Marcus Worgull – Broad Horizons (Innervisions)

  Innervisions-Urgestein Marcus Worgull startet für das Berliner Label ins neue Jahr und liefert uns eine EP mit drei schmackhaften Tracks. Denkt man noch in den ersten Sekunden von „Skango“, dass man sich auf ein Vierviertelbrett einstellen kann, so kommt doch rasch und überraschend die Wende und der Sprung in tiefste Dub-Gefilde mit wabernd-sphärischen Sound-Kaskaden. Auch „Seen“ fängt sehr straight an, driftet dann aber ebenfalls in den Dub-Kosmos ab, schwebt knapp unter der Oberfläche sehr entspannt und deep. Auf der B-Seite dann der Protagonist der Katalognummer 77, der Titeltrack „Broad Horizons“. Und hier treffen wir auf einen klassischen Worgull...

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The Martinez Brothers – Remixed Pt. 1 (Cuttin‘ Headz)

Hier sind nicht nur die Brüder am Start, sondern auch Jerome Sydenham und Mathew Johnson, wie ”No Pop“ als Einsteiger beweist. Der acidluftige Remix stammt von Mathew selbst und klingt sehr dünn, erinnert stark an die 80er und 90er. Was macht Peggy Gou mit “H2 Da IZZO“? Eine resonante Acidwelle mit hooky Snythies und choppy Basshits funktioniert sie zu einem geschmackvoll, housigen Ergebnis. Next DJ Deeon – sein Trunk Junk Remix von “Stuff In The Trunk“ kocht vor ravigen Signalen über und steuert den Bass in den Overdrivebereich. Am meisten überzeugt Miss Kittin an den Vocals. Dance Mania In...

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Niko Schwind – Acid (Sincopat)

Neues Futter für dunkle Club-Dancefloors: Niko Schwind liefert uns zwei neue Produktionen sowie zwei Remixe des Titeltracks. Bereits der Opener „Starchild“ gibt die Richtung dieses Releases an: Verdammt groovigen, zeitlosen House, der sich dem aktuellem Rave-Trend entzieht und dadurch besonders glänzt. Darkes Sounddesign und brachiale Orchestra-Stabs sorgen für Gänsehaut-Stimmung, die jedoch durch fluffig wirkende Percussionpatterns im „Drop“ noch gesteigert wird. Der Titeltrack zeigt sich noch deutlich roher: Organische, kompromisslose Drums treffen auf eine 303 von ihrer besten Seite, verzerrt, spielerisch, zwitschernd und vor allem sehr modern. Darlyn Vlys interpretiert das Original als Space-Disco-Vibe mit technoidem Touch, während Martin Landsky...

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Mano Le Tough – Ashure (Pampa Records)

Mano Le Tough, Irlands wohl bekanntester House-Export, debütiert mit seiner „Ashure“-EP auf DJ Kozes Pampa Imprint. Das kann ja nur gut werden. Der Opener „Your heavy head“ ist der Geheimtipp für den Dancefloor: Manos Stimme stimuliert im Einklang mit der unglaublich deepen Bassline und den zahlreichen, weirden Glockenpercussions das Trommelfell. Auf dem Höhepunkt zelebrieren abgespacte Synthie-Leads den Zauber der Nacht. Fast noch abgespacter wird es auf „Kitedub“: Gemächlich blubbern poppig-experimentelle Modularsequenzen zu groovigen Bassgitarren. Dazu kommen eingängige Vocals und eine gehörige Portion Harmonie. Am meisten überzeugt mich jedoch der Titeltrack „Ashure“. Ganz ohne Beat, nur mit hypnotischen Lyrics und...

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Mathias Kaden – Nova (Ovum)

Manchmal lässt sich eine musikalische Idee nicht nur in einem Track verarbeiten. Und so liefert uns Wizard Mathias Kaden auf seinem Ovum-Recordings-Debüt seinen Track „Nova“ gleich in drei Versionen: Die „Acid-Version“ lässt keine Wünsche offen und marschiert mit Druck und 303-Anleihen zielsicher auf den Floor. Besonderes Schmankerl ist definitiv das stimmig im Arrangement eingesetzte Vocal-Sample. Noch bassgewaltiger kommt das „Tension Tool“ daher. Diese Track-Skizze ist ein Traum von einem DJ-Inro. Am Anfang noch ohne Beat, baut sich der Track über drei Minuten stetig auf und steigert das Verlangen der Crowd nach einer Kickdrum ins Unermessliche. Die „Atmospheric Version“ geht...

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V. A. – Speicher 100 (Kompakt Records)

  Die Speicher-Serie des Traditionslabels Kompakt feiert 100. Jubiläum und lädt gleichzeitig zu einer Reise in die Soundgefilde aus den Anfangstagen ein: Label-Boss Micheal Meyer lässt stampfige, reduzierte Beats auf ravige Synthsequenzen los und verstrickt beides mit viel Liebe zum Detail in einem mehr als gelungenem Arrangement. Langsamer, aber nicht weniger beeindruckend kombiniert Jörg Burger auf „Beatmesse 1+2“ die Klangästhetik der 80er mit zeitgemäßen Ansprüchen zu einem hypnotisierenden Track-Gebilde. Selten wurden Vocal-Cuts so virtuos eingesetzt wie von Jürgen Paape, unterlegt mit atmosphärisch modulierenden Synthesizer-Sequenzen. Etwas hymnischer geht es auf „Rodeo“ zu: Emotionsgeladene String-Motive, malerische Pads und knochentrockene Basslines entführen...

