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Kuenstler auf die wir in 2017 ein Auge werfen

1. FEW NOLDER
Der Mann mit dem Wortspiel-Namen ist nun nicht gerade ein komplett Unbekannter. Allerdings dürfte er dennoch vielen von euch nicht so richtig ein Begriff sein. Der Litauer hat bereits gute Releases bei Labels wie Connaisseur oder Boso zu verbuchen und auch in seine neue EP „Ace of Space“ haben wir uns direkt Hals über Kopf verliebt.


Eine EP mit drei wunderbaren Tracks, die seine Entwicklung zum immer dunkleren Techno widerspiegeln. Wo er früher als Produzent noch etwas verspielter aufgetreten ist, hat sich der Techno durchgesetzt. „If“ oder „Chall“ zeigen seinen nicht weniger guten, allerdings noch recht melodischen, groovigen Stil.

Immer technoider werdend ist Few Nolder für uns einer der Künstler, auf die wir nächstes Jahr ein genaueres Auge werfen.

Kurzinterview Few Nolder:

Was ist die Geschichte hinter dem Namen?

Der Name entstand aus Versehen während des Speicherns meines ersten Demo-Ordners. Ich habe die Demo in Hektik speichern müssen, weil ich meine Musik unterbrechen musste, da meine damalige Freundin sich über irgendwas beschwert hat. Vermutlich darüber, dass ich mehr Zeit mit Musik produzieren verbracht habe, anstatt alltägliches mit ihr zu unternehmen. Ein paar Wochen später fiel mir der Tippfehler auf und ich fand, dass der Name ganz eingängig klingt und mich dazu entschlossen habe, ihn als meinen Namen zu nutzen.

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Dancemusic mit eingängigen Melodien und großen Räumen. Ich liebe knackige und simple, aber dennoch effektive Beats mit extra experimentellen Percussions. Ich möchte gerne mit jedem Track eine Geschichte erzählen und meinen Sound perfektionieren. Dabei bin ich eher ängstlich, neue Ideen auszuprobieren. Mein Stil bewegt sich dabei in einem Mix aus House, Techno und Trance, während er allerdings auch Einflüsse anderer moderner Musik mit aufnimmt.

Was steht 2017 bei dir an? Bekommt man dich in Deutschland zu sehen?

Ich werde einiges meiner Sachen neu arrangieren und freue mich auf das kreativste Jahr aller Zeiten! Ich hoffe, ich behalte die richtige Balance zwischen Auflegen und Musik produzieren und kreiere dabei den zukünftigen Sound samt visuelle Seite von Few Nolder. Wenn wir über Deutschland sprechen, ich habe vor kurzem in Köln beim Melt Zip Fest gespielt und werde im Chalet Club in Berlin am 29. Dezember spielen. Also, wir sehen uns bald!

Was war dein Lieblingstrack 2016?

Ich kann nicht wirklich einen auswählen, aber mir kommt einer in den Sinn, der kürzlich erschienen ist, nämlich: Dusky – Long Wait (Patrice Baumel Instrumental)

Irgendwelche Neujahrsvorsätze?

Ich habe tatsächlich meine Gedanken immer in der Zukunft, träume immer von Dingen, die noch vor mir liegen und arbeite in diese Richtung. Also, mein einziger Neujahrsvorsatz ist diesen Weg weiter zu gehen.

2. DIRTY SOUTH
Der Australier hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. Vor nicht allzu langer Zeit hat er sich in den Kreisen rund um die Jungs der Swedish House Mafia bewegt. Allerdings zu der Zeit wo die Jungs noch eher housig unterwegs waren. „Open Your Heart“ ist ein Zeuge dieser Zeit.


Danach kam eine Menge Bigroom-Quark auf seinem eigenen Label „Phazing“. „Find A Way“ ist gerade mal von August 2015 und veranschaulicht seine EDM-Versuche.


Neuerdings hat sich Dirty South wieder deutlich deeper aufgestellt. Er ist immernoch kein Kandidat für einen Ostgut-Ton-Release, aber seine Sets und Produktionen sind technoider, tech-housiger und machen eine Menge Spaß.

Dementsprechend sind wir sehr gespannt wo seine Reise in 2017 hingeht und ob wir ihn hierzulande auf einem coolen Festival im Sommer zu Gesicht bekommen.

