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Der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) hat die Umsatzzahlen des letzten Jahres veröffentlicht. Insgesamt lag der Musikumsatz 2018 bei 1,582 Milliarden Euro, das ist ein erneuter leichter Rückgang, nachdem schon 2017 (1,588) etwas niedriger war als 2016 (1,593).

Streaming ist natürlich weiterhin der große Aufsteiger und wuchs um 33,5 Prozent auf einen Marktanteil von 46,4 Prozent. Die CD schmiert weiter ab – minus 20 Prozent –, behauptet aber immer noch einen Marktanteil von 36,4 Prozent, die Downloads liegen mittlerweile bei 7,8 Prozent.

Vinyl hat im letzten Jahr erstmals seit 2006 einen Rückgang zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorher um 5,2 Prozent gesunken, jetzt bei einem Marktanteil von 4,4 Prozent.

 

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„Nach zuvor vier Wachstumsjahren befindet sich der Branchenumsatz mittlerweile im zweiten Jahr auf einem Plateau, was keine schlechte Nachricht ist. Vielmehr hält die deutsche Musikindustrie in der aktuellen Transformationsphase weiterhin Kurs, und das, obwohl wir bei der CD, die bei uns noch immer in erheblichem Maß zu den Brancheneinkünften beiträgt und entsprechend hohe Relevanz für die Gesamtbilanz hat, einen Rückgang von 20 Prozent sehen. Dass der Markt stabil ist, liegt an den andauernden erheblichen Zuwächsen beim Audio-Streaming: Ein Plus von 33,5 Prozent auf bereits sehr hohem Niveau zeigt die große Akzeptanz bei den Fans. Ein sehr gutes Vorzeichen für die kommenden Jahre, weil das auch ein Indikator für die zunehmende Zahlungsbereitschaft der Nutzerinnen und Nutzer ist; der Löwenanteil der Umsätze im Audio-Streaming-Bereich wird schließlich durch die Premiumabos generiert. Eine Botschaft an all jene, die noch immer der Meinung sind, User Upload-Plattformen sollten keine höheren Lizenzen zahlen müssen: Laut aktuellen Studien konsumieren die Fans Musik zu etwa gleichen Zeitanteilen über Audio- und Video-Streaming-Angebote. Das schlägt sich jedoch mitnichten im Umsatz nieder. Während Audio-Streaming inzwischen für bald 50 Prozent der Brancheneinnahmen steht, fließen durch die über Video-Dienste gestreamte Musik gerade einmal 2,4 Prozent an die Kreativen und ihre Partner zurück, was in der aktuellen Diskussion über die Urheberrechtsreform oft vergessen wird.“ (Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI)