Phonique – Green Supreme (Ladies And Gentlemen)

Nach bisher drei Albumveröffentlichungen auf Steve Bugs Vorzeige-Imprint für Deep- und Vocal-House, Dessous Recordings, war es in den letzten Jahren ein wenig ruhig geworden um den DJ und Producer Michael Vater, alias Phonique. Mit dem Album „Green Supreme“ meldet sich der Berliner nun auf seinem eigenen Label, Ladies and Gentlemen, zurück und setzt in elf neuen Tracks auf altbewährte wie neue Protagonisten im Studio. Nachdem die Single „Grass Is Greener“, mit Vocals von Antonia Vai, bereits im Oktober letzten Jahres als Teaser veröffentlicht wurde, ließ spätestens die nachgeschobene Single „Something To Remember“, gesungen von niemand geringerem als Stee Downes,...

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Vermont – Vermont II (Kompakt Records)

Knapp zwei Jahre nach ihrem Debütalbum sind Vermont zurück mit dem Nachfolger. Das Projekt von Marcus Worgull und Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble) verzückt uns auch dieses Mal wieder mit einem astreinen Ambient-Album. Sie knüpfen nahtlos an den Erstling an und packen wieder entspannte Synthie-Flächen, krautige Konstrukte, Minimal Wave und warmen Vintage Sci-Fi aus, garniert mit dem ein oder anderen Schmankerl. Und wie auch beim letzten Mal haben die beiden ein paar Gäste eingeladen. Den ersten gibt es direkt beim Opener „Norderney“: Robbert van der Bildt (alias Kaap) führt uns mit seiner Akustikgitarre von der Nordseeinsel zu einem...

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Mysterymachine – City Of The Lost Beats (Synthetic Source Records)

Im neuen Mysterymachine-Album wird eins groß geschrieben: Vielseitigkeit! Auf den zehn Tracks des Longplayers wird mit dem Sound von Synthie-Klassikern und Kult-Drummaschines experimentiert. Dabei herausgekommen sind Tracks, die mit gebrochenen Beat überzeugen oder mit einem straightem Vierviertelbeat gekonnt das Auge auf die Crowd richten. Auf den ganzen Album wird mit düsteren Sounddesigns gespielt, zerstörte Drumpatterns und stark manipulierte Flächen finden hier ihren Weg zum Hörer. Mysterymachine wurde hierbei klar von Science Fiction  inspiriert, denn der rote Faden dieses Album ist der futuritische, verpielte Sound. Nicht nur interessant für die Tänzer im Klub, sondern auch zum Nachhören zuhause mit geschlossenen Augen:...

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Bonobo – Migration (Ninja Tune)

Die leidige Suche eines Musikjournalisten nach dem passenden Genre für eine Veröffentlichung – immer wieder bereitet sie Probleme. Insbesondere, wenn es um die Zuordnung von Bonobo geht. Melodien, Harmonien, Drums, Dubs, Strings, Vocals – das alles miteinander kombiniert zu meist sanften, gelegentlich auch mal druckvollen Tunes, die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. Jedes Album von Simon Green hatte bisher das Potenzial zum Klassiker, denn die Musik des gebürtigen Briten ist zeitlos und modern gleichermaßen. Da macht auch „Migration“ keine Ausnahme. Aus Greens meisterhaftem Sampling erwachsen warme Songs voller Beats und Emotionen. Intelligent, ohne verkopft zu sein. Gäste...

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SOHN – Rennen (4AD)

Es wird auf dem heiß ersehnten Nachfolgealbum „Rennen“ schnell klar, warum SOHN mit seinem Debüt „Tremors“ so hohe Wellen geschlagen hat. Es ist vor allem seine Stimme! Diese strömt mal langsam, mal schneller in alle Gehörwindungen und Gedankennischen wie eine schwarzgolden glänzende flüssige Textur – in den zehn neuen Stücken fast noch intensiver als bei den Vorgängern des ersten Albums. Die R&B-getränkten mal mehr, mal weniger düster melancholischen, aber immer eine Spur entrückten Kompositionen kommen viel klarer, unvermittelter daher, ohne viel Gelayere, zugleich aber mit interessanten Breaks und Beats gespickten elektronische Arrangements. Diese sind in einem entlegenen Haus in...

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Vitalic – Voyager (Clivage Music)

Vitalics viertes Album führt uns in die Weiten des Kosmos, zu den Sternen und in weite Synthesizer-Galaxien. Die Vorab-Single „Waiting For The Stars“ schon intensives und extrovertiertes Signal, Disco verschmilzt mit Pop, zuckersüß und charmant. Aber bevor man sich zu lang in dieser Süßigkeit rumaalt, zerrt uns „Levitation“ im Stakkato ungestüm und rau an die Oberfläche. „Hans Is Driving“ mit den Vocals von Miss Kittin, hat diesen klassischen französischen Chanson- Charme und „Use It Or Loose It“ marschiert mit diesem aufheulendem brazzigen Unterton in die Disco – dazu ein ultralässiger Mark Kerr als Vokaldirigent. Starkstrom-Funk für den Dancefloor gibt...

