Drugslab

„Eine halbe oder eine Ganze?“ – „Lieber erstmal nur eine Halbe und abwarten, was passiert.“ Du kennst diese Konversation? Weißt aber gar nicht, warum man vielleicht nicht direkt ein ganzes Teil oder Ähnliches konsumieren sollte? Dann haben wir genau das Richtige für dich! Das, was viele Raver vielleicht uninformiert konsumieren, testen Nellie Benner, Bastiaan Rosman und Dzifa Kusen professionell in ihrem „Drugslab“. Fast 800.000 Abonnenten auf YouTube sprechen definitiv für sich. Das sind ganz schön viele Menschen, die ein potentielles Interesse an Drogen oder dem Konsum von Drogen haben müssen. Oder die die Videos der symphatischen Niederländer schlichtweg feiern, denn witzig sind sie auf jeden Fall. Die Idee hinter dem YouTube-Channel der Niederländer? Offen über Drogen sprechen, anstatt sie zu tabuisieren. Vor allem junge Menschen aufklären, damit sie nicht unachtsam Drogen missbrauchen. Denn ein Mensch, der Drogen konsumieren will, wird bekanntlich immer seine Wege finden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Konsumenten aufgeklärt werden, was sie konsumieren, was für Folgen der Konsum haben kann und wie viel im Rahmen ist, um keine Überdosis zu riskieren.

Rens Polman war bis vor kurzem noch Teil des Teams, entschloss sich aber schweren Herzens auszusteigen. In einem Video äußert sich der 26-Jährige zu seinem Ausstieg: „Ich habe gemerkt, dass ich einfach genug davon habe, Drogen zu konsumieren. Drugslab geht nun mal um den Konsum von Drogen, deshalb reicht es mir bis hier hin. Alles hat mal ein Ende. Es ist Zeit für neue Herausforderungen.“ Schade, denn der Moderator, Videomacher und Musiker hat seine Rolle immer sehr witzig dargestellt. Dzifa tritt in seine Fußstapfen und ist von ihrem ersten 2-CB Trip buchstäblich überwältigt.

Was den meisten privaten Drogentestern manchmal vielleicht erst montags oder dienstags bewusst wird, sind die negativen Auswirkungen und Gefahren eines Drogenkonsums. Drugslab informiert nicht nur über die schönen Seiten des Trips, sondern warnt die Zuschauer auch sehr deutlich vor den Risiken, die mit der Einnahme jeglicher Substanzen einhergehen. Zudem wird der Zuschauer darüber informiert, in welcher Menge die jeweilige Droge konsumiert werden sollte, um negative Auswirkungen vermeiden zu können. Nellie erklärt vor der Einnahme einer Ecstasy-Pille zum Beispiel, dass „die Richtlinie von Ecstasy ungefähr bei 1-1,5 Milligramm pro Kilo Körpergewicht liegt, je nachdem ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Für mich sind also 75 Milligramm optimal für einen guten Trip.“ Sollte sie also mit einer Ecstasy-Pille mit 150mg Wirkstoff in Kontakt kommen, sollte sie davon erstmal nur die Hälfte nehmen. Ansonsten: Hallo Überdosis. Und was es heißt eine Überdosis zu haben, davon kann so mancher Raver ein Lied von Singen. Oder „drauf“ tanzen…

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Ebenfalls wird darüber geredet, was die jeweilige Droge auslöst und warum. Die Körpertemperatur und der Herzschlag werden gemessen, denn das man manchmal regelrechte Schweißausbrüche im Club bekommt wird wahrscheinlich auch keinem Raver neu sein. Am Ende des Trips und des jeweiligen Videos folgt eine kleine Revue: wie fühlt sich der- oder diejenige nach dem Konsum eigentlich? Irgendwie kann ich mich am Montag über gar nichts mehr freuen, woher kommt das bloß? Vielleicht ist mein Serotonin-Speicher noch nicht wieder aufgefüllt, wer weiß…

Drogenaufklärung und Spaß in einem, besser geht es doch nicht. Drugslab eignet sich wunderbar für die Afterhour, wenn wieder alle tanzen und Emma klatscht – oder auch zur Vorsorgemaßnahme für den nächsten Rave und die nächste Droge, die unbedingt noch ausgetestet werden muss.

https://www.instagram.com/drugslab_bnnvara/