radio_slave_feel_the_same

Irgendwann wurde Matt Edwards zum Sklaven derjenigen Geister, die er selbst heraufbeschworen hatte: Technoproduktionen ohne Ende, Umzug nach Berlin und komplettes Abtauchen in die Szene, dann der Absturz und Reset mit Konzentration auf Familie und gemächlicher Lebensweise. Und so kann der beatlose Opener für ein Umdenken seiner Lebenseinstellung sein, die aber nichts daran ändert, dass er House und Techno trotzdem treu bleibt, wie das kantige arhythmische (“Forana“,“101“) unterstreicht. Und sofort befindet er sich mit housigem Detroit-Touch (“Feel The Same“) mitten im Geschehen und auf der Tanzfläche – seine Produktionsskillz sind beeindruckend wie eh und je. Es fiept wie gewohnt, mal intensiver („Trans“,“Geisterstadt“), aber auch beschaulicher, bedrohlicher (“Axis“). Mir gefällt die 80er Hommage an funky Breakbeats (“No. 9“). Fazit: Radio Slave hat sein Spektrum erweitert, bleibt den techy Tracks (“No. 11“) jedoch weiterhin treu und spielt mehr mit den ihm zur Verfügung stehenden Elementen (“No. 12“). 7/10 Cars10.Becker