Dessous – Best Kept Secrets (Dessous)

Pssst … Da kommt das Poker-Flat-Sublabel Dessous mit seinem großen Mantel die Straße entlang geschlichen, schaut sich kurz um und zieht eine Doppel-CD aus der Innentasche hervor, die mit einem wissenden Gesichtsausdruck überreicht wird. Hier – das gute Zeug. Ein bisschen aufgeregt, aber doch in freudiger Erwartung geht man nun eiligen Schrittes nach Hause und legt mit zittrigen Händen die erste CD in den Player. Und direkt bei den ersten Takten von Phoniques „Worked it Out“ im Charles Webster Remix ist klar: das IST das gute Zeug. Das ist sogar noch besser, als man erwartet hätte. Denn was sich...

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Karneval der Verpeilten – Mukke (Force Tracks)

Seltsames Ding, was sich Force Tracks da ausgedacht hat. Max und Moritz präsentieren: Karneval der Verpeilten – Mukke. Zugegeben nicht ganz mein Humor, aber wenn man sich die Compi mal anhört, erschließt sich das Konzept dann doch irgendwie. Denn die hier zusammengestellten Titel sind doch größtenteils irgendwie schräg, mal frickelt ein Rico Loop Beatbox-artige Schnipsel zusammen, mal schunkelt Sven Dohse einen Jahrmarkt-Loop übers Parkett, hier stellt Pilocka Krach fest, dass Prostituierte für Geld mit beliebigen Personen kopulieren, dort leben Girls United heimliche 80er-Jahre-Fantasien aus. Und so seltsam und sonderbar manche Beiträge doch auf den ersten Blick erscheinen mögen, so passen sie doch alle irgendwie zusammen. Für akustischen Tesafilm sorgen vielleicht auch die vielen, dann auch angenehm unalbernen Tracks von Autotune, Jake The Rapper, The Dose oder Metope, und wer hätte das gedacht? – Ist das doch ne wirklich runde und gut hörbare Compilation geworden, die vielleicht etwas… öhm… „anders“ ist, als das meiste, was so auf dem Markt ist, aber das muss ja nicht immer schlecht sein. Mir gefällts. (5/6) Sanomat Anspieltipps: Rico Loop – Wohin Du Willst Sven Dohse – Squash Jake The Rapper – Alpine...

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Cadenza Contemporary & Cadenza Classics (Cadenza CD 02)

Okay, liebe Cadenza-Anhänger, ich weiß, ihr werdet diese Doppel-CD mit den aktuellen Hits des Labels, gemixt von Luciano persönlich, sowie der zweiten CD, auf der das Beste aus den ersten sechs Vinyl-Veröffentlichungen zusammengestellt wurde, sowieso kaufen. Allen anderen muss ich leider mit einer bekannten Floskel kommen; ihr ahnt es schon – früher war alles besser. Denn was sich trackmäßig auf der „Contemporary“-CD tummelt, kann man als gemeiner Musikkonsument ohne rosarote Minimal-Brille auf der Nase weitestgehend wirklich nur noch als enttäuschend und durchschnittlich dahinplätschernd bezeichnen. Dabei zeigt doch direkt die „Classics“-CD nebenan, dass man anscheinend durchaus mal wusste, wie man intelligente, ausgeklügelte und wegweisende Minimal-Tracks produziert. Dass der Infozettel von einer „ständigen Weiterentwicklung“ des Cadenza-Sounds spricht, mag sich mir wirklich nicht recht erschließen, Entwicklung vielleicht, aber die Richtung stimmt irgendwie nicht. So bleibt für mich in erster Linie die (immerhin wirklich gute!) CD 2 mit den Classics, CD 1 schenke ich vielleicht meinem Nachbarn, der rennt in letzter Zeit immer mit so nem komischen Schal durch die Gegend. (4/6) Sanomat Anspieltipps: Luciano & Quenum – Orange Mistake N.S.I. – Max Binski Luciano –...

