Berghain, Foto von Nicor

Kultur-Schock – Texaner verirrt sich ins Berghain

Die besten Geschichten schreibt einfach das Leben. Mehrere Seiten berichten heute über Folgendes: Kultur-Schock – Texaner verirrt sich ins Berghain. So trug es sich wohl an einem Samstagabend Ende September zu, dass ein texanischer US-Tourist zusammen mit zwei Briten den coolsten Club der Welt aufsuchen wollte: Das Berghain.

Doch Kyle W., so heißt der US-Amerikaner aus San Antonio, der bevorzugt Internetrezensionen von Stripklubs oder Erotikshops in Las Vegas verfasst, fühlte sich vom Berghain überfordert und suchte schnell das Weite.

Wie der Abend genau ablief, schilderte der Texaner auf Yelp. Kyle saß an der Bar seines Hotels, als er mit zwei Londonern ins Gespräch kam. Die beiden Briten wollten in den coolsten Club der Welt gehen – das Berghain. Kyle schloss sich an, und nahm den Ratschlag der Beiden, schwarze Kleidung samt Schal anzuziehen, dankend an.

Mit einem Taxi fuhren sie zum Berghain, das Kyle als „ein Verwaltungsgebäude“ und wenig einladend beschreibt. Als er dann aus Langeweile auf seinem Handy Facebook checkte, wurde er von den Briten angeschrieen, die Angst hatten, an der Tür abgewiesen zu werden, weil Handys im Berghain nicht gern gesehen sind.

Als die beiden den Türsteher Sven Marquardt passiert hatten – „Dieser eklig aussehende, ältere Typ mit Ohrringen, Gesichtstattoos und Spikes in der Lippe ist offenbar eine Art Guru in der Klubszene“ – fühlte er den enormen Bass, was ihn ebenso verstörte wie andere Dinge. „Die Londoner boten mir plötzlich diese merkwürdigen Pillen an“, berichtet Kyle auf Yelp weiter.

Kyle entdeckte viele nackte Männer und dachte, er befände sich im Schwulenbereich des Clubs bis er merkte: „Es war alles ein Schwulenbereich.“

Anscheinend ist der Texaner Kyle nicht besonders weltoffen, denn dann beschreibt er auf Yelp viele Eindrücke mit einem gewissen Abschaum. Dass Clubbesucher im Berghain wild mit Fremden herummachen, mitgebrachte Sex-Toys einsetzen, Arme bis zum Ellbogen im Darm eines Gespielen versenken und dabei Drogen nehmen, sorgte dafür, dass er sehr schnell wieder das Berghain verließ. Nicht ohne Sven Marquardt beim Rausrennen zuzurufen: „Du bist ein kranker Bastard!“

Hier findet ihr die gesamte Rezension von Texaner Kyle.

Das könnte dich auch interessieren:
Massive-Attack-Mitglied ist die Streetart-Legende Banksy?
Die Geschmackspolizei verbietet vor dem Berghain Comedy
Burning Man – ein Reisebericht von Robert Babicz