Leploop Italo – analoger Hula-Hoop

Test & Text: Martin Stürtzer Ebenso hätte die Überschrift auch lauten können: Das programmierte Chaos –  wie es zwei Mailänder geschafft haben, auf der Größe eines Din-A5 Blattes einen analogen Synthesizer, eine Drum-Machine und einen Loop-Sequenzer unterzubringen. Denn genau für dieses Kunststück steht der Leploop. Zwar existieren erste Prototypen dieses kleinen Teufels aus dem „Laboratorio Elettronico Popolare (LEP)“ schon seit Anfang 2010. Und die  finale Version wurde schließlich auch ein Jahr später fertiggestellt. Jedoch ist es bis zum heutigen Tage aufgrund der in Handarbeit hergestellten Kleinauflage immer noch recht schwierig und nur phasenweise möglich, eine dieser mysteriösen Boxen an...

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Hochdruck-Controller
: Denon DJ DN-SC3900

Fast könnte man meinen, das D stünde für Drehmoment. Denn tatsächlich konnten die Denon DJ-Entwickler auch bei ihrem neuen Single Player nicht vom rotierenden Plattenteller lassen. So dürften nicht zuletzt ansonsten Digital-kritische Turntablisten vom rotierenden Plattenteller des angekündigten DN-SC3900 begeistert sein. Angetrieben von einem High Torque Direct Drive Motor lassen sich über den massiven 9“-Plattenteller eingeschobene CDs, angeschlossene USB- Festplatten- und DJ-Software-Files bis hin zu Media Server-Netzen in traditioneller Vinylmanier steuern. Ein MIDI-Hybrid-Modus sorgt dafür, dass Timecode-basierte Anwendungen wie SERATO Scratch Live angesprochen werden können. Dank freier MIDI-Zuweisbarkeit lässt sich aber auch auf jede andere Software zugreifen. Selbst die...

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Gemini gibt Gas: Neue PS-Serie verspricht Spaß

Huch! Dass die Hersteller ihre Tools derzeit wieder generell bevorzugt in schlichtem schwarz präsentieren, wirkt wie eine geschmackvolle Reminiszenz an die (gefühlt) gute alte Zeit. Dennoch ist es frappant, wie sehr die jetzt angeschobene Mixer-Reihe „PSg der der (verbürgt) guten alten „UMXg-Zeit gleicht. Zur Erinnerung: 2002 veröffentlicht, waren einstellbare CF-Kurven, Hamster-Switches oder kontaktlose VCA-Fader der technisch allerletzte Schrei. Die voraussichtlich ab Ende März erhältliche PS-Flotte besteht aus den Modellen 1 bis 4, welche sich in den analogen Ausstattungsmerkmalen unterscheiden. So bildet der kompakte Zweikanaler PS-1 mit 2-Band-EQ das lediglich 79 EUR kostende Einstiegsmodell, gefolgt von den  Battle-Varianten PS-2 und...

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Arturia Minibrute: Franko-analoge Rotznase

Sollte man eine Abhandlung darüber schreiben, wie sich über die Jahre ein Trend von der Software zurück (oder vor?) zur Hardware vollzogen hat, bildete Arturia das perfekte Beispiel. 1999 mit respektablen Software-Emulationen legendärer Synthesizer gestartet, ist der Hersteller jetzt sozusagen komplett in der harten Realität angekommen. Denn mit dem „Minibrute“ kündigen die Franzosen ihr erstes, echt analoges Synthesizermodell an. Ausgestattet unter anderem mit einem legendären 1970ies Multimode-Filter nach Steiner-Parker, OSC-Wellenformmischer sowie zwei Hüllkurvengeneratoren und LFOs soll der Monofonist nicht zuletzt aufgrund des ganz speziellen „Brute FactorTM“ klanglich ordentlich Dreck am Stecken haben. Dank 2-Oktaven-Klaviatur und Metallgehäuse macht der Arturia-Neuling...

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Mouse On Mars – Die Freude an der Variation

Das Funkhaus Nalepastraße in Berlin-Oberschöneweide ist ein Ort, dessen Geschichtsträchtigkeit man schon beim Betreten wahrnimmt. Auf wunderbare Weise scheinen die denkmalgeschützten Gebäude ihre eigene Vergangenheit konserviert zu haben. Beim Durchschreiten der langen Flure hat man das Gefühl, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. Der Rundfunk der DDR war von 1956 bis 1990 hier ansässig. Heute bietet der Ort Künstler, Medienschaffenden und Musiker kreatives Quartier. Eins der vielen Tonstudios ist seit zwei Jahren die neue Heimat von Jan St Werner und Andi Toma, kurz: Mouse on Mars. Denn das einst im Köln-Düsseldorfer Raum lebende Duo hat es längst nach...

