Echonomist – Nebula (Upon.You)

„Nebula“ ist erst das zweite Album eines Künstlers auf Upon.You. Und dieses zweite Werk hat es in sich! Denn während die von satten Kickdrums und treibenden Grooves unterlegten, etwas weirden und spacigen Klangexperimente auch als Einzeltracks bestens funktionieren, macht es einfach Spaß „Nebula“ am Stück durchzuhören. Erst dann kommen viele Details zum Vorschein, die den besonderen Charme des Albums ausmachen. Der Grieche Echonomist liefert hier Clubmusik am Puls der Zeit. Harmoniebedürftig, mitreißend, verspielt, mutig. Verschiedenste Einflüsse und Erfahrungen aus dem Leben und der musikalischen Sozialisation wurden hier verarbeitet, sodass man viele Facetten im Spannungsfeld zwischen House und Techno kennenlernt....

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CHK CHK CHK (!!!) – Shake The Shudder (Warp Records)

Ungewohnte Danceklänge auf WARP, dafür von einer der größten Undergroundtruppen des Planeten. Die Rede ist von !!!, den New Yorker Legenden, die mit ihren jüngsten Eskapaden anscheinend Indieeinflüsse zurücknehmen und ganz stark auf straighte Beats mit dickem Bass (“Dancing Is The Best Revenge“) setzen. Diesem Konzept folgt das Kollektiv über die gesamte Lauflänge fort. Im Grunde klingt “Shake The Shutter“ wie eine gelungene Kombination aus LCD Soundsystem und Blondie – Dance und Punk Attitude verschmelzen zu einem kongenialen Hybrid und versetzen die Crowd auf dem Floor und vor der Bühne in Ekstase. Der Funk aus den Jam Sessions Vorlagen...

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Martin Merz – Prisma (Vordergrundmusik)

Das Debütalbum „Prisma“ von Martin Merz steht für die Vielschichtigkeit der Geräuschkulisse, die während des Albums aufgebaut wird. Eine Produktion aus düsteren Klanglandschaften und analogen Bassfiguren paart sich mit Elementen aus Industrial und EBM und entführt den Zuhörer in eine andere Welt. Charakteristisch sind die repetiven und dynamischen Tonfolgen. Obwohl sich das Album genrefrei versteht, lassen die Stücke den nötigen Groove für den Club dennoch nicht vermissen. Martin Merz schöpft für seine elektronischen Kompositionen aus technoid anmutenden Gewässern, lässt den Hörer jedoch ebenso in Ambient-Landschaften gleiten, die sich schnell wieder in pulsierend organische Gebilde aus Groove und Synthmelodien transformieren....

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Mononoid – Coming Home (EIN2)

„Coming Home“ stellt nicht nur das Debütalbum des Niederländischen Duos dar, es ist auch der erste Longplayer der auf Einmusikas Sublabel EIN2 erscheint. Insgesamt neun Tracks bieten eine interessante Mischung aus clubtauglichen Sounds und deep melodischen Alternativen für die Mononoid anhand ihrer früheren Veröffentlichungen eher weni-ger bekannt sind und doch ein Talent dafür beweisen. “Elf”, “Parks and Gardens” oder “Anna” sind schöne Beispiele für ihren verspielten und dennoch tiefgründigen Sound, während Tracks wie “Castle On A Cloud” oder “Yotta” doch eher nach vorne preschen. Letzterer entstand übrigens in Zusammenarbeit mit Beatamines. Coming Home ist ein äußerst gut gelungenes Werk,...

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Jimpster – Silent Stars (Freerange)

Warum mich die 13 Tracks des neuen Jimpster-Albums begeistern? Es ist einfach purer Soul, übersetzt in feinste elektronische Tanzmusik. Selten hat House so warm geklungen, war so crispy, so greifbar. Die Zutaten für eine Stunde breites Grinsen in der Frühlingssonne? Jazzige Rhodesakkorde, ein nostalgischer Maschinenpark alt-ehrwürdiger Hardware und ja, teilweise auch eine Bassdrum mit ordentlich Druck. Trotzdem, nicht nur im Club oder zu Hause einsetzbar, sondern überall, wo Menschen mit offenen Ohren durch die Welt gehen. „Silent Stars“ ist von zwei Polaritäten bestimmt: Einmal verträumte Jams „Sylvanshine“, das andere Mal auf den Groove fokussierte Tracks wie der Titeltrack. Hätte...

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Sophia Kennedy – Sophia Kennedy (Pampa Records)

Auch Pampa entwickelt sich weiter. Neben den klassischen Clubthemen hält jetzt mit Sophia Kennedy nun auch Songwriting Einzug. Sie hat musikalisch alles drauf, was man im modernen Qualitätsmusikzirkus mitbringen muss. Sprachgewaltig spielt sie mit Melodien zwischen Swing und Dubstep und vermittelt authentisch gut gemachte Popmusik. Und diese Umschreibung ist in diesem Fall als großes Kompliment gedacht. Zeitlos schön klingen ihre Kompositionen (“William By The Windoesill“), da verzeiht man auch die leicht deutsch eingefärbten englischen Texte. Einfache, individuelle Musik mit einem eigenen Charme und spezieller, aber allgemein gültiger Aussage. Sehr schön. 8/10...

