„Don’t Be Scared“ lautet der Titel des mittlerweile sechsten Albums des HipHop-Gurus mit viel Liebe zu Elektronik und Soul, DJ Vadim, das am 28. September auf BBE/Alive erschienen ist. Wir haben den Mann, der gebürtig aus Leningrad stammt, in London aufwuchs und auch Berlin und New York inzwischen gut kennt, einmal gefragt, welche Ängste ihn so quälen und wie er derer Herr wird.

Haie
Riesige Kiefer mit messerscharfen Zähnen ruinierten meine einzige Meereserfahrung. Noch immer muss ich oft daran zurückdenken. Daher schwimme ich nie weit von der Küste weg. Selbst wenn ich mich in Gegenden befinde, in denen es definitiv keine Haie gibt, kann ich nichts dagegen tun, dass ich nicht trotzdem an sie denke.

Seltsame Einwohner
Die ländlichen Gegenden einiger Städte wie z.B. Nord- oder Süddakota, Missouri oder Kansas beherbergen zum Teil sehr seltsame Einwohner. Man fährt durch die Straßen, wird regelrecht angestarrt und sofort als Nicht-Mitglied der bizarren Gemeinde entlarvt. Dies beängstigt mich in einer seltsamen Art und Weise. Nicht wie bei Spinnen. Da kann ich mir immer sagen: „Dieser kleine Scheißer ist nur einen Zentimeter groß und nicht in der Lage, mir etwas zu tun, da er nicht einmal giftig ist.“ Aber Menschen? Gerade im mittelwestlichen Teil der USA bin ich mir höchst unsicher, wie diese ticken.

Albtraum
Eines Tages aufzuwachen und feststellen zu müssen, dass alles was mit mir und um mich herum bisher geschah, ein Traum war, den ich im Magazin gelesen habe. Und ich bin ein arbeitsloser Depp, der seinem Glück hinterher rennt. Der Gedanke macht mir beträchtliche Angst …

www.djvadim.com