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Chris Koegler – Incolate (Counter Pulse)

Ein weiterer Schwabe, der aus der Techno-Szene kaum noch weg zu denken ist, präsentiert sich auf dem schwedischen Label Counter Pulse von seinr beschda Seide. Enorm drückend und mit jeder Menge Energie schiebt der Titeltrack unaufhörlich den Bass durch die Membrane. “Synatix“ überzeugt durch eine mystisch anmutende Melodie, schiebt dagegen nicht weniger als “Incolate“. Gerade im Break wirkt die Atmosphäre besonders gut. Zum Schluss gibt es noch einen oben drauf. “Asgardia“ haut mit weniger düsterer Melodie, aber dafür mit genauso viel Energie auf die Mütze. Mein Favorit ist hier ganz klar “Synatix“. Alles in Allem eine enorm energiegeladene Scheibe....

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Keope – Saltamonte (Bigamo)

Frank Wiedemann hat ein gutes Auge und Ohr für Künstler, die hochqualitative Tanzmusik etwas abseits des Mainfloors liefern. Ausgewählte Perlen releast er dann auf seinem Imprint Bigamo. So auch die drei-Track-starke EP „Saltamonte“. Der Opener „Caldo (Live At The Attic)“ besticht mit einem vitalen Soundbild, geprägt von Soul-vollen Gitarrenjams, dezenter Synthesizer-Magie und verspielten, analogen Drums. In Tiefenentspannung geht es weiter zu „Cirulin“, wo Keope seinen auf Gitarrenhandwerk gestützten Stil weiter manifestiert. Diesmal aber treiben groovende Drum Maschines und Electronica-Spielereien den Track weit nach vorn. Zum Abschluss wird der Zuhörer in melancholischer Stimmung zurückgelassen: „Aguacero“ fokussiert sich auf möglichst deepe,...

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Jacob Korn – Son of GX (Uncanny Valley)

Nach längerer Auszeit meldet sich Jacob Korn mit einer neuen EP zurück. „Son Of GX“ ist tatsächlich seine erste EP im Jahr 2017. Aber wie sagt man so schön: Was lange währt wird endlich gut – und die EP ist wirklich gut. Sie wurde zu einem großen Teil auf einer Yamaha Electone Orgel produziert, was den recht eigenwilligen Sound erklärt. Eigenwillig ist hier aber überhaupt nicht abwertend gemeint, da er mal etwas Abwechslung in den House-Kosmos bringt. Ansonsten könnt ihr euch auf House-Tracks mit Disco- wie Italo-Einflüssen und viel Schalk im Nacken einstellen. Favourite Track: „Cats On Organ“. 9/10...

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Steve Bug & Langenberg – Chord Cluster (Poker Flat)

Fernab jeglicher Trends zieht Steve Bug nun schon seit Jahren, was sag ich, Jahrzehnten sein Ding durch. Für sein aktuelles Release hat er sich mit Langenberg in seinem Berliner Studio in Berlin eingeschlossen um ein durch und durch episches Meisterwerk namens „Chord Cluster“ zu zaubern. Langenberg, sonst als eine Hälfte von RIBN unterwegs, erweist sich als ‚perfect match’ und verpasst dem Bug´schen trockenen Funk eine gehörige Portion Basic Channel. Die Chords wabern dubbig und melancholisch umher und nach und nach schält sich Bugs Acid aus dem Track heraus. Großes Tennis! Der zweite Track „The Teaze“ trägt schon wieder eindeutig...

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Monkey Maffia – Secular Earth Disk (Freude am Tanzen)

Endlich! Vier Jahre ist es her, dass Sören Bodner alias Monkey Maffia seine letzte EP veröffentlicht hat. Nun also endlich frisches Material, vier neue Tracks. Den Anfang macht „Bad Or Good“, eine richtig fett bohrende Hirnschraube mit Funk, Wumms, gebrochen Beats und enervierenden Vokal-Fragmenten – Ding Dong. „Fake Heroes“ klappert und wabert sich langsam in Wallung, bleibt dabei auch recht reduziert und zerrt sich dann nach und nach weit auseinander. „Mini Mi“ murmelt und mümmelt irgendwo defragmentierend in einer kosmischen Schnittmenge zwischen Jazz und House, mit einer Bassdrum, die einfach nicht stoppen will. Schön und schräg. „Schörless“ verteilt sanft...

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Dominik Eulberg – Bienenfresser & Blauracke (Apus apus)

Der Westerwälder DJ und Producer Dominik Eulberg startet sein neues Label und kündigt gleichzeitig auch ein neues Album an. Vorab gibt es aber drei EPs, Katalognummer 001 ist nun „Bienenfresser & Blauracke“. Der Bienenfresser ist bunteste unserer einheimischen Vögel und so präsentiert sich auf der Track, der hier seinen Sound in verschiedene Richtungen, von einer in die andere Farbe ausschwingt. Ein gestricktes Intro mit Pendelschlag, dezent aber fordernd, macht den Anfang, dann schwirren die ersten Synthie-Fetzen durch die Gegend, die Tiefe ausgenutzt wird und es durch Wald Wissen hallt. Im Mittelteil, wieder etwas minimalistischer, wird der Spannungsbogen gespannt, bevor...

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