marcusworgull

 

Innervisions-Urgestein Marcus Worgull startet für das Berliner Label ins neue Jahr und liefert uns eine EP mit drei schmackhaften Tracks. Denkt man noch in den ersten Sekunden von „Skango“, dass man sich auf ein Vierviertelbrett einstellen kann, so kommt doch rasch und überraschend die Wende und der Sprung in tiefste Dub-Gefilde mit wabernd-sphärischen Sound-Kaskaden. Auch „Seen“ fängt sehr straight an, driftet dann aber ebenfalls in den Dub-Kosmos ab, schwebt knapp unter der Oberfläche sehr entspannt und deep. Auf der B-Seite dann der Protagonist der Katalognummer 77, der Titeltrack „Broad Horizons“. Und hier treffen wir auf einen klassischen Worgull in Topform. Deep House. Mit Gesang. und dafür ist kein Geringerer als Fink für verantwortlich. Ein nahezu perfekter Housetrip, das ist genau mein Ding. Die beiden hatten bereits vor sieben Jahren ein beachtliches Intermezzo auf dem Label Philomena. Nun also weite Horizonte. Ein dezenter Aufbau schnarrt sich Finks Einsatz entgegen. Der packt seine raue Stimme aus, legt ne ordentliche Schippe Soul drauf und verzaubert Beats und Bass. Wärme, Tiefe, Gitarrenelemente und eine perfekte Dramaturgie sind die weiteren Zutaten dieses Trips in einen höheren Bewusstseinszustand. 10/10 Acid Vicious