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Southern Fried & Tested

„The Whole Church should get drunk“ fordert eine Stimme im Intro und selbst wenn man sich gerade nicht in einer solchen Lokalität aufhält, scheint ein gepflegter Leicht- oder Vollrausch im Kreise seiner Freunde die ideale Voraussetzung zu sein, um sich in diesem musikalischen Wahnsinn zurecht zu finden. Norman Cook, manchen auch bekannt als Fatboy Slim, hat sich für die erste CD im Bunde sein Mighty-Dub-Katz-Kostüm angezogen und schickt in bester Brighton Beach-Manier einen Kracher nach dem nächsten durch die Boxen der geneigten, angeschickerten Festgemeinde. Und ganz wie man es erwarten darf, gibt es einen Streifzug durch seine Disco House-Archive, gespickt mit allerlei Big Beat-Experimenten und natürlich immer mit den nötigen „Put your hands in the air!“-Anfeuerungen. Das ist schräg, das ist auch ein bisschen debil und man muss immer irgendwie aufpassen, dass nicht die niedersten Instinkte in einem plötzlich Überhand nehmen. Aber für eine gelungene, nicht allzu anspruchsvolle Sause im Partykeller oder einer Kirche nach Wahl, genau das richtige Material. Mööööp! (5/6) Sanomat Anspieltipps: Percy Filth – Show Me Your Monkey Mighty Dub Katz – Let The Drums Speak Mighty Dub Katz – Just another...

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Onitor – Stadtmusik (Onitor / Kompakt)

Wer den Output des Köln-Stuttgarter Labels Onitor verfolgt hat, dem wird in letzter Zeit insbesondere die „Stadtmusik“-Reihe aufgefallen sein. Auf insgesamt vier 12-Inches haben sich Künstler aus Köln, Stuttgart, Buenos Aires und Toronto zusammengefunden, um ihre musikalische Vision ihrer Heimatstadt auf Vinyl zu bannen. Für alle, die diese Reihe damals verpasst haben, oder möglicherweise gar keinen Plattenspieler ihr eigen nennen, versammelt Onitor diese Beiträge nun auf einer schicken Doppel-CD, packt noch ein paar Bonus-Tracks dazu und zaubert so – quasi nebenbei – eine der gelungensten Compilations des Monats. Musikalisch breit gefächert geht die akustische Reise durch Minimal- und Dub-Techno-Welten, an housigeren Klängen vorbei und sogar kleine Elektro-Breaks gibt es zu hören. Dankenswerterweise kommt die Compilation komplett ungemixt, so dass auch CDJs damit ordentlich was anfangen können und werden – durchweg tolle Tracks, durchweg eine tolle Zusammenstellung. (6/6) Sanomat Anspieltipps: Ada + Metope – Colony Hagedorn – Gtdwn Jeff Milligan – Convenience...

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Pop Ambient 2007 (Kompakt)

Eine Leidenschaft von Kompakt ist seit jeher das Ambient-Genre. So erscheinen nicht nur immer mal wieder hervorragende Listening-Alben wie zuletzt das tolle „Music to fall asleep“ von Klimek, sondern bereits seit 2002 im jährlichen Turnus die Reihe „Pop Ambient“. Auch auf der 2007er-Ausgabe gibt es allerlei einlullendes und größtenteils beatloses Material von Artists wie Popnoname, Markus Guentner, Thomas Fehlmann oder auch Kompakt-Chef Wolfgang Voigt selbst zu hören, der sich ja nun schon seit einiger Zeit aus dem aktiven Produzententum verabschiedet hat, hier aber noch ein mal unter seinem „Gas“-Pseudonym klarstellt, wie vielfältig sein mittlerweile zum Imperium angewachsenes Unternehmen in...

