Kobosil – 105 (Ostgut Ton)

Kobosil ist zurück auf seinem Stammlabel und macht dort, was er am besten kann: hämmernde Techno-Bretter basteln, die direkt aus Maschinenhallen zu kommen scheinen. Da macht auch die „105 EP“ keine Ausnahme. Die Platte beginnt mit manischen Sounds und dem Track „40000 L“. Noisige Synthesizer hämmern auf einen ein, als wäre man ein Stück Eisen, das es zu schmieden gilt. „Bei Nacht H (178)“ ist ähnlich gelagert, mit schroffen Drums und bedrohlichen Sounds. „Backmask N“ fällt etwas aus dem gewohnten Muster und überzeugt durch seine Rave-artigen Momente und den Einsatz von Vocal-Samples. Abgeschlossen wird die EP von „Derange“, welches...

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Nina Kraviz – Pochuvstvui (трип)

Nach längerer Funkstille meldet sich Trip-Chefin Nina Kraviz mit einer EP für ihr Label zurück. Darauf gibt es die beiden neuen Stücke „Pochuvstvui“ und „You are Wrong“, wobei „You Are Wrong“ in zwei Version auftaucht. Wer das Treiben der Dame verfolgt, der wird die Tracks unter Umständen schon einmal gehört haben, denn sie befinden sich auch auf Ninas hochgelobtem Fabric-Mix. Auf der EP befinden sich allerdings andere Versionen als auf dem Mix. „Pochuvstvui“ ist dabei ein starkes, deepes Techno-Stück, welches sich in düsteren Sets wohl fühlt. „You Are Wrong“ hingegen erinnert stark an ihren Hit auf der ersten Trip-Compilation...

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Radio Slave – Overdue EP (Rekids)

Rekids Gründer Matt Edwards, aus den Untiefen der frühen, englischen Dance-Szene, scheint den Zenit seiner Schaffenskraft erreicht zu haben und fabriziert mit der vorliegenden „Overdue EP“ aktuelles Material seines solo weitergeführten Projekts Radio Slave. Mit zwei Titeln bestückt, startet die neue 12er zunächst mit dem Titel „Revenge“, der eine Hommage an Edwards frühe Zeit in London darstellt. Urban Field Recordings, ein bekanntes Breakbeat-Sample und ein einsetzender Four-To-The-Floor-Beat mit darüber gelegtem Square-Wave-Bass bringen gelungene UK-House-Vibes hervor, die einen zurück in die Ministry of Sound Stimmung der 90er versetzen. Die B-Seite mit dem Titel „Reverse“ ist ähnlich instrumentiert, orientiert sich allerdings...

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CAN – The Singles (Rattay Music)

Schmidt, Czukay, Karoli, Liebezeit = CAN. Neben Kraftwerk zählt die deutsche Band, mit ihrer Blüte in den 70ern zu den Referenzen in Sachen elektronischer Ursprünge, nicht nur bei europäischen Musikern, sondern weltweit. Zum 50-jährigen Bestehen der Band erscheinen die ausgekoppelten Singles in chronologischer Reihenfolge, streng den Versionen der ursprünglichen Singles angeglichen und weniger Bezug zu den Albumversionen nehmend. Durch die chronologische Gliederung wird der musikalische Werdegang des Quartetts auch weniger Eingeweihten einfach gemacht. Während die Endsechziger noch stark von gesanglichen und eher Rockstrukturen geprägt waren (Malcom Mooney klingt auf “Soul Desert“ wie ein leicht hochgepitchter Mick Jagger getragen von...

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Eric Sneo – Sound Traveler [Remixed] (Tronic)

Die schon Anfang des Jahres angekündigte Remix EP von Eric Sneo zu „Sound Traveler“ steht jetzt in den Startlöchern mit Remixen von Lee van Dowski, Ron Costa und 2Pole. Insgesamt fünf Stücke findet ihr auf dem Release. 2Pole hat jedenfalls aus den Originalen von Eric Sneos „Morning Surprise“ und „Resistance“ zwei schöne, düstere Stücke produziert, die auch gut nach vorne gehen. Der „Zissle“ Remix von Lee van Dowski ist zwar minimal, aber mit seinen Effekten und Synthesizern eine tolle Nummer geworden. Ron Costas Remix von „Chord Challenge“ setzt noch einen drauf, der treibende Beat und die druckvolle Bassline machen...

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Israel Toledo – 9 Volts EP – Part 1 & 2 (Analogue Audio)

Auf dem Berliner Label Analogue Audio präsentiert uns der mexikanische Vorzeigeproduzent Israel Toledo die 8 Track starke „9 Volts EP“ – in zwei Teilen. 8 Tracks aber 9 Volts? Labelbetreiber Dominik Vaillant wird die neunte und finale Nummer in Form eines Remix von V1 veröffentlichen. Bis dahin widmen wir uns den bereits käuflichen, acht Stücken von Toledo, die einiges zu bieten haben. Denn der Mexikaner und Wahlberliner präsentiert warmen, analogen Techno, der sich in kleinen wie großen Räumlichkeiten wohlfühlt, der die Leute mitreißt und begeistert. Hypnotisierende Loops treffen auf energetische Drum-Rhythmen. Ein tolle Zusammenstellung, die auf den Tanzflächen Wirkung...

