Autor: Nicole Ankelmann

Roosevelt – Mehr als nur ein One-Night-Stand

Welche Emotionen mit der Produktion eines zweiten Albums verknüpft sind, wenn das erste ein internationaler Überraschungserfolg war, weiß Marius Lauber nur zu gut. Nach seiner Zeit als Gitarrist einer Indie-Band und einer längeren Phase als erfolgreicher Club-DJ legte er 2016 unter dem Namen Roosevelt sein selbstbetiteltes Debütalbum vor und fuhr dafür massig Lorbeeren ein. Es folgten Remixe für Chvrches, Glass Animals, WhoMadeWho und Tocotronic sowie ausverkaufte Konzerte auch jenseits des europäischen Marktes. Sein Cover des Womack-&-Womack-Klassikers „Teardrops“ bescherte ihm sogar eine familiäre Ehrenmitgliedschaft. Für Lauber – selbst gerade erst 28 Jahre alt und damit zwei Jahre jünger als die...

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Dachshund – Beständigkeit und Irrsinn

Angesichts seines ungewöhnlichen Künstlernamens mag man denken, Olivier Dorets käme aus dem deutschsprachigen Raum. Stattdessen aber lebt er im französischen Teil der Schweiz, und zwar im wunderschönen Genf. Angefixt durch die elektronische Musik der späten Neunziger, belegte er am renommierten Konservatorium seiner Heimatstadt einen Kurs in „Electroacoustic”, bei dem er unter anderem am modularen Roland-System-100M lernte. Aufgezeichnet wurde auf Magnetband, Software wie Studio Vision kam zum Einsatz. So begann die Geschichte von Dachshund. Inzwischen führt Oli mit Clapper sein eigenes Label, ist viel unterwegs und 2012 erschien mit „Eleven Riddims” sein Debütalbum auf dem Berliner Label Highgrade. Jetzt, fünf...

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Hurts – Desire (Sony BMG)

Denke ich an Hurts, denke ich an deren Anfänge. Cooler Look, cooles Auftreten, coole Musik voller Achtziger-Zitate. Das war vor rund sieben Jahren. Seither hat sich einiges getan. Vor allem an seinem Sound hat das Duo aus Manchester geschraubt, ihn immer mehr in Richtung Pop getrieben. Die Band, die einst aus der Not heraus entstand, weil nichts anders funktionieren wollte – ein letzter Versuch quasi – ist heute eines der erfolgreichsten Pop-Duos überhaupt. Und hier macht auch Album Nr. 4 keinen Unterschied. „Desire“ strotzt vor Pathos, eingängigen Melodien und großen Gesten. Das muss man mögen, oder man hasst es....

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Hurts – Raus aus der Komfortzone

Meine erste Berührung mit Hurts fand auf beziehungsweise vor der Bühne des Kölner Gebäude 9 statt, irgendwann im Herbst 2010. Die Gästezahl überschaubar, der Bühnenaufbau sowieso. Wenig pompös, eher unterkühlt. Und optisch wie akustisch voller Achtziger-Zitate: Eng sitzende Anzüge, akkurate Kurzhaarschnitte, ernste Blicke und ausladende Gesten präsentierten unterkühlten Synthie-Pop. Erinnerungen an Bands wie Ultravox, Heaven 17, Pet Shop Boys, Tears for Fears und New Order wurden seinerzeit wach. Seither ist bei Hurts viel passiert. Die Anzüge sitzen noch immer, die Haare liegen, doch mit dem wachsenden Popappeal ihrer Musik wuchs die Menge der Menschen, die die Konzerte von Theo...

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Fink – Resurgam (R’COUP’D/Ninja Tune)

Für sein sechstes Studioalbum hat sich der ehemalige DJ Fin Greenall in die heiligen Hallen von Großmeister Flood gewagt. In seinem Studio entstanden schon so manch legendäre Alben wie Depeche Modes „Violater” und „Songs Of Faith And Devotion” und „Mellon Collie And The Infinite Sadness” von den Smashing Pumpkins. Das kann einem schon mal Respekt einflößen. Was Flood – wie bei all seinen Arbeiten zuvor – gelungen ist: Fink klingen wie Fink, nur irgendwie anders. Waren die letzten beiden Longplayer noch unter der Leitung von Billy Bush (Garbage, Beck) entstanden und eindeutig auf Pop ausgelegt, macht „Resurgam” zwei Schritte...

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