David Guetta – 7 (Warner)

Das verflixte siebte Album: Doch was für Paul Kalkbrenner „7“ war, ist für den französischen Superstar David Guetta „Seven“. Nach vielen soliden Tracks in der Vergangenheit doch noch mal ein Höhepunkt. Und das vor allem aus diesem Grund: Auf CD 1 finden sich unzählige radiotaugliche Kollaborationen mit vielen freshen Artists, denen Guetta mit seinem unnachahmlichen Gespür für große Hits den Sprung auf das nächste Level verhilft. Der Sound auf dem ersten Part wird bestimmt von Future-Bass, Funk, Trap und deepen House-Beats. Auf dem zweiten Part enthüllt sich jedoch, was viele schon länger vermutet haben: Unter dem Alias Jack Back...

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Roosevelt – Young Romance (City Slang)

Nach seinem international viel beachteten Debütalbum legt Marius Lauber aus Köln mit „Young Romance“ jetzt nach. Mit seiner erfrischenden Interpretation des Electropop gelang ihm 2016 nicht nur die Eroberung deutscher und europäischer Musikliebhaberherzen, sondern auch die des US-Marktes in Nord und Süd. Seither ist der 27-Jährige weit getourt, um im Anschluss mit einer Fülle neuer Inspirationen wieder ins Studio zu gehen. Letzte Hand legte erneut Chris Coady (Beach House/Grizzly Bear/TV On The Radio) an, zu dem Lauber dieses Mal sogar eigens nach Los Angeles reiste, um auch physisch diesem Prozess beizuwohnen. Inhaltlich geht es nicht selten um Emotionen aus...

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Robag Wruhme – Wuzzelbud FF (Hart&Tief)

Robag Wruhme meldet sich mit einem Donnerschlag zurück, eine Doppel-EP mit feinen neuen Tracks. „Wuzzelbud“ lehnt sich nicht nur namentlich an Wruhmes Debütalbum „Wuzzelbud KK“ an, auch inhaltlich schlägt er hier eine Brücke: der Dancefloor steht im Mittelpunkt. Let’s fetz and rave on! Nach dem „Eingang“ klöppelt und kickt auch schon der Titeltrack los. Vizeviertel, aber die Augen und Geräusche immer abseits des abgewetzten Pfades, so wie wir es von Robag gewohnt sind. „Veddel Bav“ – ich liebe die Namenskreationen des gebürtigen Jenaers – kickt mit Bass, lässt die Samples zucken und räumt massiv den Staub aus dem Weg....

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Bob Moses – Battle Lines (Domino)

Nach ihrem großartigen Debütalbum, das vor drei Jahren erschien, liefern die beiden Kanadier mit „Battle Lines“ ihr nächstes Album ab, das vor Energie und Emotionen nur so strotzt. Auf elf Titeln beschäftigten sich Jimmy Vallance und Tom Howie noch intensiver mit ihrem Songwriting und der Instrumentierung, was sie nicht nur als Musiker weiter reifen lies, sondern auch mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Fans aus aller Welt näher bringen wird. Die finden sich nämlich nicht nur auf dem undergroundigen Dancfloor, auch im Bereich des Rock und Pop wurden die Stimmen nach einem neuen Album immer lauter. Bob Moses, zollen also nicht...

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Ólafur Arnalds – re:member (Mercury/Universal)

Für sein neues Soloalbum hat der isländische Musiker und Komponist sich mit dem Audio-Developer Halldór Eldjárn zusammengetan und die einzigartige Musiksoftware Stratus entwickelt. Diese macht das von Arnalds gespielte Klavier zu einem neuen Instrument, das zwei selbstspielende und semi-generative Status-Klaviere ansteuert. Durch diesen Prozess entstehen unerwartete Harmonien und überraschende melodische Sequenzen, die den Klangkosmos von Arnalds nuancen- und facettenreich ergänzen und spannender gestalten. Hinzu kommen noch Streicher, Synthesizer, Schlagzeug und elektronische Elemente. „re:member“ ist vollgesogen von atmosphärischen Sounds und Emotionen. Sehr deep und intensiv schleichen sich die Songs in die Ohren, verpackt in einer nahezu perfekten Dramaturgie, die den...

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Conforce Pres. Silent Harbour – Noctiluca LP (Echocord)

Boris Bunnik aus Holland ist zurück, um auf dem dänischen Label mit seiner 6-Track-Mini-LP mal allen Nachtschwärmern, die adäquate Begleitung auf dem Weg nach Hause zu weisen, zumindest was das industriell schwere, aber warm gestaltete “Riparian“ angeht. In die Nacht eingetaucht, loten bubbelnde Echoes des Titelstücks aus, wie minimale Kicks und sanfte Percussions Wirkung entfalten. Das setzt sich ähnlich mit “Dwelling“ fort; hierbei bedient er sich stärker aus dem Synthie und Bassfundus, ohne das dubbige Segment zu verlassen. Klassischer Dub-Techno erwartet den Hörer bei “Peridinum“, wobei die choppy Stabsequenzen elegant zu “Fusiformis“ überleiten, das mit seinen bubbelnden Delays und...

