Shobaleader One – Elektrac (Warp Records)

Shobaleader One, das ist die Band des legendären Warp-Acts Squarepusher. Auf „Electrac“ werden elf Squarepusher-Klassiker neu interpretiert und von der vierköpfigen Band auch live auf der Bühne performt. Das Ergebnis ist virtuoser Hochgeschwindigkeits-Funk, falls es sowas gibt: Rasante Drumbeats, die gerne auch mal Taktarten wechseln, treffen auf schnelle Giatrrenriffs und groovige Bassläufe. Auch soulige Passagen haben ihren Platz, was dem Hörer sehr zugute kommt. Auch für Musik-Liebhaber die nicht mit den Squarepusher-Originalen vertraut sind, bietet dieses Album eine hohe audiophile Qualität. Doch eins ist klar: Dieses komplexe, vielschichtige Album verdient es, konzentriert gehört zu werden, denn wer „Electrac“ nur...

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Call Super – Fabric 92 (Fabric)

Call Super – Fabric 92 (Fabric) Abgefahrenes Cover (Krebsungetier mit Rauch und verschiedenfarbig schattiert), dazu anfangs abgefahrene, moody Sounds von Beatrice Dillon und Rupert Clervaux: So schafft Call Super einen catchy Auftakt zu einem großen Mix, der sich im weiteren Verlauf an die Beats heranarbeitet (M:1:5 oder Jan Jelinek (mit tollen jazzigen Bläserphrasen)), um danach richtig auf Touren zu kommen. Briliant dabei Objekt mit fettem Basslauf (“The Stich-Up), danach holperige Beats von Photek und Flanger, um eine Kehrtwende in moody Techno von Carl Craig auf Planet E hinzulegen. Von nun an regieren Techno und seine experimentellen Ausgestaltungen den Mix...

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Daniel Brandt – Eternal Something (Erased Tapes)

Da löst sich einer aus dem Kollektiv und vermag auch ohne die anderen Großartiges zu leisten. Die Rede ist von Daniel Brandt, der dieses Album zwischen den Wäldern im Taunus und kanadischen National Parks entwickelte, brilliert nicht nur an den Schlagwerkzeugen, sondern auch auf kompositorischer Linie. Was mit “Chaparral Mesa” im Verlauf passiert charakterisiert wohl am besten, das Zustandekommen seiner Musik, wenn die Stücke sich selbst, unter Zuhilfenahme von äußeren Einflüssen selbst entwicklen, eine so hohe Dichte erfahren und aus sich selbst heraus wachsen und anfangen zu strahlen. Das Zusammenspiel von Drums und Bass ist phänomenal und intensiv, verkörpert...

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Depeche Mode – Spirit (Columbia)

Mit „Spirit“ haben Depeche Mode, die Urgesteine der meist düsteren Synthiepop-Melancholie, ihr 14. Studioalbum veröffentlicht. Die Platte folgt recht schnell auf den Vorgänger „Delta Machine“, der in über zwanzig Ländern die Top Ten erreichte, darunter in Großbritannien und in den USA. Während der anschließenden Tour strömten weltweit mehr als 2,5 Millionen Fans in die Stadien und Arenen. Den Auftakt zu der anstehenden Welttournee „Global Spirit“ machte am Releaseday ein kleines Konzert vor 1.000 Personen im Berliner Funkhaus, wo die Fans die Live-Premiere des neuen Albums feierten. Ihre Langlebigkeit verdankt die mittlerweile legendäre Band wahrscheinlich dem Umstand, dass sie sich...

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Sailor & I – The Invention of Loneliness (Skint/BMG/PIAS)

Der schwedische Musiker Alexander Sjödin alias Sailor & I präsentiert mit „The Invention of Loneliness“ sein Debütalbum ab und liefert zehn starke, Beat-getriebene Electropop-Tracks ab. Als Singer/Songwriter sozialisiert, kam er erst recht spät mit elektronischer Musik intensiv in Kontakt, fand aber schnell einen Schlüssel für sich, um seinen Songs eine Richtung zu geben. Und diese Richtung weiß zu überzeugen. Sein intensiver Gesang treibt die Songs voran, melancholische Flächen, repetive Fragmente und seine dunkle Wave-artige Klangfarbe unterstützen diese epische Reise, die – eher Song-untypisch – jeweils auch weit über fünf Minuten läuft und auch innerhalb dieser Parameter eine schöne Bandbreite...

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Phonique – Green Supreme (Ladies And Gentlemen)

Nach bisher drei Albumveröffentlichungen auf Steve Bugs Vorzeige-Imprint für Deep- und Vocal-House, Dessous Recordings, war es in den letzten Jahren ein wenig ruhig geworden um den DJ und Producer Michael Vater, alias Phonique. Mit dem Album „Green Supreme“ meldet sich der Berliner nun auf seinem eigenen Label, Ladies and Gentlemen, zurück und setzt in elf neuen Tracks auf altbewährte wie neue Protagonisten im Studio. Nachdem die Single „Grass Is Greener“, mit Vocals von Antonia Vai, bereits im Oktober letzten Jahres als Teaser veröffentlicht wurde, ließ spätestens die nachgeschobene Single „Something To Remember“, gesungen von niemand geringerem als Stee Downes,...

