Alexander Kowalski – Cycles (Mord)

Der Techno-Produzent Alexander Kowalski macht mit seinem neuen und insgesamt fünften Album auf sich aufmerksam. Vermutlich reicht diese Info den meisten Techno-Fans schon aus, wissen sie doch um die ausgeprägten Studioqualitäten des Berliners, der seit gut zwanzig Jahren mitreißende Rhythmen und Grooves veröffentlicht. Zugegeben, in den letzten Jahren wurde es etwas still um Kowalski, konzentrierte er sich doch vornehmlich um seine anderen Projekte wie d_func oder DisX3. Nun ist er jedoch wieder da und überrollt uns mit einem 13 Track starken Album, das Ende Mai auf Bas Mooys Imprint Mord erscheinen wird. Auch das ist ein kleiner Wink mit...

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CHVRCHES – Love is Dead (Vertigo/Universal)

Kennt ihr das, wenn ein Radiosender verspricht, das Beste von heute und damals zu spielen? Hat ja bisher selten geklappt, dafür gelingt CHRVCHES dieser Spagat bestens: Auf dem 13 Track starken Album „Love Is Dead“ ist der geneigte Hörer ständig hin und her gerissen zwischen purer Nostalgie und absoluter Freshness. Wärmster Synthie-Charme, sehr emotionale Harmonien und eingängige, prägnante Vocalpassagen treffen noch ungehörte Sound-Ästhetiken sowie den aktuellen Zeitgeist. Seit längerer Zeit war es im Genre Electro-Pop eher still, jetzt kann man sich auf das Comeback in einem neuen Sound-Gewand freuen. CHVRCHES klingen niemals cheesy, aber es ist immer Glitzer in...

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Jon Hopkins – Singularity (Domino Records)

Was soll man dazu noch sagen? Jon Hopkins beginnt auf seinem neuen Werk „Singularity“ dort, wo er mit dem Vorgänger „Immunity“ aufgehört hat: Überdimensionale Beats treffen auf emotional aufgeladene, cineastische Flächen. Die ganze Breite künstlerischer Freiheit trifft auf Clubmusik. Ausgeklügeltes, beeindruckendes Sounddesign beginnt bereits bei den Melodien. Der Engländer versteht es bestens, Floor-zerberstenden Tracks einen Trance-artigen Touch zu verleihen. Seine Spezialität sind Basslines, die zunächst eingängig und einfach wirken, den geneigten Hörer jedoch immer wieder mit verspielten Details überraschen. Durch seinen musikalischen Background kann er nahezu ohne Vorbehalte auf die Clubmusik-Szene schauen und fügt so der elektronischen Tanzmusik neue...

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DJ Koze – Knock Knock (Pampa)

Kosi darf fast alles: Beatport No.1-Hits alá „Pick Up“, psychedelische Indie-Jams mit der bezaubernden Róisín Murphy oder abgespacte, modulierende Beats wie „Baby (how much i LFO you)“. Alles auf einem Album, auf dem DJ Koze noch mehr als sonst einen organischen, soul-geschwängerten Sound anstrebt. So kommt es, dass einige seiner Beats im Hip-Hop und Indie angesiedelt sind, was das Album sehr kurzweilig erscheinen lässt. Doch „Knock Knock“ umgibt kein langweiliger „Retro-Soul“-Charme. Hier gibt es keine gewöhnlichen Deep-House-Beats, die ein versierter Studio-Pianist mit ein paar Jazz-Chords aufgefrischt hat. Nein, Kosis Album klingt total verrückt, frei, exzessiv und losgelöst: Orientalische Gitarrenläufe,...

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Aera – The Sound Path (Permanent Vacation)

Wofür steht eigentlich elektronische Musik? Die landläufige Definition dieser Art der Musik hat mit dem zweiten Album von Aera, das auf dem Münchner Imprint Permanent Vacation erscheint, wohl erst mal wenig zu tun. Statt plumpen 4/4-Bassdrums findet der geneigte Hörer hier aufregende Soundscapes, bei denen der Beat zwar ein Element verkörpert, jedoch der musikalische Kontext im Vordergrund steht: swingende Modular-Patterns, sanfte Gitarrenriffs, geladene Flächensounds und eine unwiderstehlichen Harmonie. Aera beherrscht das Spiel mit Sounds, die alt und organisch erscheinen und Klängen, die so ausgefeilt und futuristisch wirken, dass sie den Atem rauben. Mein Liebling der insgesamt zwölf Tracks ist...

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Dae Kim – Solace (mü-nest)

Mit „Solace“ auf dem malaysischen Imprint mü-nest erscheint ein verträumtes Ambient-Album, dessen Ästhetik gut in die warme Jahreszeit passt: Sehr positive, ausgeglichene Vibes bestimmen das Werk. Die insgesamt elf Tracks basieren auf einer Kombination von vielen Live-Instrumenten und ausgefallen Electronica-Sounds. Das Spektrum reicht hier von Melodicas, Gitarren, Pianos, Strings und etlichen Percussions bis zu Drum Machines. Der östliche Touch der Musik von Dae Kim verleiht dem Werk eine sehr interessante, aber auch beruhigende Hörerfahrung. Einfach mal die Augen schließen und durchhören! 8/10 Basti...

