gianni_callipari
Seit der Jahrtausendwende steht die Marke Nordstern in Basel für Clubbing auf hohem Niveau. Mit erstklassigem Programm bedient der Nordstern Woche für Woche die mit rund 165 000 Einwohnern nicht gerade überaus große Stadt in der Schweiz. Beeindruckend seit vergangenem Jahr auf bzw. in einem Schiff gelegen, präsentieren die Verantwortlichen auch nach diesem Umzug namhafte Akteure aus zahlreichen Genres. Das Sounddesign, welches ein System von L-Acoustics und WSDG beinhaltet, ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und trägt zum internationalen Renommee des Clubs bei. Bereits seit anderthalb Dekaden besteht die Marke in der Schweizer Szene.

Gianni Callipari, seines Zeichens Resident im Nordstern, ist bereits seit elf Jahren Teil des Innercircle. „Vor ca. elf Jahren, als ich 18 Jahre alt war, durfte ich erstmals im Nordstern spielen. Ich erinnere mich noch gut daran. Auf der ,Herzfrequenz 125bpm’-Party feierte ich mein Debüt. Ich hab Gregory, den Gründer des Nordsterns, im Plattenladen kennengelernt und er hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, ein Intro zu spielen. Und damit hat für mich auch generell alles angefangen.“ Während im Club früher noch legendäre Drum-’n‘-Bass- und Goa-Raves abgehalten wurden, liegt der Fokus dieser Tage auf der Range zwischen House und Techno. Er erinnert sich an zahlreiche Acts, mit denen er zum Teil auch zusammen gespielt hat. „Die Liste ist sehr lang, besonders in Erinnerung geblieben sind aber sicherlich Seth Troxler, Ricardo Villalobos, Zip, Loco Dice, Marco Carola, Luciano, Richie Hawtin, Sven Väth, The Martinez Brothers und Sonja Moonear. An das b2b mit Andrea Oliva denke ich sehr gerne zurück, das hat von Anfang bis Ende gepasst.“ Zum Geburtstag von Luciano spielte Callipari sein längstes Set, das ganze acht Stunden dauerte. „Wer jedoch den Rekord hält, weiß man nicht. Fakt ist, dass hier sehr viele DJs gerne weit über die Standard-Dauer von zwei Stunden hinaus spielen.“ Für ihn machen vor allem die Location und die damit verbundenen Möglichkeiten den Nordstern so besonders. „Der Club liegt seit dem Umzug 2016 auf dem Wasser, im Bauch eines ca. 100 Meter langen Schiffs, und verfügt über drei Etagen: den erwähnten Clubraum, den Miniclub im Hauptdeck und den Open-Air-Floor auf dem Oberdeck. Man könnte mit dem Nordstern theoretisch auch in London, Amsterdam, auf Ibiza oder sonst wo anlegen. Das ist einzigartig und macht den Unterschied zu so ziemlich allen Clubs auf der Welt aus. Da sich Basel an der Grenze zu Frankreich und Deutschland befindet, hat es auch ein sehr gemischtes und interessantes Publikum. Die Liebe zum Detail und natürlich das massive Soundsystem, das schon kurz nach Inbetriebnahme legendär war, machen den Nordstern aus. Das Gesamtpaket stimmt.“ Mit einer 24-Stunden-Lizenz ausgestattet, ist man in Sachen Veranstaltungsdauer äußerst flexibel, sehr zur Freude der am Morgen anwesenden Gäste. Ausufernd war es auch beim Closing an der alten Wirkungsstätte. „Die Schließung des Nordsterns an der alten Adresse 2016 war hochemotional. Das werde ich ewig in Erinnerung behalten. Und natürlich die Eröffnung vom neuen, jetzigen Nordstern auf dem Schiff. Dabei hat man keinerlei Um- bzw. Abbruch hinsichtlich des Hypes bemerkt, den der Club seit Jahren generiert. Dazu gehört sicherlich auch der Anspruch an ein gutes Programm, auf Qualität in sämtlichen Bereichen und auf das Wohlbefinden der Gäste wird geachtet. Es sollen alle Spaß haben. Und selbstverständlich stehen der Sound und die Anlage im Zentrum: Wenn man über den Nordstern redet, dann fällt immer das Statement: ,Ach … der Club mit dem massiven Soundsystem.’“ Anzutreffen ist Gianni Callipari rund zweimal im Monat, das nächste Mal am 21. Januar zur eigenen Reihe „out of body“ mit Archie Hamilton und Mirko Loko.

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