Roman Flügel – Themes (ESP Institute)

Wie soll man dieses Album bloß in ein paar Worte fassen? Roman Flügel glänzt mit roughen Synthesizer-Jams, beherrscht asiatische Percussions, produziert sehr feine Ambients und lotet mit durchdachtem Sounddesign die Grenzen von Techno und House aus. Und was noch dazu kommt: Durch seinen bewusst kompositorischen Ansatz erweckt er seinen kompletten Synthie-Park zum Leben. 13 Tracks ist das neue Album stark und kommt doch eher sehr ruhig daher, was zum genauen Zuhören einlädt. Denn „Themes“ ist wieder eines der Alben, die man vielleicht nicht beim ersten Hören versteht, die aber immer deutlicher werden, je öfter man sich ihnen widmet. Durch...

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Carsten Erobique Meyer – Tatortreiniger (Asexy)

Erobique – das verspricht seit 1997 musikalische Ekstase pur. Dabei spielt es keine Rolle, ob er als Universalalleinunterhalter auftritt oder in Formationen wie International Pony (mit Koze und Cosmic DJ) seine Expertisen zum Besten gibt: Der gebürtige Münsterländer gibt immer 100%, kommt authentisch und vor allem auch witzig rüber. Entstanden im heimischen Studiopuff im HH Karolinenviertel, zeichnet Erobique für die musikalische Untermalung der fantastischen Tatortreiniger-Serie verantwortlich; klar, dass der Soundtrack auch mit der charismatischen Eröffnungsmelodie (“Kurzes Tatortreiniger Thema“) loslegt. Es folgen Henry Manchini Sounds (“Atmsschimmel“) oder Happy Mondays-like Interpretationen (“Schotty In Manchester“). Ansonsten tobt sich Carsten vollumfänglich aus: Poppiger...

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Parra For Cuva – Paspatou (Awal)

Mit dem neuen Album „Paspatou“ des Berliners Nicolas Demuth alias Parra for Cuva präsentieren wir euch ein Album, das ein sehr liebevolles und harmonisches Zusammenspiel aus Instrumenten und Vocals widerspiegelt. Den Anfang macht die Single, nach der das Album benannt wurde: „Paspatou“ zieht einen mit einer liebevollen Gitarrenuntermalung sofort in den Bann. Ebenso wie „Out Here With Us“. Weiter geht es mit noch mehr Gefühl zur Liebe zur Musik. „Temperature Of Traveling“ verleiht einem durch ein verträumtes Intro mit Glockenspiel ein warmes Wohlbefinden in der Brust, gepaart mit einem Lächeln auf den Lippen. Den krönenden Abschluss machen „Seven Tembles“ und „While You...

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Jean-Michel Jarre – Equinoxe Infinity (Sony)

Elektronik-Altmeister Jean- Michel Jarre veröffentlicht auf den Tag genau 40 Jahre nach „Equinoxe“ den direkten Nachfolger dieses legendären Albums und erzählt die Geschichte der „Watcher“ weiter. Zwei Cover für „Equinoxe Infinity“, eins mit friedvoller Atmosphäre, das andere dystopisch. Dazu ein Soundtrack, der sich beiden Covern nähert. Synth-Tripps von epischen Ausmaßen, melancholische Flächen gen Horizont, Wellen von Streichern – Jarre entführt uns wieder elegant und mit viel Liebe zum Detail in seinen funkelnden und glitzernden Soundkosmos. 9/10 Acid...

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Tempers feat. Rem Koolhaas – Junkspace (BMG)

Es geht um Malls. Katja Eichinger hatte nach einem Interview mit dem niederländischen Architekten Rem Koolhaas die Idee, ein ganzes Album den Klängen der Einkaufszentren zu widmen und trat damit an das befreundete New Yorker Electro-Duo Tempers ran. Nach dem bahnbrechenden Essay von Koolhaas, der über Shopping Malls und die Architektur schreibt, bekam das Album seinen Namen „Junkspace“. Elf Songs wurden produziert, jeder einzelne widmet sich einem spezifischen Aspekt der Welt der Malls. Unterstrichen mit dem typischen Tempers-Sound: sanfte Electronica-Klänge, druckvollen Elektro-Sounds und die sonore Stimme von Sängerin Jasmine Golestaneh. In den speziellen „Junkspace“-Tracks, die von Eins bis Vier...

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Lydmor – I Told You I’d Tell Them Our Story (hfn)

Die Dänin Lydmor nimmt uns mit auf einen Trip zwischen Nordeuropa und Shanghai: Urbanes Nachtleben in der chinesischen Metropole und nordische Gelassenheit sind zwei Pfeiler ihrer Musik. Dabei bindet sie stimmig Trap, House, Ambient und Bassmusik in ihr Werk mit ein. Sphärische Pads, organische Drums und pulsierende Synthie-Sequenzen sind der Klangteppich für unglaublich sinnliche und vielseitige Lyrics. Manchmal mit einem unwiderstehlichen Mitsing-Faktor, manchmal sehr intim und poetisch. Das hebt die Musik noch auf eine weitere Ebene, denn die Lyrics sind nie cheesy, sondern immer durchdacht, mit viel Lebenserfahrung und Humor. Ein Hybrid aus analoger Wärme, einzigartigen Fieldrecordings und digitaler...

