soundcloudEs begann gedanklich in Stockholm, wurde aber 2007 in Berlin auf die weltweite Reise geschickt: Soundcloud. Nun scheint der 2007 gegründete Berliner Musikdienst Soundcloud trotz steigender Umsätze in Schwierigkeiten zu stecken. 173 Mitarbeiter müssen gehen und Büros werden geschlossen. Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte über einen Verkauf. Doch was steckt dahinter?

Mitbegründer Alex Ljung gab in einem kurzen Blogpost bekannt, dass 173 der 420 internationalen Mitarbeiter entlassen werden und Büros in London und San Francisco geschlossen werden. Die Entscheidungen seien schmerzhaft, aber notwendig, um Kosten zu senken, langfristig Gewinne einzustreichen und unabhängig zu bleiben.

Das Unternehmen soll nicht verkauft werden, wie es in letzter Zeit desöfteren berichtet wurde. Die Berliner Streamer hätten laut Bloomberg gerne eine Milliarde Dollar für ihre Firma gesehen, obwohl das Unternehmen damals „nur“ mit 700 Millionen Dollar bewertet worden sei. Spotify war ernsthaft interessiert. Google bot 500 Millionen Dollar. Doch es sprang letztendlich nur eine 100-Millionen-Dollar-Beteiligung von Twitter heraus.

Soundcloud gab 2014 bekannt rund 175 Millionen aktive Nutzer zu haben, von denen aber die Mehrheit nichts bezahlt. Es gibt um die 150 Millionen Titel von mehr als 18 Millionen Künstlern auf Soundcloud. Die meisten Songs kann man gratis hören. Es gibt aber auch Offline-Pakte für sechs Euro oder den kompletten Soundcloud-Katalog für zehn Euro. Der Umsatz von Soundcloud soll sich in den letzten zwölf Monaten verdoppelt haben. Weitere Zahlen haben die Berliner bisher seit 2014 nicht veröffentlicht.

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