Foundation
RMB löst sich von alten Zöpfen und das neue Album klingt nach Filmmusik. „Alpha“ ist dementsprechend ein filmreifes Intro. „Tatendrang“ ist ein Startertrack geprägt durch schöne Elektroelemente. Im Break kommt eine schöne Melodie hinein, wobei das gesamte Stück recht krachig und aufgewühlt bleibt. Dennoch findet es seine Momente der Ruhe um dann wieder voll einzusteigen. „Foundation“ ist bis hierher das einzige Stück mit 4/4-Basslauf. Hier erleben wir wiederum einen Pianosound, den wir bereits in einigen Stücken aus dem letzten Album „Twentythirteen“ hören durften. Die Elektroelemente fehlen hier dennoch nicht. So ein kleines bisschen RMB hört man jedenfalls heraus. „Schwerkraft“ ist wieder ein Stück mit satten Elektrobeats und vielen Sounds. Der letzte Break ist wiederum ruhig bevor er melodiös und leicht krachig ausläuft. „Aufbau“ filtert gemächlich Melodieelemente und andere Sounds ein, bevor die Clap die Richtung vorgibt. Dann setzt der Bass ein. Viele flächige Soundstrukturen sind hier zu hören neben einem 4/4-Beat. „Boulders & Bricks“ beginnt mit sphärischen Klängen und man erwartet hier zunächst keinen 4/4-Bass. Ich erinnere mich irgendwie an Blade Runner, obwohl ich meine hier eine orientalische Zurna herauszuhören, etwas verzerrt, aber dennoch hörbar. „Analog Underground“ beginnt ruhig mit Pianosequenz, sodann etwas krachige, distortete Elemente, dann plötzlich wiederum das ruhige wunderschöne Piano bevor der 4/4-Beat überraschenderweise einsetzt. „Against all odds“ beginnt sehr vielschichtig, dann kommt ein Elektrobeat. Wieder Melodien, teilweise uplifting, erinnert an Bladerunner und Vangelis. Die Clap mit dem Hall macht hier in Kombination mit den atemberaubenden Klangstrukturen ganz viel aus. Episch und großartig. „Planierraupe“ enthält eine leicht verzerrte 303 nebst 4/4-Beat. Hier gehen die Sounds eher in die hitorientierte Richtung, aber mit einem gewissen Effet Coolness. Die Melodie erinnert mich wiederum an ein Stück aus dem letzten Album. „Unfolding“ erinnert zu Beginn etwas an „Hang Massive“ und ihre Klangschalen. Das Piano ist wiederum melancholisch schön vertreten. Ein herrlicher Closer. Nix für Schnellficker sondern für Freunde der musikalischen Basis und der Vielschichtigkeit. 10/10 Manuel Lauro