loyalty card

 

Kunden die gehen, Unzufriedenheit und starke Konkurrenz. Der Businessalltag kann schon hart sein. Auch im Drogengeschäft sind diese Probleme nicht unbekannt. Da es keine feste Bindung an einen bestimmten Dealer gibt, wechseln Konsumenten auf Rat von Freunden oder Bekannten schnell Mal „den Mann des Vertrauens“.

Drogenverkäufer in England haben sich jetzt eine Strategie von Coffee-Stores und High-Street-Kaffeeketten abgeschaut, um lukrative Kunden mittleren Alters zu halten: Treue- oder auch Loyalitätskarten. Wer also insgesamt fünf oder elf Bestellungen Kokain mit einem bestimmten Wert aufgegeben und gekauft hat, bekommt den sechsten bzw. zwölften Einkauf gratis. Abgestempelt werden die Karten klassisch mit einem Smileygesicht aus den 80ern oder sind verziert mit Bildern mit Tanz- und Rave-Musikkulturen. Aber die Rede ist nicht nur vom normalen Straßenverkauf an Jugendliche oder andere Konsumenten. Vor allem Kokain wird häufig von Kurieren in Mengen bis zu 100 Pfund zu mittelständischen bis hochklassigen Kunden gebracht, die die verbotenen Substanzen für Dinnerpartys oder ähnliche private Events nutzen. Abgestempelt wird die Treuekarte bei der Übergabe, wenn bezahlt wird.

Diese „Kultur des Überflusses“ unter den Reichen und der Drogenkonsum generell ist ein weiterer Grund für eine erhöhte Gewalt und Eskalation in den Straßen Großbritanniens. Die Dealer-Konkurrenz soll geschlagen werden, die Banden rivalisieren und dies führt zum gnadenlosen Wettbewerb auf der Straße. Das Niveau ist derweil so hoch, dass Kunden nur mithilfe von Strategien wie Treuekarten gehalten werden können. Vor allem London hat eine Mordrate, die derweil höher ist, als aus der US-Stadt New York.

 

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