aera

Wofür steht eigentlich elektronische Musik? Die landläufige Definition dieser Art der Musik hat mit dem zweiten Album von Aera, das auf dem Münchner Imprint Permanent Vacation erscheint, wohl erst mal wenig zu tun. Statt plumpen 4/4-Bassdrums findet der geneigte Hörer hier aufregende Soundscapes, bei denen der Beat zwar ein Element verkörpert, jedoch der musikalische Kontext im Vordergrund steht: swingende Modular-Patterns, sanfte Gitarrenriffs, geladene Flächensounds und eine unwiderstehlichen Harmonie. Aera beherrscht das Spiel mit Sounds, die alt und organisch erscheinen und Klängen, die so ausgefeilt und futuristisch wirken, dass sie den Atem rauben. Mein Liebling der insgesamt zwölf Tracks ist „May Your Hearthflame Continue“: knarzig trockene Bässe treten in Kontakt mit breiten Analogflächen und einem langsam aber sicher swingenden Beatgerüst. Top! 10/10 Basti Gies