laurel halo

Mit „Chance Of Rain“ legt Ina Cube a.k.a. Laurel Halo dieser Tage ihr zweites Album auf dem Beyond Dubstep-Label Hyperdub vor und tritt mit diesem den finalen Beweis an, dem reinen Bass Music-Kontext mittlerweile vollends entwachsen zu sein. Statt dessen widmet sie sich dumpf trockenen Technoabstraktionen mit – s. Titeltrack- wie aus dem Zusammenhang gefallenen Electronica-Plätschereien auf geloopter Basis, breitwandigen Listening-Miniaturen mit Future Jazz-Affinität („Melt“ / „Still / Dromos“), analog blubberndem, fast rituell anmutenden TechnoJazz („Thrax“) und von mächtigen Subbässen getriebenen 4/4-Konstruktionen mit Future Garage-Verweisen, ohne sich dabei in stilistischer Beliebigkeit zu verheddern. Statt dessen bildet hier die ihr ureigene, leicht nebulös melancholische Soundästhetik eine verbindende Klammer, die mit der finalen, semiakustischen Klavierimprovisation „-Out“ schlussendlich ihr auflösendes Moment findet. 7/10 baze.djunkiii