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Am Sonntagmorgen nahm die „Freak Freakend“-Party im Underground in Hannover ein jähes Ende: Vor ungefähr 100 verbliebenden Gästen schaltete die Polizei das Saallicht an, stoppte die Musik und begann, alle Clubbesucher sowie das Personal auf Drogen zu überprüfen. Das Ende vom Lied waren elf Fälle, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstießen, der Fund von einem Schlagring und zwei Messern. Besondere Ausmerksamkeit wurde zwei Mitarbeiterinnen und einem 36-jährigen Mann zuteil, die verdächtigt werden, Drogen an die Gäste des Underground zu verkaufen. Entdeckt wurden neun Beutel mit Stoff, die verkaufsfertig am Tresen deponiert waren. Der männliche Verdächtige sitzt nun in Polizeigewahrsam und wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Insgesamt fand die Polizei 38 Gramm Amphetamine, sechs Gramm Marihuana, 1,5 Gramm Kokain und 41 Ecstasy-Pillen.

Bereits im September 2012 wurden die Ermittler auf das Underground in Hannover aufmerksam, da Gäste und Angestellte immer wieder durch Drogenbesitz auffällig wurden. Bis zum vergangenen Sonntag liefen 200 Ermittlungsverfahren im direkten Umfeld des Clubs. Die Polizei entschloss sich kurzum zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, ließen sie das Underground doch offiziell zu einem verrufenen Ort erklären. Der Geschäftsführer der Disko Karsten J. wollte sich am Sonntag nicht zu dem Polizeieinsatz äußern.

 

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