Laurent Garnier – Speicher 95: Tribute EP (Kompakt Records)

Der französische Techno-Wizard mit seinem ersten Einsatz für das Kölner Kompakt-Label. Garnier liefert Bretter, die sich gnadenlos ins Hirn schrauben und keinerlei Fußstillstand auf der Tanzfläche erlauben. „1-4 Doctor C’est Choquette“ im leichten Aufgalopp, nach und nach wird an der Synthie-Schraube gedreht, immer intensiver und hypnotischer – begleitet von einer so herzerweichenden melancholischen Stimmung. Zwischendurch der obligatorische Break, aus dem sich aber die Restlaufzeit wie ein Tornado erhebt und den Dancefloor aufwirbelt. Fast elf Minuten Wahnsinn. Auf der B-Seite brodelt „From The Crypt To The Astrofloor“ durch den Kosmos, weit hinter die dunkle Seite des Mondes. Ein psychisch bohrender...

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KiNK – Dynamo and Neutrino EP (DGTL Records)

„Dynamo“ klingt bei der näheren Inaugenscheinnahme wie ein schöner Opener oder ein entspanntes Stück zwischendurch. Doch es holt dich einfach zu sehr ab, um es als reinen Opener durchgehen zu lassen. Irgendwie mysteriös und dennoch vertraut. Die Magengrube ist entzückt. Absolut nix für zwischendurch mal reinhören. Nimm dir Zeit, es ist es wert. „Neutrino“ beginnt etwas ruhiger und gemütlicher, dennoch tanzflurtauglich. Klingt ein wenig nach Techhouse, wie ich empfinde, ist aber doch eher Techno. Und irgendwie entwickelt es sich dann doch noch zur Handsupnummer, die unheimlich subtil von unten nach oben drückt, wenn zur dezenten Fläche schließlich noch das...

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Marvin & Guy – Fire! Fire! (Permanent Vacation)

Auf ihrer „Fire! Fire!“-EP lassen es Marvin & Guy ruhig angehen: Das erste Permanent-Vacation-Release im Jahr 2017 stellt sich dem gegenwärtigen Techno-Trend entgegen und weiß mit discoiden, spährischen Tracks zu überzeugen. Den Anfang macht „Theme von Fire! Fire!“, wo langsam aber stetig marschierende Drums und gut ausgesuchte Samples sowie atmosphärische Vocals einen guten Opener für eine Clubnacht abgeben. „Despierta“ ist ein ungemein spaciger Synthie-Jam mit ganz großen Vocals. Basierend auf einer Acid-Bassline und einem funkigen Slapbass geht „Moreno“ auf dieser EP am meisten nach vorne, nicht zuletzt durch seine Verspieltheit. Der letzte Track „Mother Nature is Calling You“ hat...

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Oliver Deutschmann – In The Moment Of Death We Have No Regret (Hotflush Recordings)

Scubas Label Hotflush Recordings ist seit Jahren Garant für hochwertige elektronische Musik, weniger fokussiert auf einen bestimmten Sound als auf das aktuelle Zeitgeschehen. So präsentierten Produzenten wie Recondite, Trevino, Len Faki oder Monoloc ihre Arbeiten auf dieser höchst interessanten Plattform. Ende März erschien nun die mit vier Tracks bestückte EP „In The Moment Of Death We Have No Regret“ vom Berliner Oliver Deutschmann. „Tide“ und „Blind“ gestalten sich beide mitreisend und energetisch, doch unterscheiden sie sich wesentlich in ihrem Charakter. Denn während „Tide“ stark zum Tanzen animiert und die Arme gen Clubdecke wandern lässt, gestaltet sich „Blind“ zurückhaltender und...

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Lake People – Break The Pattern (Uncanny Valley)

Das 41. Release des Dresdener Label Uncanny Valley ist, nach längerer Zeit mal wieder, ein Debüt. Denn niemand anderer als Lake People hat sie produziert. Auf vier Tracks lotet der Leipziger die Grenze zwischen seinem Trademark Sound und heftigeren Electro-Beats aus. Schon im ersten Track „Level Msk“ geht es mit großartigen Synthesizer-Sounds über einem holprigen Beat zur Sache. Da bleibt kein Bein still stehen. Aber auch die restlichen Tracks haben es in sich. „September Futuristic“ mixt Acid-Sounds, mit an Krautrock geschulten Beats, zu einem verträumten House-Groover. „Chords in Chorus“ versucht durch seine tolle Melodie den Winter zu vertreiben und...

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Isolée – Mangroove (Maeve)

„Mangroove“ heißt die neue, drei Track starke EP von House-Wizard Isolée. Darauf zu finden sind Werke, die man als treibend, mitreißend und jackend beschreiben kann: Den Anfang macht „Pisco“, ein Track mit einer unwiderstehlichen Synthiesequenz und ungemein groovigen Percussions, der niemals an Spannung verliert. „L5 Syndrome“ tendiert mit dubbigen Synth-Stabs und Brass-Samples zur Deepness, ohne jedoch den Floor aus dem Auge zu lassen. Zuletzt überzeugt „Mangrove“ mit einem sehr fröhlichen Beach-Vibe, was nicht zuletzt am Synthie-Arpeggio liegt. Dazu ein marschierender Beat und eine äußerst detailverliebte Produktion! 10/10 Basti...

