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Moses hat gesprochen #038, FAZEmag 065/07.2017
Niveauterrorismus

Ach Mensch. Als meine Mutter mir meinen Vornamen gab und mich Jan nannte, dachte sie vermutlich nicht daran, dass ich einen Namensvetter bekommen würde, der sich so derartig daneben benimmt wie Jan Leyk. Arschgeigen gibt es ja immer wieder und ich vermute, dass auch nicht alle anderen Jans da draußen Greenpeace-Mitglieder sind, aber dieser mediale Auswurf aus Berlin ist tatsächlich eine eigene Postleitzahl wert. Hübsch wie Marzahn, aufgeregt wie Wilmersdorf, aber prollig wie der AMG-Benz vor Neuköllns Shisha-Bars. Dicker, was ist los mit dir? Bist du nicht ein halbes Jahr in Afrika auf Hungerkur gewesen? Aus welchem Loch hat man dich wieder herausgezogen?

Gerade noch lese ich, wie dir vorgeworfen wird, dein Label mit gefakten Shirts in die Lächerlichkeit zu katapultieren, schon bastelst du an der nächsten Peinlichkeit. Während ich mir hier gerade parallel die Birne wegkiffe, habe ich Probleme, meine Mundwinkel unter Kontrolle zu halten. Unsere musikalische Kredibilität endet normalerweise in Berichterstattungen über Künstler aus der elektronischen Musik. Ab und an nehmen wir aber auch Randphänomene in den erlesenen Kreis auf und berichten über deren Ausfälle. Oft aus Mitleid, noch häufiger aber aufgrund unseres großen Herzens, das wir in Hafensänger-Fashion kleiden. „Not everything sucks“ und so. Nichtsdestotrotz werde ich jetzt meinen Tofu-Joghurt in meinen Jutebeutel packen und meine Adresse wechseln. Nicht dass mich der IS noch erwischt.

Dicker, nicht dass ich davon ausgehe, dass du das hier auch nur ansatzweise ernst nimmst, aber bitte: Find doch etwas Grundniveau. Selbst für dich ist das erreichbar.

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