Autor: FAZE Redaktion

MEA – Minimal Trips (ZYX)

Das Label des verstorbene Bernhard Mikulski hat über vier !!! Jahrzehnte auf dem Buckel und hat so viele Musikstile und Künstler gefeatured, dass man sie kaum zu benennen vermag (darunter die so gehassten Italo-Disco und Eurodance Themen). In 2012 ist es an Mario Guerteler und Cihan Ali Guengoer, die Fahne der Firma mit einem Album aufrecht zu halten. Trotz gewisser Vorbehalte und einer bestimmten Erwartungshaltung hinsichtlich des Albumtitels, bin ich überrascht vom Resultat des Duos,  sich nicht im Minimalbereich aufhält, sondern profunden Clubhouse präsentiert, der richtig fett groovt (“Blown Deep). Perkussions, Effekte und eine dicke Beats sorgen von Anfang an für extremen Spaß auf der Tanzfläche. Deepness ist ein weiterer Faktor, mit dem sie gekonnt umzugehen wissen (“Confused Lines“, “Trijazz“). Ethnoelemente (“Ordinary Africa“) gehören ebenso zum Repertoire wie moderne Discobouncer (“Nano Ride“). Gewisse Abstriche sind bei karnevalistisch veranlagten Tunes (“Ramba Zamba“) zu machen. Ansonsten hätte auch Hanne & Lore und Konsorten sicherlich viel Freude bei den elf Tracks dieses veritablen Longplayers, der als Zugabe eine Mix-CD der Einzeltitel parat hält. Überraschend. 7 Points Carsten Becker   ...

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Lukas Greenberg – Essence Of Me (Plastic City)

Nach Hip Hop, folgte bei Lukas in den 90ern der Schritt Richtung House und Techno. Auf seinem dritten Longplayer, beglückt er uns wiederum mit einer Mischung aus gefälligem House und Downtempobeats. Der Sound ist kristallklar produziert, ihm wohnen prägnante kompositorische Elemente inne. Zudem wagt er sich an den Timmy Thomas Hit “Why Can’t We Live Together“ mit feinem Gespür heran und setzt den Klassiker modern sehr gut ins Licht. Der variable Wechsel von Stilen und Emotionen ist der große Pluspunkt von Lukas Greenberg, der zwar keine bahnbrechenden Neuigkeiten verkündet, aber ein prima Album vorlegt, das sich bestens in den Sound der Plastic City Familie einpasst. 6 Points Carsten Becker ...

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Lovelock – Burning Feeling (Internasjonal)

Mit „Burning Feeling“ zeigt Lovelock, dass es möglich ist, elektronische Musik zu produzieren, die für die ganz großen Gefühle taugt. Seine Mixtur aus Disco, 80s und sanftem Pop geht unter die Haut. Mal zurückgelehnt-relaxt, mal treibend zieht Lovelocks Sound seine Kreise. Dabei schafft er es, dass keins der acht Stücke nach Retro klingt. Im heimischen Wohnzimmer sowieso ein fantastisches Album, werden die Tanz-affinen Tracks „Burning Feeling“, „Maybe Tonight“ und „Love Reaction“ auf den entsprechenden Floors für Euphorie sorgen! An Internasjonals neuem Album „Burning Feeling“ kann man sich berauschen. Wer Interesse an schwärmerischen Klangcollagen und Melodien hat, sollte zugreifen. 8 points....

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Lazlo (ChinChin)

Das ChinChin Label steht für einen jazzinfizierten Dancesound, der in den letzten Jahren stark an Popularität zugenommen hat (wie man auch an dem überwältigenden Erfolg von Caro Emerald erkennen kann). Das Album von Paul Hezard wird diesen Trend verstärken, denn er hat ein unnachahmliches Gespür für feine Jazzelemente, die er gekonnt in den Dance und Housekontext einbettet. Es reicht allein den Opener “Sucette“ zu hören, um zu begreifen, wie hervorragend das umgesetzt wird. “Les Yeux Noirs“ im Lazlo Remix greift die dicke Bassline und den flatschigen 2/4 Claps von Daniel Steinberg (Arms & Legs/Berlin) auf bzw. orientiert sich an Supdub Klängen und sorgt für massiven Swing auf der Tanzfläche. Die Verbindung von modernen Danceelementen und jazzigen Sounds (hier sei beispielhaft der Klassiker “It Don’t Mean A Thing“ genannt), macht den Reiz dieser Musik und dieses Albums aus. Herrlich. 8 Punkte Carsten...

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Kris Menace – Electric Horizon (Compuphonic)

Gut drei Jahre nach seinem Erstlingswerk „Idiosyncrasis“ erscheint am 16. April das zweite Kris Menace Album „Electric Horizon“. Handelte es sich 2009 noch um so eine Art „Best Of“ des bisherigen Schaffens, das ganze drei CDs in Anspruch nahm, muss man sich diesmal mit lediglich einer zufrieden geben. Die hat es aber nicht weniger in sich. Was soll man auch anderes erwarten von einem Mann, der schon für Depeche Mode, Kylie Minogue und Robbie Williams geremixt hat und den Spagat zwischen Kredibilität und Mainstream mit einer fast schon unheimlichen Leichtigkeit zu nehmen scheint. Musikalisch erkennt man den aus der Pfalz stammenden Christoph Hoeffel nach wie vor sofort. Druckvoll und glasklar sind die 12 Stücke produziert. Trancig anmutende Soundlandschaften, Synth-Flächen und sphärische Spannungsbögen ziehen einen sofort in ihren Bann. Paradebeispiel dafür ist die erste Single „Falling Star“. Aber auch alle anderen Stücke haben dieses gewisse Etwas an Mystik und schnörkelloser Reinheit. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, aber diese Gratwanderung zwischen House und Trance kreiert wirklich etwas Einzigartiges. Die straighten Beats und warmen Piano-Chords von „Fly Me To The Moon“ könnten zum Beispiel auch einen Nu-Disco-Track einleiten. Was dann aber außenrum an Sounds und Flächen so passiert gibt dem Song wieder eine ganz andere Richtung und macht ihn zu etwas ganz Außergewöhnlichem. Erstaunlich auch, wie man so viel Atmosphäre ganz ohne Gesang erreichen kann. Alle Titel sind Instrumentals. Dies erklärt...

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