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Numark N4: All In – Alles auf eine Karte

Am Beispiel der Traditionsmarke Numark ist besonders interessant zu beobachten, wie die Tool-Hersteller generell mit immer neuen Controllervariationen um die DJ-Gunst buhlen, indem sie zwar einerseits dem Wunsch nach klassischer Handhabe weiterhin nachzukommen suchen, gleichzeitig die Arbeitsweise jedoch immer weiter abstrahieren. Machte man jedenfalls ein Daumenkino von den Numark-Katalogen der jüngeren Jahre, könnte man wie im Zeitraffer nachverfolgen, wie das monströse N7-Konzept mit seinen rotierenden Jogwheels auf den N6 zusammenschmolz, um jetzt als N4-Derivat neuerlich Aufmerksamkeit zu sorgen. DJs stehen ja unvermindert unheimlich auf Tools, die komplett aus Metall gefertigt sind. Denn Metall verheißt eine Lebensdauer bis weit über...

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Musikmesse Frankfurt 2012 – Alice im Wummerland

Schön war’s. Schließlich schien über Frankfurt ausgiebig die Sonne. Und entsprechend uns aus dem Arsch. Umso unermüdlicher waren wir vom 21. bis 24 März auf der Jagd nach den wichtigsten Neuerungen auf dem elektronischen Musikalienmarkt. Die alles in den Schatten stellende Tool-Revolution gab es zwar nicht. Dennoch war interessant zu beobachten, wie die Trends der letzten Jahre weiter vorangetrieben und verfeinert wurden. Software-Controller, speziell als All-In-One-Lösungen mit zwei Hardwaredecks und integriertem Mixer, sind inzwischen das, was früher die Turntables und später CD-Player waren: Inflationär vertretene Werkzeuge in allen Preissparten und Spielarten – so hatte jeder Hersteller seine ganz persönliche...

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Alien Sex Sound – Jomox Moonwind

Ob der Jomox-Mastermind Jürgen Michaelis nun tatsächlich die Mond-Verschwörung, den gleichnamigen Science-Fiction-Roman oder doch noch etwas ganz anderes im Sinn hatte, wird er uns bestimmt noch verraten. „Moonwind“ jedenfalls betitelt sein neues Klangerzeugerkonzept, das er auf jüngst der NAMM-Show im kalifornischen Anaheim präsentierte. Im Grundsatz ist die dunkle Kurbelkiste ein echt analoges(!) Stereo(!!)-Filter, das wie ein Instrument über MIDI gespielt sowie mittels internem Stepsequencer manipuliert werden kann. Treibt man die Multimode-Filter (LP, HP, BP, Notch) bis zur Selbstoszillation, lassen sich durch das entstehen Pfeifen gar wundersam spacige Melodien erzeugen. Pro Sequencerschritt können , Q sowie Resonance separat eingestellt werden,...

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Apple lädt zur iPad 3 Vorstellung am 7. März!

Das warten hat – aller Voraussicht nach – ein Ende. Traditionell wurde lange spekuliert, Gerüchte wurden gestreut – von neuen Prozesoren bis hin zum Release-Date. Der übliche Apple-Wahnsinn eben. Aus Cupertino selbst kam – wie immer – nichts. Weder dementiert, geschweige denn kommentiert wurden die zahlreichen Schlagzeilen aus den Medien. Nun kam sie aber doch, die Presse-Einladung. „Wir haben etwas, dass Sie wirklich sehen sollten. Und berühren“. Wer Apple kennt weiß, dass diese Aussage mit großer Sicherheit auf das kommende iPad 3 zielt. Wenn also am kommenden Mittwoch, dem 7. März in San Francisco alle Scheinwerfer auf Tim Cook...

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And the bleep goes on! Waldorf Pulse 2

Brett, bretter, the brettest. Ungefähr so lautete im letzten Jahrtausend die Steigerungsform für strammen Techno. Ab 1996 gingen nicht wenige der Tracks auf die analoge Kraft des Waldorf Pulse zurück. Ein vergleichsweise günstiges, monofones Dreckstück, bei dem schon die Preset-Sounds praktisch mit jedem Schuss einen Volltreffer  lieferten. Im Weiteren schließlich editier- und speicherbar über ein intelligentes Matrixkonzept. Zehn Jahre nachdem der letzte Pulse das Produktionsband verließ, folgt in diesem Sommer der Nachfolger „Pulse 2“. Deutlich schicker als der Rackknüppel damaliger Tage zeigt sich das Gerät im Waldorf-aktuellen Desktop-Design und lässt sich auch über USB ins Setup integrieren. Kompromisslos retro...

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Bit-was? Bitwig! Software Studio im Beta-Testbetrieb

Es wird wieder ein wenig enger im Software-musikalischen Berlin. Denn eine internationale Mannschaft junger Entwickler macht sich derzeit daran, “die nächste Stufe in der Computermusik-Evolution” zu erklimmen. Tatsächlich sind wesentliche Teile der 2009 gegründeten Bitwig-Crew Fleisch vom Fleische einer bereits bestehenden Kult-Company. Und bei erster Betrachtung der für intuitive Realtime-Performances ausgelegten Applikation drängen sich Parallelen zu Ableton Live geradezu auf. So wird beim Bitwig Studio dem „Clip“-Prinzip mit weitreichender Bearbeitung eine entscheidende Rolle zukommen. Ebenso lassen sich jedoch virtuelle (z.B. VST)-Instrumente und Effekte einbinden oder, ähnlich NI Reaktor, eigene Klangerzeuger modular verschalten. Was die Sache zudem wirklich spannend macht,...

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