niestolik_bigroombangers_06-2017
Bigroom Bangers by Falko Niestolik

Bart B More & Chocolate Puma
Rising Up (Spinnin Deep Records)
Der Sommer kann kommen! So oder so ähnlich muss das zugrunde liegende Motto dieser Zusammenarbeit gelautet haben. Beide Acts stehen für sich allein ja schon für einen unverkennbaren Sound, aber das, was hier kommt, ist mehr. Es ist eine Hymne, eine Meganummer, housig, perfekt für den Bigroom adaptiert, die von der ersten Sekunde an gute Laune versprüht. Das Sample und die gesamte Instrumentierung sind auf höchstem Niveau und das Vocal schlägt dann alles. Der Break ist das Beste, was ich seit Langem gehört habe, der Weg zum Drop verleiht eine Gänsehaut, während die Füße auf den magischen Moment warten. 10/10

Funkin Matt
Aurora (Heldeep Records)
Also, Funkin Matt gehört schon sehr lange zu meinen Favoriten, nicht erst seit er 2016 einen Remix zu meiner „Together“ gemacht hat. Mit seinem ersten Release auf Oliver Heldens Imprint dürfte er die richtigen Weichen gestellt haben für eine erfolgreiche Sommer-Saison. Der Track ist eine wunderschöne Deep-Future-House-Nummer, Druck hat er genug und die Melodie macht ihn mit ihrer Einfachheit und Geradlinigkeit so besonders. Die Nummer bleibt im Ohr und überzeugt schon beim ersten Hören. 9/10

Brohug X Moby
Natural Blues (BROHOUSE Records)
Ich gehe durch die Decke: Brohug reißt derzeit in den USA alles ab, was noch steht, und wandelt mit seinem Stil in allen Bereichen von Electro House, Trap, Dubstep und Hip-Hop bis zu Future House, ohne sich dabei auch nur zweimal in Folge auf einen festzulegen. Hier hat er sich auf seinem eigenen Imprint BROHOUSE an Mobys Klassiker zu schaffen gemacht und nach den knapp vier Minuten steht dann auch gar nichts mehr: Einer der festen Drops der laufenden Saison – und da muss schon was ganz Besonderes kommen, um ihn von diesem Thron zu stoßen. Moby dürfte es gefallen haben, hat er doch sein Okay dazu geben. Wer es – wenn man das so schreiben darf – etwas ruhiger mag, darf auf den DUB zurückgreifen: anders, irgendwie nicht viel entspannter, muss aber auch nicht sein. Abriss! 10/10

Falko Niestolik X Point Blvnk
Save My Life (Pyro Records)
Lange haben wir gebraucht, um mal gemeinsam was zu machen, und nach anfänglicher Skepsis sind wir nicht zuletzt dank des guten Feedbacks extrem stolz auf unser Endergebnis. „Save My Life“ ist ein Future-House-Bigroom-Track, der nicht nur durch sein außergewöhnliches Vocal besticht, auch die Melodie wird eure Ohren verzaubern, bis der Drop euch wieder auf die Tanzfläche zieht. Der Support ist unbeschreiblich – von Lucas & Steve und Chuckie bis zur Hexagon Crew ist alles dabei! (ohne Wertung)

Tommy Trash & Denm
Dreamer (Armada Records)
Still wird es um Tommy Trash niemals und auch sein musikalischer Output ist nicht nur abwechslungsreich, sondern kommt über die Jahre auch regelmäßig. Mit Denm hat er sich eine fantastische Stimme geholt und rausgekommen ist eine Mega-House-Nummer: etwas ruhiger als das, was man von Mr. Trash kennt, aber in keiner Weise weniger qualitativ. Tolle Melodie, super Arrangement und klangtechnisch perfekt für den Sommer. Ich mag den Track – top! 9/10

Tujamo feat. Sorana
One On One (Spinnin Records)
Einer der weltweit gefeierten Soundtracks des Sommers wird wahrscheinlich aus Deutschland kommen – ich zumindest bin mir da sicher und wir können wirklich stolz darauf sein. Tujamo liefert hier auf Spinnin einen unglaublichen Track ab: poppig, tropisch (haha, ja!) und elektronisch in einer Perfektion, dass einem die Luft wegbleibt. Der Support erstreckt sich von Major Lazor über Zedd bis hin zu Guetta und Co. Soranas Stimme trifft hier den Song, der sie zu einer unverkennbaren Größe erhebt – ein Hit liegt in der Luft. 10/10

Paige
West Coast Party (SPRS Records)
Paige war auf meiner Artist-Liste nicht unbedingt der Act, nach dem ich gesucht hatte, mit der hier vorliegenden Veröffentlichung wird sich das aber wahrscheinlich ein wenig ändern, ist sie doch mal wirklich was ganz Besonderes. Der Hip-Hop-Einschlag dürfte schon aufgrund des Titels niemanden überraschen und im Track ist eine ganze Menge davon zu hören. Der Break dreht sich natürlich nur um das R’n’B-Thema, welches perfekt eingepflegt ist und zum Nicken einlädt, bis der Drop damit dann aufräumt und eine sehr geile, aber auch extrem böse Deep-Future-House-Bassline offenbart. Darf man nicht zu oft spielen, weil es sonst nerven könnte, aber definitiv eine gute Alternative zu schlecht gemachten Bootlegs. 8/10

Billion
Snake Song (Ultra Records)
Was Aufmerksamkeit angeht, so bekommt sie Billion mit seinem „Snake Song“ definitiv. Ein wirklich fetter Club-Track hat hier die Welt erblickt und rockt sich durch den Laden. Nicht zu hart, aber keinesfalls zu soft. Ein gutes Hip-Hop-Vocal lockert den Track brav auf und die Bassline erledigt den Rest. Das ist so einer dieser Tracks, die ewig im Vorprogramm laufen und die Leute auf das Kommende vorbereiten. Das soll die Nummer nicht abwerten, denn das ist wichtig – und es gibt viel zu wenige dieser Art. Warm-up-Brett! 10/10

Pep & Rash feat. D-Double
Break Down (Musical Freedom Records)
Der Sommer ist ja nun endlich da und die Werbeanzeigen der Festival-Veranstalter überschlagen sich mit den dicksten Line-ups. Würden darin statt der angesagten Acts die Tracks stehen, dann würde diese Nummer mit Sicherheit mehrfach genannt werden. Cool, aggressiv, spontan (ja, richtig gelesen) – einfach anders und mit dieser Note des Besonderen. Pep & Rash haben hier auf Tiestos Musical Freedom eine Festival-Nummer abgeliefert, die anders ist und den aktuellen Zeitgeist widerspiegelt, egal ob man die Vocals jetzt mag oder nicht. Megabrett, welches von der Strandparty bis zum 100.000 People-Event laufen wird! 10/10

Niels Van Gogh
Yucatan (Flamingo Records)
Eine gefühlte Ewigkeit schon bereichert Niels Van Gogh den elektronischen Musikmarkt, hat er sich doch nach „Pulverturm“ erst richtig weiterentwickelt. Mittlerweile releast er auf der internationalen Bühne regelmäßig – und nun auf Funkermans Flamingo. Die Bezeichnung „treibender Future-Deep-House“ würde es wohl am besten treffen, kombiniert mit einer Prise Festival-Sound. Der Track besticht durch seine Aktualität und seine Mega-Melodie im Break, welche in der Peaktime die Crowd bei der Stange halten wird. Fettes Teil! 10/10

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