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T.Raumschmiere – Heimat (Kompakt)

Auf Kompakt hat er um die Jahrtausendwende seine ersten Releases gefeiert, jetzt kehrt Marco Haas aka T.Raumschmiere mit einem unglaublich vielseitigen Album auf das Kölner Kultlabel zurück. Der Berliner schafft es, acht unterschiedliche Tracks zu einem absolut stimmigen Album zusammenfassen, was es sehr abwechslungsreich erscheinen lässt. Wahrscheinlich hält diese eine spezielle Stimmung, die das ganze Album durchdringt, das Konzept zusammen. Alle Tracks haben eine subtile Fröhlichkeit und Aufbruchsstimmung in sich und brauchen oft nicht mal den Hauch einer Bassdrum, um spannend zu wirken. „Heimat“ ist definitiv kein Ambient-Album, aber auch weit davon entfernt Peaktime zu sein: T.Raumschmiere ist zurück...

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Oliver Koletzki – The Arc Of Tension (Stil vor Talent)

Irgendwie hat es Oliver Koletzki immer wieder geschafft, sich als Künstler zu entwickeln und seine eigene Handschrift in jedem seiner zahlreichen Releases zu hinterlassen. So auch in „The Arc Of Tension“: Man merkt in jedem Moment des Albums, dass der Musiker auf seinen Reisen viele Erfahrungen machte, die sich in seiner Musik widerspiegeln. Kompromisslos und dark wie ein Kreuzberger Techno-Keller wirken Tracks wie das schon lange gehypte „Iyewaye“, euphorisierend wie eine asiatische Metropole wirken Tracks wie „Power to the People“, wiederum heiß und hell wirken Tracks wie „Tankwa Town“. Der Hörer geht mit Oliver Koletzki auf eine treibende, psychedelische...

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AnGy KoRe – Clarion (Himmel)

AnGy KoRe überrascht mich mit diesem neuen Album, insbesondere das Mastering reicht locker an das State of the Art Mastering von Drumcode heran. Weiter so. Soviel zum ersten positiven Eindruck. „Clarion“ ist ein sehr schöner Starter. Wir finden hier ein Echolot oder sowas vor und etwas U-Bootartige Sounds. „Come Inside“ hat vom Track Vocal eher etwas von „Deep Inside“, warum ist auch egal, es drückt. „Flat Tummy“ soll wohl eine Anregung zum Workout für denselben sein. Drückt ebenfalls sehr gut in die Magengegend, so muss das sein. „Get UP“ enthält ebenfalls ein gleichnamiges Vocalsample, schiebt und drückt ebenso zackig...

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Tim Engelhardt – Moments of Truth (Pokerflat Recordings)

Wow: Nach zahlreichen gefeierten Releasen auf Babiczstyle, Traumschallplatten oder Pokerflat Recordings, kann man sich jetzt auf das Debütalbum von einem der vielversprechensten Künstler der elektronischen Tanzmusik freuen: Die Rede ist von Tim Engelhardt, der es auf einzigartige Weise schafft mit Synthesizern, Natursounds und außergewöhnlichen Instrumenten eine tiefgreifend melancholische, aber auch hoffnungsvolle Stimmung zu kreieren. Während alle Tracks auch einzeln für sich stehen könnten, ist es ein Genuss sie in diesem authentischen, gefühlvollen Album zu hören. Zu Anfang baut Engelhardt langsam Spannung auf, experimentiert mit warmen Soundfarben und schreckt auch vor eingängigen Vocals, die jedoch niemals cheesy wirken, nicht zurück....

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DJ Hell – Zukunftsmusik (International Deejay Gigolo)

Nach der ersten Single „I Want U“ – das Video dazu eine posthume Kollaboration mit Künstler, Illustrator und Schwulenikone Tom of Finland – folgt nun also das fünfte Album von Helmut Josef Geier. Das erscheint natürlich auf seinem eigenen, inzwischen auch schon mehr als zwanzig Lenze zählenden Label International Deejay Gigolo. Hell selbst bezeichnet „Zukunftsmusik“ als sein persönlichstes Album, auf dem er den Bogen von der kulturellen Bewegung der 70er bis zur aktuellen, gesellschaftspolitischen Lage spannt. Es ist auf jeden Fall ein Genre- und Zeitgrenzen ignorierendes Gesamtkunstwerk, das von futuristischen Synthies über Orchestrales bis hin zu Clubbigem die gesamte...

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Vök – Figure (Nettwerk/Warner ADA)

Das isländische Quartett veröffentlicht mit „Figure“ sein Debütalbum und präsentiert dem Hörer zehn atmosphärische Electropop-Songs. Dabei pendeln Vök so wunderbar zwischen herzzerreißender Melancholie, verzerrenden Sequenzerläufen, einladenden Melodien oder episch-ausufernden Flächen. Der erste Track „Breaking Bones“ taucht ab in TripHop-artige Beats, verzerrende Gitarren und intensiven Emotionen, die Sängerin Margrét sehr authentisch zelebriert, wo hingegen „BTO“ im Anschluss die ganze Weite des Horizonts ausnutzt und volle Euphorie ausstrahlt. Es reiht sich weiter ein Kleinod an das andere an: „Don’t Let Go“ schmachtet sich romantisch durch die Nacht, den Titeltrack „Figure“ haucht Margrét fast flehend ins Mikrofon, „Polar“ verspult sich in den...

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