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Ende September findet auf Ibiza wieder die Verleihung der DJ Awards statt und in diesem Jahr ist es ein ganz besonderes Event, denn die Awards feiern ihren 20. Geburtstag – herzlichen Glückwunsch.
Zu den Nominierten in der Kategorie „Deep House“ – einen Überblick über alle Kategorien und Nominierten findet ihr HIER – gehört der Watergate-Resident Matthias Meyer, der noch nicht zu den ganz alten Hasen auf der Baleareninsel gehört und der im letzten Jahr die 20. Ausgabe der „Watergate“-Mixreihe abgeliefert hat. Wir haben ihm ein paar Fragen rund um die Awards, Ibiza und kommende Pläne gestellt:

Hallo Matthias, wie begann deine Beziehung zu Ibiza?

Es begann vor 3-4 Jahren, als ich gefragt wurde, auf einer party von Luciano zu spielen. Aber es war nur ein kurzes Intermezzo – auflegen und wieder zurück. ich bekam nicht wirklich eine Chance, Ibiza wirklich zu erleben. Ich war sehr bedacht darauf, wiederzukommen. Im letzten Jahr war dann soweit, ich spielte für H.O.S.H. im Heart Ibiza und später auf der Geburtstagsparty für Hot Since 82 und konnte nun das Ibiza-Feeling erleben. Es endete damit, dass ich auf den Afterpartys spielen konnte, fünf Stunden ununterbrochen in wunderschönen Villen. Danach hat mich Hot Since 82 gefragt, ob ich Resident seiner „Labyrinth“-Partys im Pacha werden möchte.

Wenn du etwas Freizeit hast auf Ibiza, was sind deine liebsten Orte, um abzuschalten?

Ich bin ein totaler Strandfan, also würde ich jede Chance nutzen, einen Strand aufzusuchen. Ich miete mir dann einen Wagen und suche mir dann einen ruhigen und nicht so bekannten Spot. Ich mag vor allem den Norden der Insel. Nach dem Strand würde ich dann ein Fischrestaurant aufsuchen und beim Essen eine Flasche Rotwein genießen. Ich würde „La Paloma“ in San Lorenzo aufsuchen, für mich das romantischste und beste Restaurant auf der Insel. Was ist auch gerne mag, sind die Säfte im „Elements“ in Benirrás – immer eine gute und gesunde Wahl nach einer langen Nacht.

Die DJ Awards veranstalten jedes Jahr einen DJ- Wettbewerb namens „Bedroom DJ“, um neue Talente aufzuspüren. Was für einen Tipp würdest du jemandem geben, der am Anfang seiner Karriere steht?

Geht zu den Afterpartys und knüpfe Kontakte – oder besser: Veranstalte deine eigenen Partys, um andere DJs kennenzulernen. Das ist effektiver als E-Mails oder Musik an Promoter zu verschicken.

Die DJ Awards feiern zudem in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag und in jedem Jahr gab es den Track der Saison. Welcher ist das für dich in dieser Saison?

Ich muss es sagen, es ist eine Produktion von mir: ein Remix von „Sharzad“ von Butch. Ich habe ihn vor anderthalb Jahren produziert und ihn seit dem immer und immer wieder getestet, bevor er dann in diesem Sommer veröffentlicht wurde. Es ist eine sichere Nummer für DJs, die meine Art von Sound spielen – mit einem langen Intro und einem Break, das die Partycrowd ausflippen lässt, denn der Beat wieder droppt. Er funktioniert immer auf dem Dancefloor und ist im Grunde die Essenz von dem, was ich momentan spiele.

Dein nächstes Release?

ich habe einen Remix für Cristoph gemacht, der Track heißt „Make Out“. Der kommt Mitte September auf dem Label des brasilianischen Superclubs Warung raus. Im Oktober gibt es einen Track von mir auf der „15 Years Watergate“-Compilation, eine Kollaboration mit Ryan Davis namens „Hope“. Der Track ist vom Film „Lion“ inspiriert und ich teste in gerade auf den Dancefloors – mit großen Erfolg. ich freue mich sehr darauf, das er bald veröffentlicht wird. Auch die Compilation selbst wird sehr speziell sein, limitiert und toll verpackt.

Und deine Pläne für den kommenden Winter?

ich bin als Musiker in der glücklichen Position, dass ich viel reise und versuche die kalten tage in Europa zu meiden. Ich habe eine Tour in Australien geplant und ein paar Gigs in Asien, auf die ich mich sehr freue. Und im Januar geht es nach Südamerika. Meine letzten Gigs dort, vor allem in Brasilien, waren pure Magie und ich kann es kaum erwarten, dorthin zurückzukommen.

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Foto: Marie Staggat