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Vermont – Vermont II (Kompakt Records)

Knapp zwei Jahre nach ihrem Debütalbum sind Vermont zurück mit dem Nachfolger. Das Projekt von Marcus Worgull und Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble) verzückt uns auch dieses Mal wieder mit einem astreinen Ambient-Album. Sie knüpfen nahtlos an den Erstling an und packen wieder entspannte Synthie-Flächen, krautige Konstrukte, Minimal Wave und warmen Vintage Sci-Fi aus, garniert mit dem ein oder anderen Schmankerl. Und wie auch beim letzten Mal haben die beiden ein paar Gäste eingeladen. Den ersten gibt es direkt beim Opener „Norderney“: Robbert van der Bildt (alias Kaap) führt uns mit seiner Akustikgitarre von der Nordseeinsel zu einem balearischen Sonnenuntergang. Ebenso ist van der Bildt mit seiner Gitarre auf „Ufer“ zu hören, während das retrofuturistische„Dschuna“, das locker pulsierende „Chanang“ und das flehende „Wenik“ von den Streichern Dermot O’Mahony und Tadhg Murphy unterstützt wird. Alle vier genannten Tracks zeigen auch eine dezente aber unüberhörbare freejazzige Improvisationskomponente. Trotz aller dieser Ausflüge der Vintage- Synthesizer-Fuhrpark dominiert natürlich setzt „Vermont II“ komplett in dichte Soundlandschaften, die wie ein Fumarolenfeld vor sich hinblubbern und Wärme verbreiten und darüber hinaus auch langsam in den Kopf wandern, um dort jede Menge Glückshormone zu verbreiten. Noch ein Wort zum Coverartwork: episch! 10/10 Chill von Sein