Bildschirmfoto 2015-12-14 um 00.33.52
Das neue, mächtige Lebenszeichen und gleichzeitig das vierte Album der Dub-Übertruppe. Die Neuseeländer entwickeln neun neue Titel im heimischen Studio im typischen musikalischen Gewand zwischen Soul und House und angeflanschtem Jazz (“Slings & Arrows“), Reggae (“10 Feet Tall“) und Tech-Elementen (“Wheels“). Fat Freddy’s Drop sind die Weiterentwicklung von Jazzanovas/Sonar Kollektivs intensiv zelebriertem Nu Jazz/Broken-Beats-Style in den 00ern, der, ob ihrer gewaltigen Qualität und Bandbreite, ein noch größeres Publikum anspricht und begeistert. Nicht anders wird es der Hörerschaft mit diesem Longplayer gehen, wenn insbesondere die housigen Momente (“Cortina Motors“ mit vokalem Tribal House, das stark an die Jazzanova Studio Sessions mit Paul Randolph erinnert) für furioses Partyentzücken und die souligen, ambienten Themen für kuscheligen Wohlfühlcharakter sorgen. Insbesondere der Gesang von Joe Dukie fängt den Hörer ein und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Dennoch muss man kleine Abstriche bei den Fusionkomplexen hinnehmen, denn die technischer geprägten Stücke (“Razor“), fallen im Vergleich zum Überniveau der meisten Stücke leicht ab. Das ist letztendlich Klagen auf hohem Niveau und kann nicht über das wieder einmal sensationelle Ergebnis hinwegtäuschen, auch wenn man nicht an das outstanding und niemals zu toppende Niveau von “Live At The Matterhorn“ heranreicht. 10/10 Cars10.Becker