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Vermont – Vermont II (Kompakt Records)

Knapp zwei Jahre nach ihrem Debütalbum sind Vermont zurück mit dem Nachfolger. Das Projekt von Marcus Worgull und Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble) verzückt uns auch dieses Mal wieder mit einem astreinen Ambient-Album. Sie knüpfen nahtlos an den Erstling an und packen wieder entspannte Synthie-Flächen, krautige Konstrukte, Minimal Wave und warmen Vintage Sci-Fi aus, garniert mit dem ein oder anderen Schmankerl. Und wie auch beim letzten Mal haben die beiden ein paar Gäste eingeladen. Den ersten gibt es direkt beim Opener „Norderney“: Robbert van der Bildt (alias Kaap) führt uns mit seiner Akustikgitarre von der Nordseeinsel zu einem...

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Mysterymachine – City Of The Lost Beats (Synthetic Source Records)

Im neuen Mysterymachine-Album wird eins groß geschrieben: Vielseitigkeit! Auf den zehn Tracks des Longplayers wird mit dem Sound von Synthie-Klassikern und Kult-Drummaschines experimentiert. Dabei herausgekommen sind Tracks, die mit gebrochenen Beat überzeugen oder mit einem straightem Vierviertelbeat gekonnt das Auge auf die Crowd richten. Auf den ganzen Album wird mit düsteren Sounddesigns gespielt, zerstörte Drumpatterns und stark manipulierte Flächen finden hier ihren Weg zum Hörer. Mysterymachine wurde hierbei klar von Science Fiction  inspiriert, denn der rote Faden dieses Album ist der futuritische, verpielte Sound. Nicht nur interessant für die Tänzer im Klub, sondern auch zum Nachhören zuhause mit geschlossenen Augen:...

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Bonobo – Migration (Ninja Tune)

Die leidige Suche eines Musikjournalisten nach dem passenden Genre für eine Veröffentlichung – immer wieder bereitet sie Probleme. Insbesondere, wenn es um die Zuordnung von Bonobo geht. Melodien, Harmonien, Drums, Dubs, Strings, Vocals – das alles miteinander kombiniert zu meist sanften, gelegentlich auch mal druckvollen Tunes, die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. Jedes Album von Simon Green hatte bisher das Potenzial zum Klassiker, denn die Musik des gebürtigen Briten ist zeitlos und modern gleichermaßen. Da macht auch „Migration“ keine Ausnahme. Aus Greens meisterhaftem Sampling erwachsen warme Songs voller Beats und Emotionen. Intelligent, ohne verkopft zu sein. Gäste...

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SOHN – Rennen (4AD)

Es wird auf dem heiß ersehnten Nachfolgealbum „Rennen“ schnell klar, warum SOHN mit seinem Debüt „Tremors“ so hohe Wellen geschlagen hat. Es ist vor allem seine Stimme! Diese strömt mal langsam, mal schneller in alle Gehörwindungen und Gedankennischen wie eine schwarzgolden glänzende flüssige Textur – in den zehn neuen Stücken fast noch intensiver als bei den Vorgängern des ersten Albums. Die R&B-getränkten mal mehr, mal weniger düster melancholischen, aber immer eine Spur entrückten Kompositionen kommen viel klarer, unvermittelter daher, ohne viel Gelayere, zugleich aber mit interessanten Breaks und Beats gespickten elektronische Arrangements. Diese sind in einem entlegenen Haus in...

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Vitalic – Voyager (Clivage Music)

Vitalics viertes Album führt uns in die Weiten des Kosmos, zu den Sternen und in weite Synthesizer-Galaxien. Die Vorab-Single „Waiting For The Stars“ schon intensives und extrovertiertes Signal, Disco verschmilzt mit Pop, zuckersüß und charmant. Aber bevor man sich zu lang in dieser Süßigkeit rumaalt, zerrt uns „Levitation“ im Stakkato ungestüm und rau an die Oberfläche. „Hans Is Driving“ mit den Vocals von Miss Kittin, hat diesen klassischen französischen Chanson- Charme und „Use It Or Loose It“ marschiert mit diesem aufheulendem brazzigen Unterton in die Disco – dazu ein ultralässiger Mark Kerr als Vokaldirigent. Starkstrom-Funk für den Dancefloor gibt...

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Marc Miroir – Identity Kit (Paso Music)

Mit seinem zweiten Longplayer Identity Kit kehrt der Berliner DJ sein innerstes nach außen. Acht Tracks, acht Facetten. Einen ersten guten Eindruck hinterlässt er mit „Love me Again“, eine von zwei Nummern, die in Zusammenarbeit mit Elif Bicer entstand und den Hörer sanft aber bestimmt mit auf den Weg nimmt. Mit „Comfort Zone“ folgt ein entspannt housiger Late-Night-Groove, der super ins Ohr geht. „Hypnotized“ macht seinem Namen alle Ehre, was vor allem an Elif Bicer Stimme liegt. Treibender und Peaktime-tauglicher geht es auf „Tenacity“ zur Sache. Eine starke Bassline mit schönen Modulationen leistet ganze Arbeit. „Intakt“ offenbart sich als...

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