Cannabis_sativa

Das ist THC

Cannabis ist eines der heißesten Themen des Sommers. Viele Politiker wollen Cannabis legalisieren. In und Bremen und vor allem in Düsseldorf steht es kurz bevor – wir hatten hier darüber berichtet. Sei es, um junge Wähler von ihrer Weitsicht zu überzeugen oder sei es, selbst mal ordentlich einen ‚durch zu ziehen‘. Das Wichtigste an Cannabis ist Tetrahydrocannabinol kurz THC. Es zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der hauptsächlich rauschbewirkende Bestandteil von der Hanfpflanze Cannabis.

Wir haben für euch mal zusammen getragen, was THC ist und wie es wirkt.

THC wurde in Israel isoliert. 1964 war das. Gewonnen wird THC hauptsächlich aus der Hanfpflanze. Besonders reich an THC sind im Übrigen die unbefruchteten weiblichen Blütenstände (etwa 6 bis 20 %), der THC-Gehalt der übrigen Pflanzenteile ist weit geringer (knapp 1 %). In den Samen der Pflanze ist gar kein THC enthalten. Die Blätter nahe der Blüte enthalten etwa 5–6 % THC. Männliche Pflanzen haben im Unterschied zu weiblichen einen sehr geringen THC-Gehalt.

Sofern THC durch Cannabis-Konsum aufgenommen wird, ist die häufigste Konsumform das Rauchen von Haschisch oder Marihuana pur oder gemischt mit Tabak als Joint. Häufig wird THC-haltiges Material auch mit Hilfe speziellen Rauchzubehörs wie Bongs und Pfeifen geraucht oder mit dem Vaporizer verdampft und inhaliert. Daneben wird THC auch in Speisen und Getränken verarbeitet: THC kann in fettreichen Nahrungsmitteln wie Milch, Kuchen, Muffins verarbeitet werden.

Bei Rauchinhalation gehen ungefähr 20 % des im Rauch vorhandenen THC ins Blut über, oral nur etwa 6 %. THC geht vom Rauch sehr schnell ins Blut über, hierbei ist die Entwicklung der Plasmakonzentration mit intravenöser Einnahme vergleichbar. Bei oraler Einnahme in Form von Sesamölkapseln ist die Wirkung wegen des First-Pass-Effekts vermindert, die Bioverfügbarkeit beträgt nur etwa 10 bis 20 %, die höchste THC-Konzentration wird nach etwa zwei Stunden erreicht.

Die THC-Konzentration im Gehirn erreicht nach rund 30 Minuten ihr Maximum.

Psychische Effekte treten bei folgenden Dosierungen auf: 30–50 μg/kg intravenös, 50 μg/kg bei Rauchinhalation, 120 μg/kg oral. Bei Rauchinhalation geringerer Mengen THC (5–7 mg) überwiegt die beruhigende Komponente, bei Mengen von 15 mg oder darüber überwiegt Vigilanz, die sich bis zu psychotischen Zuständen steigern kann.

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