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Steve Bug & Langenberg – Paradise Sold (Poker Flat)

Nach ihrer ersten Kollaboration „Chord Cluster“ letztes Jahr schicken Steve Bug und Langenberg nun ihr Album „Paradise Soldout“ ins Rennen. Der Sound wirkt deutlich reduzierter, minimaler und reduzierter als so mancher Techno-Entwurf der letzten Zeit. Versetzte, swingende Arpeggios beginnen beim Opener „Senior Elfo“ einen wilden Tanz. Etwas deeper wird es bei „NGC 6240“ und „Paper Stabs“, wo warme Basspads pulsierende Deep-House-Chords umrahmen. „A Touch Of Detroit“ ist eine treibend-marschierende Nummer, die fast an einen Dub-Mix erinnert und mit einer melancholischen Stimmung bezaubert. „The Teazer“ ist der heimliche Star des neun Track starken Albums: Hymnische Synthesizer Harmonien und eine spielerische...

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Dapayk Solo – The Calling (Mo’s Ferry)

Nach seinem Solo-Album „No Filter“ und der Dapayk & Padberg LP „Harbour“ ist das neue Werk „The Calling“ noch einen Schritt weiter in der künstlerischen Entwicklung des Berliners: Statt ausschließlich rohem Dancefloor-Futter trifft man hier auf ausgefeiltes Sounddesign, cineastische Flächen, darke Minimal-Patterns und wogende Ambient-Grooves. Diese Stilelemente sind in Dapayks treibenden Technobeats eindrucksvoll implementiert, sodass es im Ergebnis äußerst retro-futuristisch klingt. Besonders gelungen sind die Tracks, in denen Niklas Worgt Vocalkollaborationen eingeht, da der ohnehin sehr organische, weniger technoide Style auf „The Calling“ mit Lyrics in eine ganz neue Richtung gelenkt wird. Darüber hinaus ist das Album sehr vielseitig...

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Ron Flatter – Muscle Of Synths (Pour La Vie)

Wer hat gesagt, dass auf einen Longplayer nur typische Album-Tracks kommen dürfen? Also fernab von Intros, Outros, Interludes und richtigen „Off“-Tracks liegt das doch im Auge des Betrachters. Ehrlich soll es sein und damit hat Ron den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen. Musik, die man blind zuordnen kann spricht für seine Handschrift und die steigende Qualität in Klangbild und Struktur für seine stetige Weiterentwicklung. „Muscle Of Synths“ ist in der Tat ein energiegeladenes Muskelbündel. Es lässt keine Zeit für Warm-Up und Geplänkel, es geht direkt zur Sache. 10 absolut feierbare Club-Tracks. Mein persönlicher Favorit neben dem Titeltrack:...

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Recondite – Daemmerlicht (Plangent)

Unser bajuwarischer Exportschlager Recondite beschreitet das subtile, ruhigere Terrain, welches er bereits in seinen Tracks mit den Flächenelementen anzudeuten wusste. Es erwartet uns hier quasi eine Mixtur aus Ambient, Chill Out und klassischer Musik. Gleich zu Beginn als Intro erwartet uns der namensgebende Track „Daemmerlicht“. Als Dämmerung bezeichnet man den fließenden Übergang zwischen Tag und Nacht vor Tagesanfang oder nach Tagesende. „Durch den Hohlweg“ geht es eindrucksvoll vollendet auf die „Lichtung“ zu. Da klingt das Ganze sicherlich nach Morgengrauen. In die Höhle hinab geht es bei den „Hoehlenlichter“n. Etwas dunkler, mysteriöser und unerwartet. „Der Steinmetz“ verrichtet sein Tagwerk hierbei...

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Henry Saiz & Band – Human (Natura Sonoris)

Der spanische DJ und Produzent Henry Saiz hat sich für ein neues Release eine Band an die Hand genommen und geht mit dieser diesen Monat mit dem audiovisuellen Album „Human“ an den Start. Veröffentlicht wird das musikalische Meisterwerk auf seinem eigenen Label Natura Sonoris und enthält elf Tracks, von denen zehn nach bestimmten Orten benannt sind. Alle Titel sind geprägt von musikalischem Talent, und nehmen den Zuhörer mit auf eine akustische und entspannte Reise. Inspiriert wurden alle Produktionen deutlich von den verschiedenen und atemberaubenden Orten und spiegeln die Essenz auditiv wieder. Mit dabei sind: Lanzarote, Australien, Dubai, Afrika, Vietnam,...

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Fischerspooner – Sir (Ultra)

Klar, ein reines Post-Electro-Clash Pop-Album. Doch was findet sich auf der neuen Platte vom legendären New Yorker Duo Fischerspooner genau? Casey Spooner und Michael Stipe von R.E.M. liefern dem geneigten Hörer Avantgarde-Pop mit einem hohen Anspruch und Hang zum Experimentieren: Völlig verzerrte und wabernde Synthesizer bilden die Fläche unter warmen Drumgrooves. Äußerst ungewöhnliche Arrangements ebnen sich ihren Weg mittels angenehmer Pop-Harmonien. Lyrische Vocals, Sprechgesang, Vocodersounds schweben über dem Instrumental und sorgen für ein sehr intensives Hörerlebnis: Die Gesangspur scheint Spannungen, Harmonien und den Ausdruck bis ins Unermessliche zu steigern. Doch Electro-Clash bedeutet nicht Cheesiness, sondern prägnante Pop-Elemente in Einklang...

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