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Nach bisher drei Albumveröffentlichungen auf Steve Bugs Vorzeige-Imprint für Deep- und Vocal-House, Dessous Recordings, war es in den letzten Jahren ein wenig ruhig geworden um den DJ und Producer Michael Vater, alias Phonique. Mit dem Album „Green Supreme“ meldet sich der Berliner nun auf seinem eigenen Label, Ladies and Gentlemen, zurück und setzt in elf neuen Tracks auf altbewährte wie neue Protagonisten im Studio. Nachdem die Single „Grass Is Greener“, mit Vocals von Antonia Vai, bereits im Oktober letzten Jahres als Teaser veröffentlicht wurde, ließ spätestens die nachgeschobene Single „Something To Remember“, gesungen von niemand geringerem als Stee Downes, erahnen, dass etwas Großes folgen würde. Weitere Kollaborationen mit Richard Davies, Ian Whitelaw, Lazarusman oder Eddie Fowlkes schnüren ein Paket aus sehr clubtauglichen Tracks, mal poppig angehaucht, mal mit viel emotionaler Tiefe, aber auch zum Teil mit Bestimmung auf die Tanzfläche bittend (wie z.B. „The Supreme Artist“). Die Grundstimmung des Albums wirkt über weite Strecken zwar melancholisch, was anhand der Harmonieverläufe deutlich wird, dennoch versteht es Phonique, mit seinem langjährigen Studiopartner Alex Krüger, seine Erfahrungen als DJ mit in die Produktionen einfließen zu lassen und so den Zuhörern hier und da ein breites Lächeln zu schenken. Heraus hören lassen sich eindeutig tropische Einflüsse, die sich in Form von Percussion-Elementen als lateinamerikanische Schlenker in der Groove-Gestaltung bemerkbar machen.
Insgesamt handelt es sich um ein sehr durchdachtes Album, das, abseits von konstruierten Mainstreamproduktionen, gerade bei Fans von echtem Deep- und Vocal-House, große Chancen auf Erfolg hat. // Master J

VÖ: 24.02.17, Digital & Grünes Vinyl
Pre-Order: https://Phonique.lnk.to/GreenSupreme