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Justice – Woman Worldwide (Ed Banger)

Ein Jahrzehnt Justice rematerialisiert sich in Form dieser Doppel-CD, die eine lange Vorlaufzeit hatte. Im Vordergrund der Stücke, Hits und Clubgranaten steht der Livecharakter, den Xavier und Gaspard auf den letzten Live-Shows perfektioniert hatten und in ihrem Paris Studio finalisierten. “Woman Worldwide“ stellt den ultimativen Mix aus Studiolongplayer und Bühnenvirtuosität dar. Titel wie “Canon x Love S.O.S“ fluten den Zuschauertrakt und drängen die Masse einige Meter nach hinten. Die Elektrochords bauen enormen Druck auf und ersetzen Gitarren gekonnt (“Heavy Metal vs DVNO“), unterbrochen von melodiösem Gesang. Das ist letztendlich der eigentliche Spagat, der dem Duo seit einer Dekade wie...

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Friction – Connections (Elevate)

Friction gehört zweifelsohne zu den Artists innerhalb des Drumandbass-Circles, die sich in den vergangenen zwei Dekaden durch stetige Entwicklung und nicht existierenden Stillstand ausgezeichnet haben. Zwischen Frictions frühen Releases auf Labels wie Trouble on Vinyl, Renegade Hardware oder Mampi Swifts Charge Recordings bis zu seinen aktuellen Produktionen liegen gefühlte Welten, die Friction mit Connections clever zusammenführt. Und so präsentiert sich der aktuelle Longplayer als eine Kombination aus radiotauglichem Bombast-Drumandbass, Club-Bomben und reggaefizierten Rollern, die durchweg das Zeug zur Single-Auskopplung haben. Das hier ist ganz, ganz großes Kino! 10/10...

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Manoid – Truth (hafendisko)

Mit seinem ersten Longplayer zeigt der polnische Künstler die ganze Bandbreite seines persönlichen elektronischen Spektrums. Insgesamt zehn divergierende Tracks leiten den Hörer durch eine wirklich anspruchsvolle Reihung elektronischer Melodien. Wobei das Wort “Reihung” falsch ist, hat doch jeder Track seinen eigenen Rhythmus, Atmosphäre und Anspruch. Keiner der zehn Tracks fokussiert sich auf den Dancefloor, liefert dafür aber wunderschöne Klänge, die teils unerwartet mystisch klingen. “Truth” konsumiert man am besten mit einem hochwertigen Whiskey im feinen Ledersessel, mit geschlossenen Augen und einer perfekten Anlage. Dieser Klanggenuss ist definitiv einer der schönsten, den ich dieses Jahr zu Ohren bekommen habe. 10/10...

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David August – D’Angelo (PIAS)

Der Kritikerliebling David August liefert dem geneigten Hörer dieses Jahr gleich zwei Longplayer. Nach dem Ambient-Album „DCXXXXIX A.C“ beschleunigt August das Tempo wieder etwas. Auf D´Angelo erwartet einen entspannter Post-Rock, gespickt mit Anleihen aus Psychedelic-Pop, Noise, Jazz und cineastischem Ambient. Mit Bravour lenkt der charismatische Deutsch-Itliener den Zuhörer durch unglaublich spannende, aber auch warme, angenehme Klanglandschaften, die eine Mixtur aus Songwriting und Sounddesign darstellen. Mal mit Band-Besetzung plus Gesang, mal mit sich morphenden Synthesizer-Sounds und Field-Recordings. Mal virtuos an jeglicher Instrumentation, mal durchdachte Arrangements. Augen zu und durch, ein Genuss! 10/10 Basti Gies...

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The Prodigy – No Tourists (BMG)

„No Tourists“ liefert genau das, was man von The Prodigy erwartet: Schon mit dem bereits als Single veröffentlichten Opener „“Need Some1“ gibt es ordentlich auf die Zwölf, und so geht es dann auch fröhlich weiter. Insgesamt zehn Bigbeat-Granaten voller Rebellentum, die Erinnerungen an alte Rave-Zeiten wecken. Ob „No Tourists“ an den Erfolg des Kultlongplayers „The Fat Of The Land“ von 1997 mit Hits wie wie „Firestarter“ und „Breathe“ anknüpfen kann? Vermutlich nicht. Die Zeiten haben sich geändert, die Szene auch, der Markt ist übersättigt, die Leute verwöhnt. Und das echte Rave-Gefühl von einst muss man lange suchen, auch wenn...

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