, Peter Wacha und David Süss mit avantgardistischen Dekorationen und dem Gesamtkonzept des Clubs als „Erlebniswelt“, in der neben der Musik auch Lichtinstallationen und Videokunst breiten Raum einnahmen. Jeff Mills, Carl Craig, Jay Denham oder Green Velvet waren hier neben Monika Kruse und Tobi Neumann regelmäßig zu Gast.

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