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The Orb – No Sounds Are Out Of Bounds (Cooking Vinyl)

Mehr Stimmen, mehr Sounds, mehr Abwechslung. Das erklärte Ziel von Alex Paterson beim neuen Album von The Orb, seiner 1988 gegründeten Band. Nicht, dass das Spektrum von The Orb nicht ohnehin schon riesig wäre. Zur Erinnerung: In den Neunzigern jonglierten sie mit House und Rap, irgendwann stießen sie dann auf Kompakt und veröffentlichten zwei Alben mit fast straightem Techno plus EP mit Kuhglocke und Alpenflair. Gut, The Orb sind schließlich auch für die Kreation von eigenwilligem Ambient House bekannt. Und jetzt? „No Sounds Are Out Of Bounds“ schlägt in andere Kerben. Mal in Hip-Hop („Wolfbane“), wieder häufiger in ausgefeilten...

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Helena Hauff – Qualm (Ninja Tune)

Von wegen Digitalisierung: Ninja Tunes Shootingstar Helena Hauff liefert auf ihrem neuen Werk eine inspirierende und leidenschaftliche Interpretation von elektronischer Tanzmusik. Die Hamburgerin interagiert auf sehr lebendige Weise mit ihren Synthesizern, Drum Maschines sowie Effekten und erschafft warme, analoge Klangtexturen, die von angezerrten Grooves kraftvoll untermauert werden. Anmutige Melodien schweben durch den Raum, getragen von atmosphärischen Pads, während die Crowd mit intelligenten, aber wummernden Patterns ihren Spaß hat. Alle Tracks eignen sich sowohl zum Home-Listening mit geschlossenen Augen als auch für ein weltoffenes DJ-Set. Sei es im perfekten Warm-Up oder als energiegeladene Groove-Bombe. „Qualm“ ist mehr als nur eine...

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Soulwax – Essential (Deewee)

So hört sich also das Ergebnis einer zweiwöchigen Klausur an, die einen schlichtweg kruden und radikalen Rundumschlag in der Verquickung von schrägen Tönen und Klängen, gepaart mit progressiven Beats. Dem weniger advanced Listener würden Konnotationen wie nervtötend oder stark gewöhnungsbedürftig über die Lippen kommen, denn manch geloopte Frequenz bewegt sich schon hart an der Schmerzgrenze zumindest was die ersten Schritte dieser Zusammenstellung angeht (“Essential One“). Dann wiederum schwingt sich 90er 4-Fuß-Rhythmik empor, um im stolzen Funkgewand nach vorn zu schreiten (“Essential Three“); leichter Gesang, dicke Bassläufe und perkussive Einheiten komplettieren das Szenario (“Essential Four“). Leichter Minimal-Techno (“Essential Six“), dark...

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Cuthead – Can’t you See (Uncanny Valley)

Mighty Cuthead strikes again. Nach seiner letzten Veröffentlichung auf dem UV-Offshoot „Rat Life Records“ meldet sich Robert Arnold alias Cuthead mit einem acht Tracks starken Minialbum zurück. Wie üblich setzt sich auch „Can’t You See“ aus House und aus Hip-Hop zusammen, wirkt aber dennoch wie aus einem Guss. Die House Tracks sind, wie üblich bei Cuthead, sehr leicht, verträumt und werden von einer Menge Samples getragen. Besonders empfehle ich hier aber das Stück „Schlagzeug fällt die Treppe runter“. Die gesampleten Drums sind grandios. Aber auch die kurzen Hip Hop-Nummern muss man loben, davon könnten sich einige Produzenten etwas abschneiden....

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Enrico Sangiuliano – Biomorph (Drumcode)

  Dieses Konzeptalbum beginnt mit einem Intro namens „Functional Basic Unit of Life“. „Multicellular“ eignet sich hervorragend als Startertrack für ein Set. „Generative Model“ ist Elektro, sehr konzeptionell. „Cosmic Ratio“ ist für mich der erste Killertrack auf diesem Album, bei dem kein Auge trocken bleiben dürfte. Wenn das Hauptthema kommt, sollte es niemanden mehr außerhalb der Tanzfläche halten. „Hidden T“ ist deutlich flächiger, fast trancig. Im Break dann das Hauptthema. Wirklich absolut unglaublich. Gänsehaut. „Arboreal“ ist sehr elektronisch und kommt ganz ohne 4/4-Takt aus. „Symbiosis“ beginnt zunächst etwas harmloser, nimmt aber zusehends an Fahrt auf. „New Damn“ erinnert bereits...

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Leon Vynehall – Nothing Is Still (Ninja Tune)

  Leon Vynehall ist ein Künstler, der sich stetig entwickelt: Von Dancefloor-fokussierten Releases zu etwas vielschichtigerer elektronischer Musik. Diese findet sich auf jeden Fall auch auf seinem Debütalbum „Nothing Is Still“. Inspiriert vom Leben seiner Großeltern geht Vynehall auf die Suche nach dem wärmsten und intensivsten Sound und fügt diesen in ein organisches Beatgerüst ein. Zahlreiche Kollaborationen mit Streicherensembles und virtuosen Solo-Instrumentalisten werden mit vibrierenden Grooves und abgespacten, modularen Effektklängen verwebt. Zum Teil tanzbar, aber immer traumhaft verführerisch. Nostalgische Chord-Texturen treffen auf den Sound der Zukunft. Es wurde schon einiges experimentiert in der elektronischen Musik, doch dieses Album fügt...

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