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Jori Hulkkonen – I Am The Night/Tintan Terdel (My Favorite Robot)

Der Finne meldet sich zum Sommer mit einer neuen EP zurück, der Vorbote zu seinem bald erscheinenden Album „Don’t Believe In Happiness“. „I Am The Night“ ist ein außergewöhnlicher Track mit Hymnenpotential. Mystische Vocals führen den Track auf den Dancefloor, majestätisch gleitet die 808, Epos und Drama füllen die Flächen und lassen die Akkorde erbeben. „Tintan Terdel“ hingegen schmachtet sehr entspannt und laid-back dem Tag entgegen, Synthie-Flächen schweben vorbei (mit Gruß an Jan Hammer), begleitet von einer smarten Bassline und Daft-Punk-eske Arpeggios runden diese Genussnummer ab. Starke EP 10/10...

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DAF – Moroder/Westbam Remixe (Grönland)

„Das ist DAF“ – im September erscheint eine Box mit dem Gesamtwerk des legendären Duos inkl. Remixe. Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger Jahre haben Gabi Delgado und Robert Görl mit ihrer Mischung aus Synthesizerklängen, dem monotonen Sprechgesang und einem hämmernden Beat ihren Platz im Olymp der Musik gefunden, haben Generationen von Bands und DJs geprägt. Zwei der Remixe gibt es hier auf dem limitierten Vinyl – keine Geringeren als Westbam und Giorgio Moroder sind die Lieferanten. Ersterer knöpft sich „Sat-Sato“ vor, durchdringt den Song mit Dominanz und rhythmischem Aufbrausen. Die Westbam’sche Handschrift schimmert sehr prägnant durch. Moroder hat sich...

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Ben Lukas Boysen – Golden Times 1 (Erased Tapes)

„Golden Times 1“ stammt vom aktuellen Album „Spells“ und bildet auch das Herzstück der gleichnamigen EP, die darüber hinaus noch zwei Remixe und einen bisher unveröffentlichten Track beinhaltet. Ein sanft wiegender Pianolauf mit weitem Horizont getragen von schwebenden Akkorden und begleitet von anmutenden Streichern. Max Cooper liefert den Remix dazu ab. Er greift den Pianolauf auf, baut einen sich steigernden Beat drunter, der den Track an sich reißt und in deepe Gefilde entführt. Ein Schwebezustand unter Spannung, der sich in der zweiten Hälfte perkussiv entlädt. Tim Hecker nimmt sich den Albumtrack „Nocturne 4“ vor. Er wandelt die leicht chorale...

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Charlotte de Witte – Wisdom EP (Sleaze Records)

Charlotte de Witte ist wohl einer der größten Newcomer der belgischen Szene, zurecht. Mit ihrer zweiten EP auf Sleaze bietet sie ganze vier Tracks, die allesamt sehr nach vorne gehen. Der Titeltrack bietet gleich zu Beginn auch den Peak der EP, bei dem nach einem sehr steilen Beginn ein sehr atmosphärischer Break folgt, der gleich darauf die Leitung des Tracks übernimmt. „I’ll See You Tonight“ geht eher in die dunklere Schiene, lässt er vor allem durch die Vocals eine eher mystisch geprägte Ader Charlottes zum Vorschein kommen. Zwar spielt „Sending Them“ ebenso mit Vocalsamples, hier sind diese aber eher...

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Dominik Eulberg & Essáy – Dream Machine (Traum Schallplatten)

Ein ganz besonderes Stück Musik kredenzt uns hier das Kölner Label. Die Kollaboration der beiden erscheint digital und als einseitig-bespielte und transparente 12Inch – limitiert natürlich. „Dream Machine“ hat Eulberg in den letzten Monaten sehr häufig in seinen Sets gespielt, die Nachfrage war groß. Der Track ist aber auch ein Hit, eine Hymne, die jetzt im Sommer auch das ein oder andere Festival versüßen könnte. Knackige Beats treiben Flöten und Pop-Appeal vor sich her, eine zartschmelzende Zuckerguss-Melodie wirbelt über den in die Höhe gerissenen Händen und vereint den Dancefloor mit großer Befriedigung und Glücksgefühlen – die Seele baumelt. #isso...

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Tiefschwarz – Blackbox (Souvenir)

Nichts bleibt, wie es war: Auf der Tiefschwarz Blackbox EP findet man drei Tracks, die sich durch geschickte Klangmanipulationen ständig weiterentwickeln und somit zu unwiderstehlichen Brettern werden. Der Sound wird dabei immer von Darkness, Verzerrung und Glitch bestimmt, allerdings auf eine sehr angenehme und unaufdringliche Art und Weise. Auf Blackbox werden klassische Drum-Maschine-Sounds auf bisher ungehörte Weise verwendet: Der Groove verdichtet sich zu einem treibenden House-Jam. In der Version mit Yawk wird das Original noch atmosphärischer und darker. Mit einem sehr verspielten Arrangement begeistert „Waves“ jeden Besucher eines dunklen Techno-Clubs, denn dieser Track hat eine mitreißende Energiekurve und begeistert...

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