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Mit „Pumpin’ Blood“ hat das schwedische Electropop- Trio im vergangenen Jahr den Sommerhit schlechthin abgeliefert, der NoNoNo internationale Beachtung in Musik,- Fashion- und Lifestyle-Medien von der Vogue bis zum amerikanischen Late-Night-Talker Jimmy Kimmel bescherte. Nach dem Release ihrer aktuellen Single „Hungry Eyes“ schicken die Skandinavier nun mit „We Are Only What We Feel“ endlich ihr lange erwartetes Albumdebüt hinterher.

NoNoNo – was sich auf den ersten Blick als bockige Verweigerungshaltung präsentiert, das stellt sich bei näherer Betrachtung als ziemlich gesunde Einstellung gegenüber sämtlichen Zwängen dar, denen man sich von Zeit zu Zeit wohl oder übel im Leben unterwerfen muss. „Wir betrachten den Namen als etwas sehr Positives“, erklärt Frontfrau Stina Wäppling die ungewöhnliche Wahl. „Es kann nicht verkehrt sein, nein zu etwas zu sagen, das einem im Grunde seines Herzens widerstrebt und somit auch nicht glücklich macht. Nein zu sagen, bedeutet auch, den Weg für Neues frei zu machen.“ So wie es NoNoNo mit ihrem Albumdebüt „We Are Only What We Feel“ tun. Gegründet hat sich die Dreierformation aus Sängerin Stina und dem für seine Arbeit mit Icona Pop bekannten Producer-Duo Astma & Rocwell im Frühling 2012 in Stockholm – gemeinsam lebt man nun seine Vorliebe für bittersüßen Electropop mit Ecken, Kanten und jeder Menge Tiefgang aus. Was Acts wie MS MR, Chvrches, Lorde oder Charli XCX kürzlich schon erfolgreich kultiviert haben, das bereichern NoNoNo jetzt noch ein Stückchen mehr um ihren kontrastreichen Helldunkel-Sound. Irgendwelche Befürchtungen, nach ihrem ausgesprochen eingängigen shiny happy Durchbruchshit als oberflächliche Plastikpopband missverstanden zu werden, haben die Schweden allerdings nicht. Schon im Vorfeld kündigten NoNoNo vorsichtshalber an, dass auf ihrem Album nicht nur durchgängig die Sonne lachen, sondern es auch ein paar eher heiter bis wolkigere Momente geben würde. Urban Pop, Electro und ein paar effektvoll platzierte Dark Wave-Elemente ergeben bei Wäppling und Co. eine atmosphärische Hybridmischung irgendwo zwischen skandinavischen Lokalmatadoren wie Robyn und Lykke Li und dunklen 80er-Kultbands wie The Cure und Depeche Mode. „Vielleicht ist unser Sound unterbewusst eine Art Gegenreaktion auf die seichte Popmusik der vergangenen Jahre. Irgendwann sehnt man sich nach mehr Tiefe, nach echten Emotionen und nach einer Aussage. Denn am Ende sind wir doch einfach nur, was wir fühlen…“

 

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