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In einem alten Bahnhofsgebäude in Oelsnitz soll sich die regionale Technoszene etablieren. Schon lange Zeit gab es in der großen Kreisstadt Oelsnitz keine Möglichkeit, auf eine Technoparty zu gehen. Doch das soll sich nun ändern. Am kommenden Samstag ist die Eröffnung.

„In Oelsnitz gab es schon immer eine ausgeprägte Szene“, erklärt der Techno-Produzent Ascon Bates. Mit ihm sind es insgesamt drei Gesellschafter, die den Club Trafo leiten. Weitere zehn Personen, die zum Team gehören, haben zwei Jahre lang für die Sanierung und Restaurierung des alten Bahnhofs gesorgt.

„Das Gebäude müsste etwa zwölf Jahre leer gestanden haben und so sah es auch aus. Innerlich war es eine Ruine. Einige Gebäudeteile standen unter Denkmalschutz“, erinnert sich der 37-Jährige. Der Club entstand durch Umgestaltung der verwinkelten Location und soll eine neue Pilgerstätte für Technofans werden.

Da es dem Club um Subkultur geht, werden nicht mehr als 200-250 Gäste hereingelassen. Die Inhaber wollen mit dem Club nicht reich werden, sondern sich selbst treu bleiben. Geldnöte entstehen dadurch nicht, denn man kann einen kleinen Club nur über Connections finanzieren, wie der seit 1994 aktive Ascon Bates weiß. Man könne gute Preise mit den auftretenden Acts aushandeln und auch die gemäßigten Mieten im Osten tragen dazu bei, die Kosten des Clubs gering zu halten.

Vorerst war ein großer Ballungsraum als Standort vorgesehen, doch dort hätte es ganz andere Voraussetzungen gegeben und so führte der Weg der Inhaber sie zurück in ihre Heimat. „Es geht uns nicht nur um die Musik, es geht um das Flair“, betont Ascon Bates. Ein eigenes Plattenlabel stünde als nächstes an. Dieses käme auch in den angemieteten Räumlichkeiten unter. „In der Sommerpause wollen wir den Club dann als Galerie nutzen“, erläutert der 37-Jährige.

Auch die Bar soll etwas Besonders werden. Zahlreiche hochwertige Drinks sollen den Gaumen der Besucher von standardmäßiger Club-Bewirtung wegführen. Der Fokus liegt auf der Regionalität. Auch der Name von Club Trafo birgt einen großen Wiedererkennungswert. Bei der ersten Besichtigung habe laut Ascon Bates alles voller Trafos gelegen. Der Trafo setzte sich durch. Irgendwie passt er zum Techno-Thema. Außerdem ist der Name durch seine Kürze einprägsam. Genau das Richtige also für die neue Party-Location, die selbst gar nicht so berühmt werden möchte.

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