Henry Saiz & Band – Human (Natura Sonoris)

Der spanische DJ und Produzent Henry Saiz hat sich für ein neues Release eine Band an die Hand genommen und geht mit dieser diesen Monat mit dem audiovisuellen Album „Human“ an den Start. Veröffentlicht wird das musikalische Meisterwerk auf seinem eigenen Label Natura Sonoris und enthält elf Tracks, von denen zehn nach bestimmten Orten benannt sind. Alle Titel sind geprägt von musikalischem Talent, und nehmen den Zuhörer mit auf eine akustische und entspannte Reise. Inspiriert wurden alle Produktionen deutlich von den verschiedenen und atemberaubenden Orten und spiegeln die Essenz auditiv wieder. Mit dabei sind: Lanzarote, Australien, Dubai, Afrika, Vietnam,...

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Fischerspooner – Sir (Ultra)

Klar, ein reines Post-Electro-Clash Pop-Album. Doch was findet sich auf der neuen Platte vom legendären New Yorker Duo Fischerspooner genau? Casey Spooner und Michael Stipe von R.E.M. liefern dem geneigten Hörer Avantgarde-Pop mit einem hohen Anspruch und Hang zum Experimentieren: Völlig verzerrte und wabernde Synthesizer bilden die Fläche unter warmen Drumgrooves. Äußerst ungewöhnliche Arrangements ebnen sich ihren Weg mittels angenehmer Pop-Harmonien. Lyrische Vocals, Sprechgesang, Vocodersounds schweben über dem Instrumental und sorgen für ein sehr intensives Hörerlebnis: Die Gesangspur scheint Spannungen, Harmonien und den Ausdruck bis ins Unermessliche zu steigern. Doch Electro-Clash bedeutet nicht Cheesiness, sondern prägnante Pop-Elemente in Einklang...

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Max Loewe – Change (Nobleza Recordings)

Lehn dich zurück, schließ die Augen und setz dir Kopfhörer auf: Auf den insgesamt 13 Tracks von Max Loewes Debütalbum „Change“ finden sich smoothe Basslines, klassische Deep-House-Chords, verhallte Vocals und quirlige Synthie-Leads. Dabei gibt es neun Original-Tracks, vier DJ-Intros und einen Album-Mix. Das Ergebnis wird sicherlich in vielen Ibiza-Compilations zu finden sein, denn der Sound lädt ein zu entspannen, aber auch zu tanzen. Keine harte Clubmusik, sondern Seelensauna. Hypnotische Patterns, sanfte Melodien und balearisches Lebensgefühl vom feinsten lassen die warme Jahreszeit langsam beginnen. 10/10 Dirty B...

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Xenia Beliayeva – Riss (Manual Music)

  Wie gut sollte man die Musik einer FAZEmag-Autorin besprechen? Na ja, so gut wie sie auch ist! „Riss“ muss eine Andeutung auf die verzerrte, crispe Soundästhetik von Xenia sein: Die insgesamt zwölf Tracks stehen für feinsten Electro-Pop mit Sound-Experimenten in alle Richtungen: So kombiniert der Opener „High Expections“ Grunge-Bässe mit warmen Analog-Synthies, während „Televisor“ einen Fokus auf elektronisches Sounddesign legt. Xenias Soundkosmos ist voll von lebendigen, live eingespielten Synthies, Drumpatterns und zahlreichen „echten Instrumenten“. Daher liegt es nahe, dass ihre Tracks den Hörer auf eine Reise mitnehmen und mal in dissonante, abstrakte Soundnischen abtauchen, um dann wieder Fahrt aufzunehmen...

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Oliver Schories – Blitzbahn (SOSO)

  Das fünfte Album von Oliver Schories zeigt nach dem sehr freundlich-instrumentierten Vorgänger „Relatively De nitely“ eine etwas härtere und Club-a nere Facette des Hamburgers. Schories‘ Vorliebe für das gesamte Spektrum der elektronischen Musik von House über Minimal zu Tech- no, die man auch regelmäßig in seinen DJ-Sets erleben kann, spiegelt sich auch in den 13 Produktionen auf dem Album wider. Neben perkussiv- verschachtelten Tracks wie dem sehr gelungenen „Ohm“, geht er bei„Magnolia“aucheinwenig knarzig à la Sci+Tec zu Werke, wobei sein Faible für Melodien auch auf „Blitzbahn“ nicht zu kurz kommt. Mein Favorit ist das abwechslungsreiche „Se- rum“, das...

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Torsten Kanzler – Home (Bush Records)

Vor jedem Gig verkünden seine Fans die frohe Botschaft: Der Kanzler kommt! Rund drei Jahre nach seinem letzten Langspieler, kommt er nun mit einem neuen Album im Gepäck wieder – „Home“. Dieses zehn Titel umfassende Werk entstand nach Kanzlers Umzug, raus aus Berlin, zurück nach Thüringen. Das neue Studio in neuer, idyllischer Umgebung sorgte auch für viel neue Energie und Produktivität. Alles neu? Nicht unbedingt, doch in gewisser Weise unterstreicht dieses Album nochmals deutlich den weiterentwickelten Kanzler-Sound. Der lebt zwar nach wie vor von druckvollem Schlagwerk, doch leisten nun auch vermehrt tragende Synthesizer-Motive einen entscheidenden Beitrag zur Atmosphäre auf...