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Marc Miroir – Identity Kit (Paso Music)

Mit seinem zweiten Longplayer Identity Kit kehrt der Berliner DJ sein innerstes nach außen. Acht Tracks, acht Facetten. Einen ersten guten Eindruck hinterlässt er mit „Love me Again“, eine von zwei Nummern, die in Zusammenarbeit mit Elif Bicer entstand und den Hörer sanft aber bestimmt mit auf den Weg nimmt. Mit „Comfort Zone“ folgt ein entspannt housiger Late-Night-Groove, der super ins Ohr geht. „Hypnotized“ macht seinem Namen alle Ehre, was vor allem an Elif Bicer Stimme liegt. Treibender und Peaktime-tauglicher geht es auf „Tenacity“ zur Sache. Eine starke Bassline mit schönen Modulationen leistet ganze Arbeit. „Intakt“ offenbart sich als...

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Francesco Tristano – Surface Tension (Transmat)

Francesco Tristano ist sowas wie eine prall gefüllte musikalische Wundertüte. Wunderbare Sachen kommen dort raus, mal elektronischer, mal klassischer. Dieses Mal hat sich der Luxemburger, Derrick May als seinen Kollaborationspartner ausgesucht, willkommen in Detroit. Vier der acht Tracks hat Tristano zusammen mit May aufgenommen, bzw. als Live-Session eingespielt. Los geht es allerdings mit seiner Version von Sakamotos „Merry Christmas Mr. Lawrence“, bei dem er mit seinem typischen und einzigartigen Pianospiel brilliert und herumwirbelt. Sehr furios, aber auch das einzige Gastspiel des Pianos, denn Tristano ist mittlerweile sehr viel mehr mit Synthies beschäftigt. Mit „The Mentor“ folgt der erste Track...

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Ólafur Arnalds – Island Songs (Mercury Classics/Universal)

Der isländische Musiker hat sich auf eine musikalische Reise durch seine Heimat begeben und das mit sieben Songs, die er mit verschiedenen einheimischen Künstlern und Musikern aufgenommen hat, dokumentiert. Begleitet hat ihn dabei Filmemacher Baldvin Z, der zu jedem Song ein Video gedreht hat. Das sind sehr beeindruckende Songs, filigran und intim. Getragen durch Arnalds Piano, einem Streicherensemble und geprägt durch die jeweiligen Gastmusiker, die ihre eigene Stimmung mit einbringen. „Árbakkinn“ entstand mit dem Poeten Einar Georg, der seinen dezent-monoten Sprechgesang einbringt. Der Musiklehrer Dagný Arnalds begleitet „1995“ mit seiner Orgel und „Raddir“ wird unterlegt vom elfenhaften Gesang des...

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Romare – Love Songs: Part Two (Ninja Tune)

Wer nicht an Liebe auf den ersten Blick beziehungsweise Beat glaubt, wird beim Hören von Romares zweitem Album „Love Songs: Part Two“ eines Besseren belehrt. Der britische Produzent Archie Fairhurst aka Romare legt gut anderthalb Jahre nach seinem international gefeierten Debütalbum „Projections“ mit zehn Tracks, zehn Lovesongs nach. In seiner markanten Collage-Technik hat er auch diesmal außergewöhnliche, viele unbekannte, aber für ihn auf irgendeine Weise bedeutsame Stücke über Liebe gesampelt und zu neuer genuin eigener Musik verarbeitet – nicht nur, aber auch ein Zeichen seiner Liebe zur Musik und zu den gesampelten Künstlern. Waren die Stücke auf „Projections“ noch...

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Tuff City Kids – Adoldesscent (Permanent Vacation)

Vom Remix zum Album. Gerd Janson und Phillip Lauer starteten ihr gemeinsames Projekt mit einem Remix und ließen drauf viele weitere folgen. Über 70 Stück sind es inzwischen und ein Ende ist nicht abzusehen, denn ihre Arbeit ist sehr begehrt – zu Recht! Natürlich veröffentlichen sie auch eigene EPs, aber eben nur in einem überschaubaren Maße. Und ein Album? Das ist nun endlich auch da, sieben Jahre nach dem ersten Remix. „Adoldesscent“ („adolescent“ und „old“) nimmt den Faden der Remixe auf, denn eine einzelne Richtung schlagen die beiden nicht ein. Sie können alles zwischen Disco und Techno und die...

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M.A.N.D.Y. – Double Fantasy (Get Physical)

Nach über 16 Jahren als Produzenten- und DJ-Duo präsentieren Philipp David Jung und Patrick Bodmer alias M.A.N.D.Y. ihr Debütalbum. Geschickt schlagen die beiden eine Brücke zwischen bekannten House-Sounds und neuen Experimenten. Als Gastkünstler bekommen Rapper BAM, Nonku Phiri und LOPAZZ einen Auftritt. Vor allem die ruhigen, aber dennoch verspielten und ausdrucksstarken Momente von „Double Fantasy“ fallen direkt auf. Das Album lebt von einem Kontrast, der es interessant und abwechslungsreich macht. Wenn zum Beispiel in „Tomorrow Is Another Night“ sanfte Synthesizerwellen an verspielte Xylophon-Klänge branden, könnte der Unterschied zum klanglich viel konkreteren „Whisper“ mit BAM nicht größer sein. M.A.N.D.Y. geben...

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