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Als die DJ Awards ins Leben gerufen wurden, war der Autor dieses Artikels zarte 19 Jahre alt. Alter Falter, das war 1997. Es war die Zeit, in der alle Clubwelt unbedingt nach Ibiza reisen wollte. Denn Ibiza war der ultimative Place to be, und wir junge Partycrew hatten Angst, dass es in ein, zwei Jahren vielleicht vorbei sein könnte mit dem Hotspot. So kratzten wir D-Mark für D-Mark zusammen und jetteten auf die Baleareninsel, um dabei zu sein. Um mitreden zu können.
Heute, 21 Jahre später, ist Ibiza noch immer der Schmelzpunkt der elektronischen Musikszene. Und was damals teuer war, hat seit einigen Jahren preislich gesehen horrende Ausmaße angenommen. Wer nach Ibiza fliegt, guckt halt nicht auf den Euro, und zahlt für sein Bier gut (wenn auch nicht unbedingt gerne) zwölf Euro – also 24 D-Mark! Wenn man schon nicht aufs Geld guckt, guckt man eben auf die legendären Partys, Venues und Beachbars.
Eine absolute Legende ist zweifelsfrei die Verleihung der DJ Awards, die – und so schließt sich nun der Kreis – in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet. Und zwar nicht im ebenfalls legendären Pacha, wo die Show die ersten 19 Jahre über die Bühne ging. Und auch nicht im Hï an der Playa d´en Bossa, wo das Meet & Greet letztes Jahr zelebriert wurde. 2018 hat man sich für das Heart Ibiza entschieden. Ein erneuter Locationwechsel: eine gute Wahl. Denn Stillstand ist das Gegenteil von Fortschritt. Und so gesellt sich am 11. September wieder die globale DJ-Elite an den sprichwörtlichen Roundtable, mit dem Ziel, die begehrte Trophäe zu ergattern. Die Gewinner erfahren übrigens erst an jenem Abend, ob sie zu den Glücklichen zählen – oder nicht.

Die Wahl erfolgte in 13 Kategorien. Von „Best Deep House” über „Newcomer Of The Year” bis hin zu „International DJ” wird dann im September prämiert. Mehr als 160 Acts standen in der diesjährigen Nominierungsliste. Und voten konnte jeder! Dazu musste man kein einflussreicher Labelmanager oder Drahtzieher der Branche sein. Wählen durfte, wer sich auf www.djawards.com registriert hatte. Und diese Wahl war wohl die einzige, für die man nicht das Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben musste. Bis Mitternacht des 24. Juli konnten die Stimmzettel in den virtuellen Wahllokalen eingeworfen werden.

Ganz interessant ist übrigens, wer 1998 so als Gewinner vom Platz ging. Da war Erick Morillo in der Kategorie „House”, und da waren Daft Punk als „Best DJ Band”. Zu den Preisträgern 2017 zählen hingegen Black Coffee („Deep House”), Carl Cox („Techno”), Luciano („Tech House”), Richie Hawtin („Electronic Live Performer”), Claptone („House”) und Hardwell. Letzterer staubte gleich zweimal ab, in den Kategorien „Big Room House” und „International DJ”. Wir sind sehr gespannt, wer den „Oscar der elektronischen Tanzmusik” in diesem Jahr in sein Wohnzimmerregal stellen darf.

Interessant:
– gegründet wurden die DJ Awards 1998 von Jose Pascual und Lenny Krarup
– Die DJ Awards sind eine Non-Profit-Organisation
– Die Verleihung haben bisher mehr als 160 Millionen Menschen aus 44 Ländern verfolgt
– Jährlich 160 Nominierte
– 2018 gibt es doppelt so viele weibliche Nominierte wie in 2017. Da sagen wir vom FAZE Magazin nur: Mädels an die Macht!

DJ AWARDS 2018 // 11.09.2018 // Heart, Ibiza (Spanien)

www.djawards.com

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