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Moby – Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt (Embassy Of Sound)

Wenn Moby nicht gerade an neuer Musik arbeitet, setzt er sich für die Welt ein: Tierrechte, Gleichberechtigung, Donald Trump. So ist es nicht verwunderlich, diese Themen auch in seiner Musik zu finden. Doch „Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt“ sollte man nicht nur auf seine inspirierenden Lyrics, die oft die aktuelle politische Lage thematisieren, reduzieren. Viel mehr spielt der amerikanische Musiker auf diesem Album sehr detailverliebt mit kleinen und großen Räumen sowie ihrer Wirkung: Mal klingt das Klavier so nahe und die Stimme so intim, dass es den Hörer schlichtweg ergreift. Mal erweitern überdimensionale Streicher-Arrangments und wuchtige Drum-Texturen die...

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Nico Pusch – Different Worlds (Pearls For Pigs)

  Das zweite Album des Rostockers Nico Pusch bietet Musik, an der man sich in der kalten Jahreszeit erwärmen kann. Gleich einem wohligen Kamin liefern die 16 Stücke des Albums Piano-getriebene Geborgenheit und darüber hinaus sommerlich-leichte Vibes. Was melodiös und deephousy beginnt, wird durch etwas fordernde Dancefloor-Stomper wie „Ben‘s Song“ oder „Rise Up“ (zusammen mit Kindred Spirits) auch für Techhouse-DJs zu Peaktime-Zeiten einsetzbar. Im Gegensatz zu vielen anderen Artistalben klingt „Different Worlds“ dabei wie aus einem Guss und lässt keine Wünsche offen. „We Got It“ ist mein persönlicher Favorit, da er einen großartigen Old-School-Vibe transportiert. Viele der hier enthaltenen...

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Hidden Orchestra – Dawn Chorus Remixes (Tru Toughts Records)

Im Juni 2017 kam mit „Dawn Chorus“ ein Album raus, das auf unzähligen Fielrecordings von Vogelgesängen basierte und überall sehr gefeiert wurde. Jetzt erscheint die Remixversion und kommt mit sehr diversen, gehypten Künstlern wie Mathew Herbert, Max Cooper, Throwing Snow, Wrongtom, Nostalgia 77 oder Nuage daher. Federleichter Deep House kommt dabei von Nuage, der „Alyth“ floortauglich gemacht hat, Max Cooper, der in „Wingbeats“ erstmal Flügelschläge mit Synthesizern sonifiziert. Etwas härter wird es bei Throwing Snow, der „Western Isles“ mit einem dunklen pulsierendem Bass und swingenden Drums ausgestattet hat. Mathew Herbert bringt uns feinsten Glitch-House mit dubbigen Chirds und hypnotisierenden...

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Benno Blome – Night Shots (Bar 25 Music)

Fast 20 Jahre hat es gedauert bis uns Benno Blome sein Debütalbum präsentiert, doch vergangenen Monat war es nun endlich soweit und „Night Shots“ erschien auf Bar 25 Music. Zu hören bekommen wir vor allem entspannte House Musik, deren Wurzeln bis nach Chicago reichen. Unter anderem wird hier mit 909 Beats, Vocal Cuts und dem Klangdes Prophet 8 Synthesizers ein wunderbar warmes Bild der Nacht gezeichnet, das die Stimmung im Handumdrehen erhellt. Stücke wie „Have Some“, „Spherical Aberration“ oder „Lense Distortion“, das mit Daniel Dreier entstand, kommen nun genau zur rechten Zeit und helfen über die hoffentlich bald endende...

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Answer Code Request – Gens (Ostgut Ton)

Patrick Gräser schickt etwa vier Jahre nach seinem Debütalbum „Code“ den Nachfolger „Gens“ ins Rennen. Auf Doppel-Vinyl präsentiert sich Gräser von seiner besten Seite und erneut als Grenzgänger des Genres. Tiefgängig und mitreißend gestaltet er seine Stücke, die zwischen gebrochenen Beats, schnellen Rhythmen, eingängigen Grooves und pulsierenden Bässen umherwandern. Answer Code Request erscha t mit „Gens“, trotz der teilweiseso dunklen und unheimlichen, fast bedrückenden Stücke, einen wunderbaren Rückzugsort, den man immer wieder gerne aufsucht um Kraft und Inspiration zu tanken. Wer auf der Suche nach einfachen Clubtools ist, der geht hier leer, denn dieses zweite Album des in Berlin...

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GusGus – Lies Are More Flexible (Oroom)

GusGus – Lies Are More Flexible (Oroom) Wie schafft man es äußerst cheesige Sounds zu benutzen, ohne am Ende cheesy zu sein? GusGus gelingt dieser Spagat: Schon der Opener („Featherlight“) ihrer acht-Track-starken LP „Lies Are More Flexible“ erklingt mit ultra-verstimmten Supersaw-Arpeggios, mächtigem Hall, einem stampfenden Beat und hymnischen Lyrics. Das Ergebnis ist einfach cool! Weiter gehts mit „Don´t Know How to Love“: treibender Electro-Pop, verzerrender Synthesizer, melodiöse Vocals. Läuft! Und zwar auf dem ganzen Album! Die Art und Weise wie GusGus mit klassischen Synthie-Sounds umgeht, verleiht der Musik einerseits einen Tiefgang, andererseits geht „Lies Are More Flexible“ gut nach...

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