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ONYVAA – die Intensität von Techno

ONYVAA lebt im pulsierenden Paris und stammt ursprünglich aus L.A. Mit ihrer erste zweiten Veröffentlichung „Silk Route EP“ machte die Technoliebhaberin bereits auf sich aufmerksam. Ihre Produktionen weisen einen interessanten Stil auf, der sich aus Detroiter Techno und auch anderen Einflüssen sowie flächigen Sounds zusammensetzt. Dieser Tage besonders spannend; ONYVAA setzt auch dezent arabische Vocalsamples ein und taucht ihre Tracks somit in orientalisch anmutende Technogewässer. Die Veröffentlichungen selbst kommen auf ihrem eigenen Label Passeport ans Tageslicht. Passend zum jüngst erschienenen Release haben wir uns mit ihr unterhalten.

Du bist mehr oder weniger ganz frisch dabei. Dennoch wäre es spannend zu wissen, wofür dein Herz derzeit mehr schlägt. Producing im Studio oder DJing?

Ich liebe tatsächlich beides sehr. Ich liebe den kreativen Prozess eine Idee eines Tracks aus meinem Kopf im Studio zum Leben zu erwecken. Musik ist pure Energie und es ist ein atemberaubendes Gefühl die Stimmung von der Crowd direkt mit Platten beeinflussen zu können, die ich auflege. Daher ist es einerseits ein fantastisches Erlebnis Musik im Studio zu produzieren, die dann später direkten Einfluss auf den Hörer hat und aber eben auch auf dem Dancefloor, wenn ich hinter dem DJ Pult stehe.

Dein erster Podcast deines eigenen Labels Passeport stammt aus deiner Feder. Was ist für dich besonders wichtig bei einem Mix?

Ich verbringe jeden Tag mehrere Stunden nur darauf, Tracks zu suchen, zu denen ich selbst gerne abgehen würde. Und natürlich bin ich auch immer auf der Jagd nach ausgefallenen Tracks für meine Sets. Neben der Auswahl ist auf harmonisches Mixing für mich essentiell, da es mein Ziel hierüber Leute mit auf eine Reise zu nehmen. Alles, was ich dazu benötige ist dann letzten Endes ein gutes Soundsystem und eine offene Clubcrowd, die Lust hat die Nacht mit mir durchzutanzen.

Was hat dich den persönlich an Techno in den Bann gezogen?

Ich habe Techno auf einem kleinen Festival für mich entdeckt und wusste seitdem, dass ich nichts anderes tun wollte, als aufzulegen und mich mit dieser Musik auseinanderzusetzen. Ich liebe den Drang von Techno, das Ziehen und die Intensität dieses Genres über alles, da es sehr mit meiner eigenen Persönlichkeit übereinstimmt. Für mich ist Techno ein wenig wie Wein: Je mehr Du davon hörst desto mehr entdeckst du in den Tracks an Feinheiten und desto mehr gefällt es dir. Ebenfalls fasziniert es mich, wie Producer so unglaublich gute Tracks produzieren und das teils mit rein analogem Gerät. Auch die Vinylkultur im Techno finde ich unglaublich spannend.

Und welche Künstler haben dich beeindruckt?

Len Faki mit seinen Mixskills. Aber auch Sven Väth für seine stets unglaubliche Trackauswahl. Von den Newcomern habe ich gerade Moddullar für mich entdeckt.

Du hast gerade deine zweite Platte auf deinem Label Passeport veröffentlicht. Bist du dennoch wieder im Studio mit Synthie und Drummachine für neue Produktionen?

Ja, das bin ich tatsächlich. Daher ist mein Instagram-Account auch immer wieder von Studiofotos geflutet. Meistens von meiner Katze und meinen Synths und anderen Hardware-Geräten. Schaut doch mal vorbei: @onyvaa.

Was steht für dich in nächster Zeit an?

Mein Fokus liegt auf dem kontinuierlichen Produzieren von Tracks und darüber hinaus mein Label aufzubauen. Mein Plan ist alle 6 Wochen eine EP zu veröffentlichen. Und nebenher die Welt zu bereisen, aufzulegen und ein wenig Wärme und gute Vibes zu spreaden.

www.facebook.com/onyvaa