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Wer an seine Schultage zurück denkt, wird vermutlich den Musikunterricht als altmodischen und öden Stundenplanfüller in Erinnerung haben. Noten und Akkorde lernen, alte Lieder singen und über Mozart und Bach reden. Großbritannien hat nun einen Schritt in Richtung moderner Musikunterricht gemacht, denn Schüler haben nun die Möglichkeit im Rahmen des Sekundarschulplans das Auflegen zu lernen und damit den musikalischen Abschluss zu machen.

Der Grund, der hinter diesem Fortschritt steht ist recht simpel. Im vergangenen Jahr hat in Großbritannien nur circa jeder siebte Schüler den Musikabschluss gemacht. Durch die Anerkennung der DJ-Geräte als Musikinstrumente soll das Interesse der Lehrlinge geweckt werden und somit die Zahl erhöht werden. Der Prüfungsausschuss hat für den Lehrplan zwei professionelle DJs, Austen und Scott Smart, an die Hand genommen, um einen passenden Stundenplan zu kreieren. Für 15 Pfund pro Session können sich Schüler dann Theorie und Praxis aneignen und ihrem Traum vom DJ-Dasein näherkommen. Für Familien, die sich das nicht leisten können haben einige Schulen sogar finanzielle Hilfe bereitgestellt.

Und das neue Konzept zeigt große Erfolge. Das Interesse am Musikabschluss ist stark gestiegen und inspiriert immer mehr junge Menschen zum Auflegen und Produzieren. Für viele Schüler ist der Unterricht außerdem viel mehr. Es ist ein Hobby, dass Spaß und Schule verbindet und den Schulalltag angenehmer macht, Interesse am gesamten schulischen Prozess fördert und das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Vielleicht zieht Deutschland ja demnächst auch nach und modernisiert den Musikunterricht…

Quelle:
www.bbc.com/news/taking-djing-as-part-of-your-music-gcse

 

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