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Moses hat gesprochen #049, FAZEmag 07.2018
Männersache

 

Moin, Moin ihr Landratten und Nachwuchskapitäne. Entschuldigung: Landratten (m/w) und Nachwuchskapitäne und -kapitäninnen.

Der Sommer pumpt den Schweiß in unsere Gesichter und die Hirnzellen aus unseren Köpfen. Jedes Sommerloch wird gestopft mit den immergleichen Diskussionen über Dieselfahrverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Gender-Bullshit. Versteht mich nicht falsch, ich bin großer Fan von Gleichberechtigung, aber ich bin eben kein Fan von Frauenquoten. Auch nicht auf Festival-Line-ups, darum geht es aber derzeit.

80 Prozent der Festival-Line-ups sind von Männern bzw. schlicht männlichen Bands dominiert. Wo also bleiben die Frauen in dem Spiel? Die Theorie besagt, dass eben die komplette Kette nur aus Männern besteht, sei es Booker, Promoter, Künstler, Veranstalter, Techniker und es weibliche Künstler daher schwer haben, in dieser Männerdomäne zu bestehen.

Ich persönlich finde die Grundlage der Diskussion sinnvoll, als das sie unsere Sinne schärft. Nun ist es aber doch so, dass der Markt und die Nachfrage das Line-up bestimmen. Wir mögen Amelie Lens wegen ihrer Musik und nicht wegen ihres Aussehens. Wir finden Monika Kruse musikalisch grandios, ihre Locken sind für uns nicht relevant. Gayle San, Miss Kittin, Kerstin Eden?

Haben wir wirklich zu wenig weibliche Künstler? Wenn ja, warum ist das so? Ist es wirklich die Männer dominierte Welt, die es den Mädels so schwer macht? Ich glaube das nicht, längst sind die Zeiten überholt, in denen Künstlerinnen nur als Sexobjekt angesehen wurden und die Paris Hiltons dieser Erde am besten Topless auflegen sollten. Geht es nicht um das Ergebnis? Ist nicht gute Musik essentiell und wichtig? Es ist irrelevant, ob das nun von einem DJ, einer DJane oder einem Hund gespielt wird. Es ist mir schlichtweg egal.

Vergeudet bitte nicht unsere Lebenszeit mit unsinnigen Diskussionen. An die Mädels da draußen: traut euch! Macht euer eigenes Ding! Das gleiche gilt für die Jungs.

In diesem Sinne
Euer Moses

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