‚Bestes Album‘ ist ein Titel, mit dem man sich gern schmückt und auch die ‚Bester Produzent‘-Plakette heftet man sich gern ans Revers, aber ‚Bester DJ‘ ist und bleibt die Königsdisziplin im elektronischen Jahrespoll...

01. CHRIS LIEBING
02. Klaudia Gawlas
03. Sven Väth
04. Felix Kröcher
05. Frank Sonic
06. Richie Hawtin
07. Adam Port
08. Paul van Dyk
09. Oliver Koletzki
10. Len Faki
11. Alle Farben
12. Carl Cox
13. Adam Beyer
14. Rampa
15. Armin van Buuren

Alle Poll-Ergebnisse in den kommenden Tagen unter: www.fazemag.de/category/magazin/poll

Euer Gewinner Chris Liebling im Interview:

Du hast unsere Leser überzeugt und bist zum besten DJ 2012 gewählt worden. Wie erklärst du dir deine Popularität bzw. was ist deiner Meinung nach ausschlaggebend für dein hohes Standing innerhalb der Szene?
Das einzuschätzen fällt mir nicht ganz leicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der Spaß, den ich nach wie vor bei meinen Gigs habe, ganz einfach spürbar ist, dass er sich auf die Leute überträgt und wir unter anderem dadurch eine gute Zeit miteinander haben. Darum geht es doch letztendlich, wenn man feiern geht. Technische Mittel und Fähigkeiten sind meiner Meinung nach eher zweitrangig, wobei ich lange an meinem Setup und meiner Technik gearbeitet habe, bis ich mich so intuitiv ausdrücken und so auf die Crowd reagieren konnte, wie es mir heutzutage an einem guten Abend gelingt – insofern spielt das natürlich auch eine Rolle. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr geehrt, dass die FAZE Leser mich zum besten DJ gewählt haben und bedanke mich ganz herzlich für diese Auszeichnung! Was zuerst das Red Brick in Gießen war, ist mittlerweile die ganze Welt – deine Spielwiese.

Was machst du heutzutage noch genauso wie 1991?
Für mich ist der Gig, den ich gerade spiele, immer auch der Wichtigste, und das ist unabhängig davon, ob ich in einem kleinen Club in einem Land spiele, in dem Techno noch nicht so populär ist, oder auf einem der allseits bekannten Mega-Festivals. Mir geht es nach wie vor in erster Linie um die Musik und das Miteinander. Im Red Brick wollte ich den Leuten einfach eine gute Zeit bereiten, und genau so sieht das auch heute noch aus, selbst wenn sich die Rahmenbedingungen seitdem ziemlich verändert haben. Seit 2010 gibt es von dir keine eigenen Releases mehr, sondern ‚nur‘ Remixe, aber auch die nur sehr ausgewählt, wie im vergangenen Jahr für Motor.

Wann gibt es wieder neuen Chris Liebing-Stuff oder legst du deinen Focus in 2013 noch mehr auf CLR und seinen Artist-Stamm?
Mein Fokus wird auch 2013 wieder stark auf meiner Beteiligung an Projekten verschiedener CLR Künstler liegen. Das hat mir letztes Jahr so viel Spaß gemacht und hat meiner Meinung nach auch gute Ergebnisse hervor gebracht, so dass ich damit nicht plötzlich wieder aufhören möchte. Ob ich nicht doch mal wieder selbst etwas produzieren
werde, kann ich jetzt noch gar nicht sagen, vielleicht juckt es mich ja irgendwann im Laufe
des Jahres unter den Fingern, aber das werde ich dann spontan entscheiden.

Frankfurt hatte in der letzten Zeit das Ende des Cocoonc-Clubs zu verkraften, und wie es ausschaut, wird auch das U60 geschlossen. Wo wird man dich in 2013 in Mainhattan
sehen?
Wenn ich das wüsste. Mein Management ist natürlich dran, da ich sehr gerne in meiner Homebase spiele und wir auch immer wieder gerne Events in Frankfurt organisieren, aber so weit ich weiß, gibt es da im Moment noch keine konkreten Pläne.

Was war dein Lieblingsevent in 2012, was dein Lieblingstrack und was dein schönster Moment abseits der Musik?
Natürlich gab es einen Haufen toller Events letztes Jahr, aber eins hat irgendwie herausgestochen. Die Time Warp in Mailand, Italien war unfassbar… da hat irgendwie alles gepasst… tolle Momente. Einer meiner Lieblingstracks im Jahr 2012 war „Consciousness“ von Clouds auf Turbo, mit dem hatte ich viele Gänsehaut Momente. Abseits der Musik war 2012 für mich ein recht turbulentes und erfahrungsreiches Jahr, da fällt es mir schwer, den schönsten Moment zu nennen. Fragt mich am besten nächstes Jahr noch mal.

Was sind deine Ziele für 2013?
Ich habe ehrlich gesagt keine Liste guter Vorsätze. Ich bin immer bemüht, mich weiter zu entwickeln und zwar in Bezug auf mich selbst und in Bezug auf andere Menschen. Wie das genau aussieht und wie ich das genau erreichen kann, erschließt sich mir oft erst intuitiv – sozusagen auf dem Weg zum vermeintlichen Ziel. Was CLR angeht, haben wir jede Menge schöne Pläne und Ziele – checkt einfach immer mal wieder unsere Webseite www.clr.net und lasst euch überraschen :)

 

Euren Lieblingsdj zum Anhören: