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Frank Wiedemann hat ein gutes Auge und Ohr für Künstler, die hochqualitative Tanzmusik etwas abseits des Mainfloors liefern. Ausgewählte Perlen releast er dann auf seinem Imprint Bigamo. So auch die drei-Track-starke EP „Saltamonte“. Der Opener „Caldo (Live At The Attic)“ besticht mit einem vitalen Soundbild, geprägt von Soul-vollen Gitarrenjams, dezenter Synthesizer-Magie und verspielten, analogen Drums. In Tiefenentspannung geht es weiter zu „Cirulin“, wo Keope seinen auf Gitarrenhandwerk gestützten Stil weiter manifestiert. Diesmal aber treiben groovende Drum Maschines und Electronica-Spielereien den Track weit nach vorn. Zum Abschluss wird der Zuhörer in melancholischer Stimmung zurückgelassen: „Aguacero“ fokussiert sich auf möglichst deepe, monotone Bassdrums, auf deren Fundament eine träumerische Mixtur aus Acid und Leadgitarren-Improvisation aufbaut. Detailverliebtheit eingehüllt in warme Dubdelays, ein Genuss. 10/10 Basti Gies