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Der in Düsseldorf geborene Alex Niggemann wird weltweit für seine DJ-Sets sowie seine Arbeit als Produzent und Labelbetreiber geschätzt und geliebt. In der Schnittmenge von House und Techno hält der Wahlberliner sich gerne auf und liefert nun schon seit über zehn Jahren konstant seine Produktionen ab – darunter auch das Album „Paranoid Funk“, das 2012 auf Poker Flat erschien. 2013 startete er sein Label AEON, dort erschien im Mai seine noch aktuelle EP „Legacy“. In seiner Freizeit sucht er regelmäßig den Golfplatz auf, um sich aus dem musikalischen Tagesgeschäft auszuklinken und sich zu entspannen.

Wie bist du beim Golf gelandet?

Ehrlich gesagt, mein Dad hat die ganze Familie schon Anfang der Neunziger zum Golfspielen angespornt. Nur hatte außer ihm niemand wirklich diese Leidenschaft.
Erst als mich ein Kumpel Anfang des Jahres gefragt hat, ob wir mal eine Runde gehen wollen, hat mich der Virus völlig erwischt.

Wie alt warst du, als du mit deinem Vater die ersten Runden gespielt hast?

Das war im alter zwischen sechs und 18 Jahren, da habe ich ihm zu Liebe zehn bis 15 Mal mitgespielt. Ich hatte nie wirklich die Ruhe und den Elan für diesen Sport. Ich war viel mehr mit Tennis und Fußball beschäftigt. Bevor es dieses Jahr richtig losging, habe ich das letzte Mal mit 19 Jahren mit zwei Schulkameraden eine Runde gedreht. Einer davon, wie mir erst ein paar Jahre später bewusst wurde, war ein ziemlich talentierter Spieler namens Martin Kaymer. Die jetzige deutsche Nummer 1 und PGA-Tour-Spieler.

Wie oft übst du den Sport aus – allein oder mit Freunden?

Ich versuche, wenn es möglich ist, mindestens ein Mal die Woche zu spielen. Wenn ich alleine bin, gehe ich zumeist auf die Range und arbeite an meinem Schwung. Mit Freunden (darunter auch zwei andere DJs) gehe ich dann zusammen auf die Runde.

Was genau fasziniert dich an dieser Sportart?

Golf ist zum größten Teil ein mentaler Sport. Natürlich spielt auch Physis eine Rolle, aber wenn du auf dem Platz dem Kopf nicht frei hast, wird es nicht laufen.
Andere Leute machen Yoga, um abzuschalten und den Kopf frei zu kriegen – für mich geht das am besten an der frischen Luft in der Natur. Gut sechs Kilometer durchs Grüne laufen, dabei das Handy aus zu haben, sich einfach nur auf den nächsten Schlag zu konzentrieren und sich im Griff zu haben und fokussiert zu bleiben, auch wenn es mal nicht läuft.

Gibt es dabei Momente, die du eher nicht magst, bzw. die du sehr magst?

Natürlich ist es doof, wenn du einen Ball komplett verhaust, nicht wiederfindest oder nach guten Schlägen aufs Grün dann beim Putten fünf versuche brauchst. Andersrum ist es natürlich super, wenn du auf dem schwierigsten Loch ein Birdie oder sogar einen Eagle (ein oder zwei Schläge unter der Vorgabe) spielst.

Golf ist ein guter Ausgleich zu meiner Tätigkeit als DJ und Produzent, weil …

ich dort den Stress und die Hektik aus meinem Alltag hinter mir lassen kann, mich nur auf mich selbst konzentrieren kann und durch die Bewegung an der frischen Luft etwas für meine Gesundheit tue.

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