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Michael Mayer – Immer 2 (Kompakt)

Mix-CDs von Michael Mayer sind für mich immer ein Grund, genauer hinzuhören, denn neben dem gewohnten und von mir durchaus auch geschätzten Kompakt-Sound gibt es immer einige Überraschungen in Punkto Sound. Da steht nicht einfach das von vielen sicherlich erwartete Etikett „Minimal“ drauf – ganz im Gegenteil – atmosphärische, fast Basic-Channel-affine Geräuschtracks treffen auf jazzige Elemente, Detroit, Neo-Trance, Italo- und Schunkeldisco (Ein Hoch auf Herrn Köhncke!) und bei Supermayers Remix von Geigers „Good Evening“ kommt zu allem Überfluss noch mal grandioses Oldschool-Feeling auf – ich wusste gar nicht, dass es diesen Drumloop überhaupt noch gibt. Tolle Zusammenstellung, eindrucksvoll gemixt...

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Poker Flat Volume 5 – Bets ’n‘ Bluffs (Poker Flat)

Einen runden Geburtstag gibts im Hause Poker Flat zu feiern, denn die mittlerweile fünfte Ausgabe der immer wieder heiß erwarteten Labelcompilations steht ins Haus, die wieder einmal eine Bestandsaufnahme des aktuellen Sounds rund um Steve Bugs Erfolgslabel gibt. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausgaben darf man hier allerdings feststellen, dass der Trend in letzter Zeit eindeutig zum noch sehr viel reduzierteren Minimal-Sound ging, regelrechte Tech-„Songs“, wie auf anderen Ausgaben en masse zu finden, sind hier eher Mangelware geworden. Ob diese Entwicklung nun positiv zu werten ist oder nicht, darf jeder selbst entscheiden. Ich erfreue mich jedenfalls an Nummern wie dem herausragenden „Asanebo“ von John Tejada oder Steve Bugs „Smackman“ auf CD 2, die wieder einmal als gemixte Bonus-CD daherkommt, für die sich diesmal erneut Martin Landsky verantwortlich zeigt. Für mich persönlich zwar die bisher schwächste Poker-Flat-Compilation, aber selber hören macht ja bekanntlich klug. [4/6] Sanomat Anspieltipps: John Tejada – Asanebo Steve Bug – The Smackman Martin Landsky – 1000...

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Dirt Crew Presents: Collection 01 (Dirt Crew / Wordandsound)

Zum zweiten Geburtstag der dreckigen Bande schmeißen Owner James Flavour und Break 3000 eine Compilation in die Runde, die einen umfangreichen Über- und Einblick in das bisherige Schaffen des Labels gibt. Soundmäßig weiß man selbstverständlich, was einen erwartet – gefälligen und ungemein funktionellen Minimal Tech-House von Haudegen wie James Flavour, Tigerskin, Prudo, Adultnapper, Martinez, Sasse und natürlich auch der Crew selbst. Da groovt und knarzt es, Melodien treffen auf knackige Acidlines und selbst Band-Feeling darf bei Mashes „Dreech“ aufkommen. Da hört man doch gerne hin. Als besonderes Bonbon haben die Herren Flavour und 3000 gleich acht exklusive Tracks gesammelt, die man erstmals auf dieser Compilation zu Ohr bekommt. Sehr kurzweilige Zusammenstellung und ideal geeignet, um einen richtig lahmen Partyabend elegant in die Gänge zu bringen. Empfehlung! [5/6] Sanomat Anspieltipps: Prudo – Ancora No (Spirit Catcher Remix) James Flavour – Da Ride (Jimpster Remix) Mash –...