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Jonathan Kaspar – Supine EP (KX)

Der Bonner Local-Hero Jonathan Kaspar hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er produktionstechnisch ganz oben mitspielt und als DJ regelmäßig die Crowd mit einem glücklichen Lächeln durch die Nacht bringt. Jetzt liefert er die „Supine EP“, die bereits von der ersten Sekunde klar macht, wo die reise hingeht: Der Opener „Even“ ist ein Track der mit einem ultra-swingenden Groove und einer quirligen Bassline Ravern die Bodenhaftung verlieren lässt. Im Titeltrack kreiert Kaspar mit Bells und Hammondorgeln ein sehr deepen Vibe, der mit einem organischen Soundbild und Abwechslung sehr überzeugt. Zu guter Letzt scheint „Envelope“ wie aus einem angenehmen...

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Falko Niestolik presents Bigroom Bangers 04-2017

Alok, Bruno Martini feat. Zeebra Hear Me Now (EDX & Nora En Pure Mix) (Spinnin Records) Most Wanted Artist EDX und Label-Kollegin Nora En Pure versuchen auf dem hier vorliegenden Release, das Original noch mal zu toppen, beziehungsweise es in ein clubtaugliches Gerüst zu packen. Gleich vorneweg: Die beiden haben das glanzvoll umgesetzt. Gefühlvoll und mit ordentlichem Druck pumpt es vor sich hin, das Vocal ist so perfekt verpackt, der Break hat eine gut erträgliche Länge, ohne aber dabei an Spielbarkeit zu verlieren. Gänsehaut ist kurz vor dem Drop garantiert und das hat die volle Punktzahl verdient. 10/10 Da...

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Fiedel – Substance B (Ostgut Ton)

Fiedel ist vielen wahrscheinlich eher durch seine Zusammenarbeit mit Errorsmith bekannt. Zusammen sind die beiden MMM, die in den vergangenen 20 Jahren ein Garant für tolle Platten wie „Donna“ oder „Nous Somme MMM“ waren. Obwohl Fiedel schon lange Resident im Berghain ist, debütiert er mit „Substance B“ auf dem zughörigen Label. Der Titeltrack der EP zeigt auch, dass er direkt für den großen Berghain-Floor geschrieben wurde. Düster und bedrohlich beginnt er und entwickelt sich in einen treibenden Techno-Track, dem ein kurzer Loop reicht um seinen Groove zu erzeugen. „Substance B“ kennt nur eine Richtung und die ist geradeaus. Die beiden weiteren Tracks auf der EP sind nicht ganz so kompromisslos gehalten, sie erinnern teilweise an die Produktionen von MMM. Trotzdem sind auch sie für den Einsatz im Club konzipiert. Tolles Debüt. 8/10 Herr...

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Carlos Nilmmns – Heebie Jeebies (Ornaments)

Der Schotte geizt ganz und gar nicht mit Releases auf Ornaments. Nach der kürzlich veröffentlichten Katalognummer 39 liefert er nun die 42 ab – seine vierte insgesamt auf dem Label. „Heebie Jeebies“ joggt durch Du und Bass, leuchtet Acid-farben auf und salutiert dem Detroit’schen Klangspektrum. Intensiv und verstörend schön. Die B-Seite beherbergt die dazugehörigen Remixe. Womit wir wieder in der Motor City wären, denn den ersten liefert DJ Rolando ab. Der transformiert den Track in eine rauschende Techno-Abfahrt mit erhöhter Geschwindigkeit und Rave-Signal, während The Analog Roland Orchestra das schwere Gerät auspackt und einen Rhythmus zwischen Stakkato und Amboss...

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Damian Duda presents „Lead The Field 025“

Hallo im April! Dass innovative und außergewöhnliche Veranstaltungen häufig direkt mit großen Erfolgen belohnt werden, hat zuletzt eine neue Event-Reihe im Kölner Bootshaus bewiesen. Die Idee hinter Nibirii stammt vom Lokalmatadoren Björn Grimm – ein Interview mit ihm findet ihr in der FAZEmag-Februarausgabe in der Reihe „Helden der Nacht“ –, das Event widmet sich ausschließlich Psy-Trance und Goa und kombiniert dieses Hauptthema mit Drum ’n’ Bass und Techno auf den Nebenfloors. Eine mutige Idee mit viel Liebe zum Detail in Sachen Deko und Konzeption – und als Headliner wurde Vini Vici gebucht: Das Projekt von Aviram Saharai und Matan...

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Nick Höppner – Box Drop (Ostgut Ton)

Nach seiner tollen EP mit Gonno aus dem letzten Jahr meldet sich der Panorama-Bar-Resident jetzt mit einer neuen EP zurück. Das Titelstück ist für Höppner eher untypisch, da es ein Dub-Techno-Track ist. Nichtsdestotrotz hat er nicht auf warme, detailreiche Sounds und Melodien verzichtet. Deswegen ist der Track auch kein reines Techno-Tool geworden. Die beiden anderen Tracks auf der Flip erinnern da schon eher an Nick Höppners faszinierendes Debütalbum aus dem Jahr 2015. Entspannte House-Grooves und tolle Melodien also. Der Track „Still“ beginnt mit einem entspannten Groove, der langsam aber sicher anschwillt und sich zu einem Club-Track mit Pop-Appeal entwickelt....

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