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Mit Karlovak haben Mr. Tophat und Art Alfie eines der spannendsten House-Labels der letzten Jahre gegründet. Radio Slave, Ben Sims & Ron Bacardi, Joey Mull, Ryan Elliot und Loco Dice zählen unter anderem zu den Künstlern, die bereits mit dem schwedischen Label involviert waren. Außerdem nutzen Mr. Tophat und Art Alfie das Label für ihre gemeinsamen Produktionen. Mit „Reveries Of“ präsentiert sich Art Alfie nun als Solokünstler. Das Debütalbum des in Stockholm lebenden Künstlers erscheint am 27. Februar aber auf Studio Barnhus und nicht etwa dem eigenen Imprint. Auch stilistisch überrascht „Reveries Of“ mit einem bisweilen dystopischen Ansatz, der weit entfernt vom sonst fröhlichen House ist, den Art Alfie als Teil des Duos produziert.

Wie war es für dich, alleine an dem Album zu arbeiten? Ist dies für dich ein großer Unterschied gewesen?

In gewisser Weise bist du eh immer allein, wenn du Musik produziert. Aber natürlich gewöhnst du dich daran, mit jemand anderem zu arbeiten. Es ist anders, aber es ist in gewisser Weise auch wieder gleich. Ich brauchte aber ein wenig, um mich daran zu gewöhnen, alleine zu arbeiten. Aber ich habe davor schon alleine oder in Gruppen produziert, dann kam vor einigen Jahren Rudolf (Mr. Tophat) dazu. Ich habe jedoch auch schon mit ihm die ganze Zeit eigene Sachen nebenbei gemacht.

Wie lange produzierst du schon elektronische Musik?

Seit ungefähr fünfzehn Jahren. Aber ich habe da nichts veröffentlicht, ich habe einfach nur Musik gemacht. Ich habe auch einige Zeit lang in Pop-Bands gespielt. Ich war damals kaum elektronischer Musik ausgesetzt. Ich lebte nördlich von Stockholm, in einem Ort, der keine Szene hat. Ich war also ungefähr 18, als ich gute Dance Music zum ersten Mal hörte.

Stilistisch ist dein Album nicht gerade das, was man erwartet, wenn man deine anderen Produktionen kennt. Was wolltest du mit „Reveries Of“ ausdrücken?

Ich wollte ein Album machen, nicht nur einen Haufen Dance-Musik, sondern mehr eine Welt erschaffen. Eine Welt, die sich nicht an einem Club orientiert, sondern experimenteller ist. Es sollte fließender und einfach etwas anderes sein.

Warum erscheint das Album auf Studio Barnhus und nicht Karlovak?

Das machte einfach Sinn, wenn man den Sound des Albums bedenkt. Außerdem habe ich schon vorher ein paar Tracks mit dem Label ausgetauscht. Es fing damit an, dass ich eine EP machen wollte und dann fingen wir an Tracks auszuwählen und nun ist es eben ein ganzes Album geworden.

Aus dem FAZEmag 060/02.2017

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