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Sub Culture – Electronic Clubtunes Vol.1 (ZYX)

Folgende Geschichte ist frei erfunden: Herr Stanton sitzt zu Hause und denkt sich: „Mensch, jetzt hab ich schon so ne tolle Sache wie Final Scratch erfunden, warum bring ich nicht mal ne Mix-CD raus? Am besten, ich lass mir mal von irgendner kompetenten Zeitschrift unter die Arme greifen. Was gibts denn da… hmm… Raveline…? Ach nee komm, ich ruf mal bei der Sub Culture an.“ Ein Telefonat und zwei Postsendungen später haben die DJs Gimbel und Leucht jeder ein feistes Hardwarebundle im Studio stehen sowie einen von Herrn Stanton persönlich überreichten Persilschein, alles vermixen zu dürfen, was momentan so angesagt ist. Dementsprechend attraktiv ist dann auch die Trackauswahl, alle Artists, die in letzter Zeit im Tech-House-Business so auf sich aufmerksam gemacht haben, findet man hier wieder – Landsky, Chardronnet, Tiefschwarz, Dahlbäck, Tejada, Oxia, Booka Shade… you name it. Auch das Mixing ist erwartungsgemäß fehlerfrei, Beatmatch-Software sei Dank. Am Ende freut sich dann auch Herr Stanton über die zwei hittigen Silberscheiben, die ZYX ab sofort für den geneigten Gelegenheits-Technofreund bereithält und setzt sich am Ende einer langen Woche wieder zufrieden in seinen Sessel. Hurra! [5/6] Sanomat Anspieltipps: Martin Landsky – 1000 Miles Cosmic Sandwich – Man in a Box (Chardronnet Remix) H-Man – Manga (Oxia...

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Crosstown Rebels Vol.1 – Mixed by Damian Lazarus (Crosstown Rebels)

Dienstag, 11:34 Uhr, Raveline-Redaktion Datteln. Herr Sanomat sitzt nichtsahnend vor seinem Rechner und surft heimlich privat im Internet, als nach der X-ten Klickerklacker-12″ plötzlich eine CD eingelegt wird. Schmoov gehts los, Ohren werden von Durchzug wieder auf Empfang gestellt – atmosphärisch, trotzdem funky und treibend – klasse! Was ist das? Crosstown Rebels Compilation? Gemixt von Damian Lazarus? Schick, schick. Gleich der erste Track, das bisher unveröffentlichte „City Boy“ der schwedischen Formation Minilogue packt mich sofort und würde mich prinzipiell zu einem Druck auf die Repeat-Taste verleiten, wenn denn nicht noch so viel gutes Zeug mehr von Lazarus zusammengestellt worden wäre. Presslaboys, André Kraml, Frankie Flowerz, Kiki & Silversurfer, Jennifer Cardini, Pier Bucci im Eulberg Remix – alles da, was bei Crosstown Rebels irgendwann mal relevant war und natürlich immer noch ist. Ich gehe mit dem Begriff „Lieblingsplatte“ in letzter Zeit ja wirklich etwas inflationär um, aber diese CD dreht sich nun auch schon einige Zeit in meinem heimischen Abspielgerät und ich kann wirklich nur sagen: tolle Zusammenstellung, perfekt gemixt, kurzweilig und doch nachhaltig. Unbedingt anhören. [6/6] Sanomat Anspieltipps: Minilogue – City Boy Matt Tolfrey & Craig Sylvester – Acix Pier Bucci – L´Nuit (Dominik Eulberg...

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Kassem Mosse and Boys ´r´ us – We call it Mikrodisko (Mikrodisko 01)

Soso, das nennen die Jungs also Mikrodisko. Ein nicht abwegiger Name, wenn man sich diese Erstling-Minicompi mit Tracks von Kassem Mosse, Volt.Ctrl und Boys´r´us anhört. Mal minimal, mal experimentell, aber leider nie wirklich so, dass ich die Platte unbedingt noch mal spielen will. Hier groovt nix, der Sound ist mupfelig und auch die Experimentaltracks machen mich leider gar nicht an. Der Waschzettel kündigt als nächste VÖ „empörend tanzbares“ Material an – denn mal los Jungs, da muss einfach mehr kommen. [2/6]...

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