hurts

Denke ich an Hurts, denke ich an deren Anfänge. Cooler Look, cooles Auftreten, coole Musik voller Achtziger-Zitate. Das war vor rund sieben Jahren. Seither hat sich einiges getan. Vor allem an seinem Sound hat das Duo aus Manchester geschraubt, ihn immer mehr in Richtung Pop getrieben. Die Band, die einst aus der Not heraus entstand, weil nichts anders funktionieren wollte – ein letzter Versuch quasi – ist heute eines der erfolgreichsten Pop-Duos überhaupt. Und hier macht auch Album Nr. 4 keinen Unterschied. „Desire“ strotzt vor Pathos, eingängigen Melodien und großen Gesten. Das muss man mögen, oder man hasst es. Dennoch kommen Theo Hutchcraft und Adam Anderson – anders als beim direkten Vorgänger „Surrender“ – besser auf den Punkt. Die Songs sind kurz und knackig, das Ziel klar; Nächste Station: Stadion. 8/10 Nicole A.