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Raverglueck – die Kolumne Pt. 1
Movement Detroit

Das Vorhaben, ein Jahr lang um die Welt zu reisen, um jedes Wochenende ein Technofestival zu besuchen, klingt ja erstmal wie ein Scherz … Aber seit der Idee im letztem Jahr im Mai haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diese verrückte Aktion durchzuziehen und sind nun schon seit fast sieben Monaten unterwegs. Von ca. 50 Festivals haben wir bereits 30 ohne Schaden überlebt und dabei 18 Länder besucht. Naja, vielleicht nicht ganz ohne Schaden, denn der untere Rücken lässt uns bei dem ganzen Raven ab und zu im Stich.:-D

Was uns auf unserer Reise so widerfährt teilen wir unter dem Namen Raverglueck auf Instagram, Facebook und unserem YouTube-Kanal. Unsere Mission ist aber größer, als euch nur zu unterhalten und zu informieren! Auf unserer Website www.raverglueck.com könnt ihr unterschiedliche Filter nutzen, um Technofestivals weltweit zu finden und ihr habt hier auch erstmals die Möglichkeit, eure erlebten Festivals zu bewerten!
Bei Restaurants oder Hotels ist es ja schon Alltag, dass wir vorher wissen, was ungefähr auf uns zukommt – warum nicht auch bei Festivals? Anhand von insgesamt neun Kriterien und einem persönlichen Kommentar könnt ihr euer Feedback abgeben und dazu beitragen, dass die Ravergemeinschaft noch bessere Erlebnisse hat, denn wenn die Mehrheit von uns eine Veranstaltung richtig geil fand, dann war sie wahrscheinlich auch geil!

Heute haben wir also die Ehre unsere erste Kolumne zu starten und würden euch gern ein ganz besonderes Festival vorstellen:
Das Movement Festival in Detroit war unsere Nummer 8 und musikalisch eines der absoluten Highlights. Mitten in Downtown auf der Hart Plaza starten wir aufs Line-up und wussten nicht, wo wir zuerst hingehen sollten, weil parallel beispielsweise Loco Dice b2b The Martinez Brothers, Laurent Garnier, KiNK und Marcel Dettmann auflegten. Fünf Bühnen wurden mit minimalen Laufwegen rund um die Plaza aufgebaut, wobei der Sound immer exzellent war und man trotz der geringen Distanzen immer nur eine Bühne hörte. Die Underground-Stage war die einzige Bühne unter der Erdoberfläche und für uns ein besonders charmanter Rückzugsort.
Beim Tanzen im Untergrund wurde man von der Sommerhitze schier erdrückt und die industriellen Sounds von DJs wie Aurora Halal oder Steve Bicknell bohrten sich ohne Gnade direkt in durch den Kopf ins Herz. Wenige Meter von der Tanzfläche entfernt hatte sich eine Menschentraube um zwei Tanzende gebildet, die sich mit voller Hingabe gegenseitig battleten. Das ist doch genau das, was man sich unter Detroit-Techno vorstellt, oder?
Von den anderen Bühnen konnte man den Blick über die ikonischen GM-Tower schweifen lassen, über den Detroit River rüber nach Kanada oder man entspannte sich in dem kleinen Amphitheater und beobachtete Menschen, die vor einer riesigen Kunstinstallation mit Blumen posierten.
Wir könnten uns jetzt eine Weile darüber streiten, ob Detroit wirklich der Geburtsort von Techno ist oder nicht – feststeht, dass man beim Movement Festival eine ganz besondere Atmosphäre spürt. Neben Wu-Tang Clan als 25th Anniversary Highlight wurden sämtliche DJs mit Bedacht ausgesucht und neben bekannten Headlinern bekamen auch weniger bekannte Artists einen Slot. Es entsprach nicht alles unserem persönlichen Geschmack, aber die Qualität des Line-ups überzeugte ohne Frage.
Und im Gegensatz zum recht rustikalen Venue mit ein paar einzelnen Visuals und der vorrangig harten Sets war die Stimmung extrem positiv, freundlich und rücksichtsvoll. Das Movement Festival ist eine Veranstaltung für Techno-Begeisterte, die vor allem auf zwei Dinge Wert legen: Musik und Menschen.

Iryna & Roxy

www.instagram.com/raverglueck

 

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