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Auch in diesem Jahr fand die europäische Ausführung des Movement Festivals in Turin statt und ging somit in die dreizehnte Runde. 15.000 internationale Feierwütige reisten am 12. und 13. Oktober nach Italien, um zu den Bässen von Amelie Lens, Solomun, Charlotte De Witte, Nina Kraviz, u. v. m. zu tanzen. Das Movement Festival Torino wurde von Maurizio Vitale Junior ins Leben gerufen und findet seit 2013 alljährig im Lingotto Fiere statt, einer riesigen Halle, die ehemalig eine Produktionsstätte der Fiat Automobilwerke war. Heute dient die Location als Zentrum exzessiver Partynächte, wie es die diesjährige Ausführung des zweitägigen Spektakels wieder mal ehrwürdig unter Beweis gestellt hat. Das untermauern auch die Besucherzahlen, die jährlich gestiegen sind. Zur ersten Ausgabe des Movement Festivals im Jahr 2006 erschienen rund 2500 Besucher, im Folgejahr nahmen schon 6000 Menschen an dem einzigartigen 2-Tages-Indoorfestival teil. Mittlerweile zieht es schon mehr als 15.000 internationale Individuen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund nach Italien. Was sie alle vereint: die Liebe zum Techno.

Zu einer unvergesslichen Partynacht gehört nicht nur eine einzigartige Location, sondern auch gute Boxen und eine energiegeladene Crowd. Eine solch riesige Halle mit einem guten Sound zu versorgen ist nicht einfach, den Veranstaltern vom Movement Festival ist es aber mehr als gelungen. Zudem waren die Visuals perfekt auf die Sets von Kink und Co. abgestimmt und haben so manch einem Besucher wohl den Kopf verdreht.

Was waren die Highlights des Movement Festivals in Turin?

Für den Start sorgte am Freitag um 22 Uhr Claudio Chiavegato mit einem zweistündigen B2B Set mit Jonny N’Travis auf der sog. Jäger Stage, der Mainstage. Daraufhin heizte Nina Kraviz der Menge zwei Stunden lang ordentlich ein. Die Stimmung der 15.000 Technobegeisterten kam zum Höhepunkt als Solomun sein Set begann und schließlich noch Amelie Lens der Masse mit ihren deepen Bässen den Rest gab. Joseph Capriati spielte im Anschluss bis fünf Uhr morgens das Closing des ersten Tages. Parallel dazu riss Charlotte De Witte die Burn Stage im zweiten Floor ab, der auch die Raver befriedigen konnte, die kleinere Räume und ein Wohnzimmerfeeling mit ordentlich Bass eher bevorzugen. Highlight des zweiten Tages waren definitiv Burn Residency – repräsentiert durch Anabel Sigel – Kink, Ilario Alicante und das Closing der Martinez Brothers aus Bronx. Alles in allem waren die internationalen Top-Acts eine Zusammenstellung  aus der Liga der Spitzenklasse. Der Vorteil an einem Festival im Ausland: Man lernt neue DJs kennen, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat. Und manchmal ist eine Reise ins Ungewisse besser als etwas, das man schon seit Ewigkeiten kennt.

Wer sich von den Künsten der Veranstalter selbst überzeugen will – es aber nicht bis Ende des nächsten Jahres abwarten kann – sollte unbedingt das Kappa Futur Festival abchecken, denn der Cousin vom Movement Festival findet jedes Jahr ebenfalls in Turin statt. Allerdings zu einer Zeit, wo die Temperaturen noch etwas wärmer sind: im Juli. Auf die vierzehnte Ausführung des Movement Festivals müssen wir nun leider noch ein Jahr lang warten. Da die Zeit jedoch schneller vergeht als man denkt, ist jetzt der beste Moment, um die nächste Festivalsaison zu planen. Denn wir wissen alle: Tickets auf den letzten Drücker kaufen ist teuer. Und stressig.

Hier habt ihr schon mal ein paar Eindrücke vom diesjährigen Wochenende in Turin. Es war die weite Reise nach Italien wert, denn die Italiener wissen definitiv wie man die Halle zum Beben bringt!

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Fotos: Simone Arena