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Seit Anfang Oktober ist der fünfte Teil von Oliver Huntemanns Compilationserie „Play“ erhältlich, in die ihr hier reinhören könnt. Für diesen Teil war der Hamburger DJ und Labelbetreiber in Wien. Ein vergleichsweise bekannter Ort, mit vorherigen Teilen der Reihe fasste Huntemann die Momente von Nächten in Sao Paulo, Paris, New York und Melbourne zusammen. Für uns erzählt er ein wenig über die Serie, die Nacht in der österreichischen Hauptstadt und sein neues Label Senso.

Mit „Play“ warst du nun in Sao Paulo, Paris, New York, Melbourne und Wien. Wie kam es zu der Serie?
Irgendwann auf Reisen, bei denen ich eine Menge Zeit in Flughäfen schinden muss, dachte ich, dass es schön wäre, wenn ich meine Nächte irgendwie einfangen und Erinnerung behalten könnte. Da ich immer unterwegs und in Bewegung bin, wollte ich auch, dass die Compilation reist.

Wie unterscheiden sich die Städte deiner Meinung nach und wie die Sets, die du dort gespielt hast?
Auch wenn es meistens Metropolen sind, wobei Wien da zu der Mini-Metropole gehört, unterscheiden sich die Städte gravierend. Die Sets spiegeln immer eine Huntemann-Dynamik und meinen derzeitigen Musikgeschmack wider, der sich natürlich mit der Zeit aber auch verändert und variiert.

Ist es für dich aufregender oder spannender, wenn du weißt, dass dein Set aufgenommen und als Compilation veröffentlicht wird?
Das würde ich so nicht sagen, aber da es sich um eine Live-Aufnahme handelt, die hinterher nicht geschnitten und editiert wird, gehe ich natürlich mit einer anderen Konzentration und Vorfreude an das Set ran.

Unterscheidet sich der „PLAY! 05“-Mix von deinen sonstigen Sets?
Nein, nicht zwingend. Bei meinen sonstigen Sets bin ich nicht auf eine bestimmte Trackauswahl und Zeit beschränkt und kann etwas mehr variieren, aber im Grunde ist es ein 100% Huntemann-Set.

Gibt es einen Moment oder Track, der dir von der Nacht in Wien besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Da es mein Geburtstag war, fing der komplette Club an, bei meinem Eintritt in die DJ-Booth Happy Birthday zu singen. Ich war kopfmäßig gar nicht bei meinem Geburtstag und total überrascht und gerührt. Von da an konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.

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Du hast zahlreiche exklusive Titel im Mix, unter anderem von CJ Hartmann, Jacob Phono & Jens Bond, Dubspeeka und Rob Hes. Wie hast du die Titel für die „PLAY! 05“ ausgewählt?
Wir haben Titel lizensiert, die sich in meiner Mainbox etabliert haben. Künstler mit denen ich zusammen arbeite, habe ich gefragt, ob sie ein exklusives Stück für die Compilation machen wollen und einige Newcomer, deren Demos ich in der Zeit getestet habe, haben es so auch auf die Compilation und teilweise mit einer Folge-Single auf Senso Sounds geschafft.

Die Compilation erscheint auf Senso Sounds, einem neuen Label von dir. Welche Philosophie verfolgst du bei dem Imprint?
Meine Philosophie ist, nach vorne zu schauen, Neues zu entdecken und umzusetzen. Senso Sounds wird meine Idee von Soundästhetik so konsequent wie möglich nach außen tragen. Die Mischung aus alten Hasen wie André Winter, dubspeeka und Andreas Henneberg gemischt mit frischem Blut von BE//LA aus Hamburg oder Florian Gasperini aus Barcelona hat offensichtlich jetzt schon viele Freunde gefunden. Ich bin total aus dem Haus, wie fix das ging.

Was steht nun noch in den kommenden Wochen bei dir und Senso Sounds an?
Ich bin grad viel unterwegs. War am Samstag in Istanbul, am Sonntag in Barcelona, dann kurz zu Hause, um am Mittwoch kurz ein paar Termine beim ADE in Amsterdam wahrzunehmen. Heute ist Freitag und liege ich grad gerädert auf meinem Hotelbett in Buenos Aires und versuche mich auf das Interview zu konzentrieren. So ähnlich wird es die nächsten Wochen weitergehen. Daneben passiert viel auf Senso. Ganz frisch ist die „Apaneka EP“ von Matt Sassari & Mat Mor. Ein Duo aus Marseille und Wien. Am 3. November kommt meine Single „Schnitzel / Vienna“, die zur „PLAY! 05“-CD gehört und am 24. November erwartet uns ein Relase von unserem langjährigen Freund Andreas Henneberg.

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Fotocredit (zweites Bild): Katja Ruge