3. JONATHAN KASPAR
Der aus Bonn stammende, aber in Köln residierende Jonathan Kaspar ist ein Künstler, den wir uns mal in rot auf unseren Zettel geschrieben haben. Weil er Kommunist ist. Und weil er ganz feine Produktionen sein Eigen nennen kann.
Mit Releases auf Pets Recordings und KX (einem Kompakt Ableger) hat er sich mittlerweile auch über die Grenzen des Rhein-Erft-Kreises einen Namen gemacht.

Kurzinterview Jonathan Kaspar:

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Perkussiv, warm und roh. Ich liebe Tracks mit einem langen und spannenden Arrangement.

Was steht 2017 bei dir an?

Zu Jahresbeginn erscheint meine Folge-Release bei KX/Kompakt in Köln: 3 unterschiedliche Tracks, die gemeinsam die „Supine EP“ ergeben. Ausserdem erscheint bei Audiojack´s Label Gruuv ein Remix für Secondcity. Über die weiteren Pläne kann ich grade noch nicht wirklich sprechen.

Was war dein Lieblingstrack 2016?

Ich habe 2016 als ein echt starkes Jahr für Musik empfunden, einen einzelnen Track zu nennen ist schwer …

Mit welchem DJ würdest du tauschen wenn du könntest? Und warum?

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich mal eine Nacht mit einem DJ aus den 70ern tauschen und ein Disco-Set im Studio 54 spielen wollen.

Irgendwelche Neujahrsvorsätze?

Music, Sports & Music!

4. TRIKK
Trikk hat uns mit „Proto Rhyth (Black Version)“ komplett umgehauen. Ein Wahnsinns-Track.


Übrigens, einer der besten die auf dem ADE 2016 gespielt wurden:
Die 10 besten Tracks vom Amsterdam Dance Event 2016
Dort hat ihn beispielsweise Dixon bei der Afterlife Party gespielt. Und wo ist nun der neuste Release von Trikk erschienen? Auf Dixons Label Innervisions. Zufall? Wir glauben nicht. Illuminati? Vermutlich. Oder einfach weil Trikk ein sauguter Produzent ist. Die „Florista EP“, um die es hier geht, ist ein Deep-House-Feuerwerk. Vier Tracks, die allesamt Spaß machen. Für alle Freunde des Deep-House und generell des Innervisions-Sounds ein Muss.
Wir wir nun natürlich sehr gespannt, wie es mit Trikk weiter geht. Ein sehr talentierter Künstler, der sich nun mit einem Release auf einem der erfolgreichsten Labels eine sehr gute Basis gelegt hat.

Kurzinterview Trikk:

Wie würdest du deinen Sound beschreiben?

Schnell, Langsam, Tribal, Rhythmisch und eine große Menge an Struktur.

Was steht 2017 bei dir an?

Ich bringe eine EP auf Optimo Music raus, den Rest des Plans kann ich allerdings jetzt noch nicht verraten, in Deutschland bin ich bisher nicht gebucht. Hoffentlich bald.

Was war dein Lieblingstrack 2016?

Schwer zu sagen, ich habe „Forest Nativity“ von Francis Bebey viel gespielt, also denke ich mal, das wäre dann mein Lieblingstrack aus 2016.

Mit welchem DJ würdest du tauschen wenn du könntest? Und warum?

Mit Dixon oder einem anderen der ganz großen DJs mit einem vollen Terminkalender. Ich bin neugierig, wie man so viele Gigs überhaupt bewältigen kann, um ehrlich zu sein.

Irgendwelche Neujahrsvorsätze?

Ohne Kompromisse mit mir und meiner Kunst weiter das zu tun, was ich liebe und fühle.

5. PAUL FELIX
Ein völlig unbeschriebenes Blatt ist Paul Felix. Man erfährt nicht wirklich viel über den etwas mysteriösen Artist. Ein Albumrelease auf dem Düsseldorfer Tech-House Label „Eisenwaren“ und ein, zwei coole Nummern auf seiner SoundCloud-Seite sind die einzigen Zeugen seiner Produzentenkarriere.

Ansonsten sind uns aber immer wieder coole Sets von ihm aufgefallen. Wie dieses hier:


Deswegen werfen wir 2017 mal ein Auge darauf, was da noch so kommt… Vielleicht wird aus diesem bisher völlig Unbekannten doch noch was. Dann haben wir es als erstes gesagt.

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