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Ralf Stritt bewegt sich mit seinem Projekt Chogori zwischen Jazz und Elektronik im Electronica-Umfeld. Das gelingt ihm mit vielschichtigen Ansätzen recht gut und bietet interessante Einblicke für den Hörer. Während mir der Einstieg etwas zu elektronisch gewählt erscheint, gewinnen die handgemachten Downbeats von “Plates“ an Bedeutung. Ein schön gezupfter Jazzbass dreht die Platte in eine neue Richtung (“Rhymes“), die sich auf “Freiflug“ fortsetzt. Die folgenden elektronischen Ergüsse missfallen (“Depatch“) und zeigen, dass die Expertise von Ralf & Co. eher im Jazz als im Elektronikumfeld zu veranschlagen ist, wie der Ausklang mit dem funky “Back“ und dem wunderbar getragenen “Chogori“ belegen. Geteilte Meinung, halbe Punktzahl. 5/10, Cars10.Becker.