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Das Kontrast Festival, welches dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet, hat sich den härteren elektronischen Klängen verschrieben. Am alten Kraftwerk Borken in Hessen gelegen bieten euch Acts wie DJ Rush, Torsten Kanzler oder Pappenheimer knapp zwei Tage eine großartige Party. Mit dem letzt genannten haben wir kurz gesprochen. Hier könnt ihr seine Sicht der Dinge auf das Kontrast Festival, harten Techno und die Zukunft lesen.

Ich habe gehört, dass du aus Würzburg kommst. Du nennst dich aber Pappenheimer. Woher kommt der Name? Kommst du doch aus Pappenheim? Oder bezieht sich dein Name etwa nur auf den ersten Teil des Wortes?

Wie ihr wisst, ist mein Musikstil so bunt und euphorisierend, dass manche mich gerne mit einer Droge in Verbindung bringen. Außerdem war ich in meiner Jugend etwas speziell, so dass ich, wenn ich etwas angestellt hatte, den Spruch „Jaja, man kennt ja seine Pappenheimer“, zu hören bekam. Da hab ich dann eins und eins zusammengezählt und so war ein neuer Pappenheimer geboren.

Mit deinen Abfahrt-Veranstaltungen konntest du dir auch überregional einen Namen machen. Was planst du mit dem Event als nächstes? 

Fest steht der Floor auf der Ruhr in Love zusammen mit MME Bookings und der Nature One sowie die monatlichen Veranstaltungen im Airport in Würzburg. Außerdem sind wir mit unseren Abfahrtjungs in verschiedenen Clubs deutschlandweit unterwegs. Die nächsten beiden Locations sind das Lehmann in Stuttgart und Hans-Bunte-Club in Freiburg. Ach und ganz wichtig, die Abfahrt wird 7 und das wird wie jedes Jahr im Dezember mit nationalen und internationalen Top Acts gefeiert. Zudem war es für mich endlich an der Zeit, mein erstes Festival auf die Beine zu stellen: Roadhouse. Das durch die Bank positive Feedback in 2016 zeigt mir, dass ich hier mit den richtigen Leuten zusammen arbeite und wir uns alle auf hoffentlich viele weitere Nächte mit Abfahrt und Roadhouse freuen können.

Du spielst dieses Jahr auf dem Kontrast Festival, das sich auf die härteren Techno-Stile spezialisiert hat. Was meinst du, warum es in Deutschland nicht mehr solcher Veranstaltungen gibt. Während härterer Techno in anderen Ländern populärer zu sein scheint.

Das sehe ich etwas anders. Gerade jetzt gibt es vermehrt härtere Veranstaltungen und die Fangemeinde wächst. Ich habe den Eindruck, der Technonachwuchs feiert wieder eine härtere Gangart. Generell bin ich aber gegen dieses Schubladendenken: Warum soll man die Genre immer so krass voneinander abgrenzen? Ich würde mir viel mehr auch musikalisch Toleranz und Offenheit wünschen, wie es eben auch im Ursprung des Techno liegt.

Du hast einmal in einem früheren Interview gesagt, dass DJ Rush dich zum Techno gebracht hat. Inwiefern freust du dich darauf jetzt mit deinem Vorbild zusammen auf einem Festival zu spielen?

Du spielst auf mein Schlüsselerlebnis im Hafentunnel 2001 an. Rush hat mich aber nicht zum Techno hören gebracht, sondern zum Auflegen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Beim Kontrastfestival habe ich ja vielleicht die Möglichkeit, ihm das persönlich zu sagen. Allerdings spiele ich nicht das erste Mal mit ihm zusammen, es könnte sein, dass ich ihm das schon mehrmals gesagt habe und ich mich nur nicht erinnern kann – ihr kennt ja euern Pappenheimer…


Kontrast Festival // 27.08.2016 // Altes Kraftwerk Borken, Zum alten Kraftwerk 1, 34582 Borken
Line Up: ADHS live, Andi Teller, Atreju Mensah, Ausem FF, Bajo & Laysee, BMG aka Brachiale Musikgestalter, Camora, Dee Funk, Daniel Rey, Dario Sorano, Dennis Kiesslich, Dj Rush, Epyleptika, Evensloped live, Faxon, Friday, Gayle San, George Perry, Industrialyzer, Jacktekkniels, Jermaine Dotson, Jonas Riethmüller, Julian Brand, Kopf & Hörer, Kupfersulfat, Marco Remus, Marky, Marika Rossa, Max Noah, Mike Väth, MinuPren, Niko Newman, Norman Müller, N!emand, Ochs & Klick, Own.Way, Pappenheimer, Petra Struwe, Psytekk , Pulpo, Recki, Roman Weber, Sebastian Groth, Simon Sayz, Stefan Küchenmeister, Stephan Strube, Stereoselect, Soma Load live, TH;EN, Tizian Haas, Tobi Wan Kenobi, Torsten Kanzler, Waldhaus, Zahni, ZOKZOK live