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1P-LSD (1-Propionyl-D-lysergsäurediethylamid) hört sich ähnlich an wie LSD und ist es auch. Es ist eine psychotrope Substanz mit psychedelischer Wirkung. Es ist ein Analogon zu LSD. Als Analogon bezeichnet man in der Chemie Stoffe, die strukturelle oder funktionelle Ähnlichkeiten haben. Da dies eine sehr neue Droge ist, können nur Vermutungen aufgestellt werden. Bei 1P-LSD wird vermutet, dass es sich um eine Prodrug handelt. Das wiederum sind Drogen oder Medikamente, die erst im Körper den eigentlichen Wirkstoff metabolisieren. Es ist ein Um- oder Abbau einer chemischen Substanz im Rahmen des Stoffwechsels. Prodrug 1P-LSD wird also im Körper zu LSD. Daher auch die starke Ähnlichkeit. Eingenommen wird es üblicherweise als Pappe (ein Fetzen Löschpapier auf dem flüssiges 1P-LSD geträufelt wird).

Wirkung von 1P-LSD
Im Vergleich zu LSD dauert es ein kleines bisschen länger bis der Trip einsetzt. das hat damit zu tun, dass es als Prodrug im Körper erst umgewandelt werden muss und dann der Wirkstoff von LSD freigesetzt. Erste Erfahrungsberichte sagen, dass die Wirkung kürzer und schwächer ist. Manche reden davon, dass 1P-LSD „freundlicher“ sei als das Original. Da die Wirkung sehr psychotrop ist, sollte man mit 1P-LSD nicht umgehen, als sei es weniger harmlos als LSD.
Wie schon erwähnt, kommt es LSD sehr nahe. Intensivere Gefühle, erweitertes Bewusstsein, verschärfte Sinne, analytisches Denken und starke Empathie treten ebenso auf wie bei LSD. Auch der halluzinogene Effekt sei nicht von der Ursprungssubstanz zu unterscheiden. Solche Erfahrungsberichte sind immer subjektiv zu verstehen und es sind keine genauen Angaben zu der eingenommenen Dosis gemacht worden. 

Nebenwirkungen und Risiken
Das höchste Risiko, das 1P-LSD mit sich bringt ist, dass es sich um eine kaum erforschte Substanz handelt. Da es so neu ist, sind wenige Berichte veröffentlicht und unklar, ob es langfristig andere Folgen hat als LSD. Da es aber dem LSD so ähnlich ist sind auch die bekannten Gefahren ähnlich. Der Trip kann sich ebenso zu einem Horrortrip gestalten wie bei der Einnahme zu LSD. 1P-LSD kann ebenso Psychosen und Traumata auslösen, besonders gefährdet sind Menschen, die psychisch labil sind. Die Ich-Auflösung und das Verschmelzen von Subjekt und Objekt ist keine Seltenheit und nicht jeder ist dazu in der psychische Verfassung das zu verarbeiten und später wieder klar zu kommen.
Ein psychedelischer Trip ist immer eine tiefen psychologische und sehr intensive Erfahrung, man sollte vorher genau in sich hineinhören, ob man dieser Erfahrung gewachsen ist. Das Set und Setting spielen dabei eine wichtige Rolle. Das Hier und Jetzt, die Personen, die einen umgeben und das eigene innerliche Befinden sollten stimmen, damit sich diese Substanz positiv auswirkt. Bei zu hoher Dosierung kann man als Konsument die völlige Kontrolle über sein Denken und Handeln verlieren.
Wie bei allen Drogen ist mit Mischkonsum vorsichtig umzugehen.
Trinkt man zusätzlich Alkohol kann es dazu kommen, dass durch die enthemmende Wirkung des Alkohol und der empathogenen Wirkung von 1P-LSD ein Redeschwall eintritt, in dem ihr Dinge erzählt, die ihr lieber für euch behalten hättet.
Nimmt man dazu Dissoziativa (z.B. Ketamin) kann es zu heftigen Verwirrtheitszuständen kommen, außerdem kann es sich auf mit Herzrasen, Bluthochdruck u.ä. körperlich auswirken.
Andere Psychedelika verstärken den Effekt und ist wirklich nur etwas für sehr triperfahrenen Menschen. Es kann sich unvorhersehbar intensiv auswirken.
Nimmt man dazu MDMA oder Ecstasy kann es dazu kommen, dass man beim Abklingen der Wirkung von MDMA oder Extasy schlecht bis leicht depressiv gestimmt ist, dieser Zustand wird durch 1P-LSD intensiviert.
Gefährlich kann es mit MAO-Hemmer (zählen zu Antidepressiva) werden. Die Wirkung kann extrem verstärkt werden und außerdem weiß man, dass mit MAO-Hemmer gewisse Lebensmittel lebensgefährlich werden. Weil die Droge so unerforscht ist, diese Kombination bitte nicht ausprobieren!
Als Trip-Stopper und zur Abschwächung eines Trips eignen sich Benzodiazepine. Die versprechen nicht, dass der Trip voll und ganz aufhört und auch nach einer Abschwächung sind Folgen wie Traumata und Psychosen möglich.
1P-LSD macht nicht süchtig. Normalerweise nimmt die Lust nach häufigem Konsum von selbst langsam ab.

Rechtslage
1P-LSD unterliegt in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Man kann es sogar legal online bestellen. In Ländern wie Dänemark, Schweiz und Schweden ist es wegen der Ähnlichkeit zu LSD illegal.

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