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Seit sechs Jahren scheint ein Stern am Veranstaltungshimmel, der die Eventlandschaft seitdem maßgebend geprägt hat. 2013: Die Marke World Club Dome war geboren. Anfangs müde belächelt, avancierte das damals nur in der Frankfurter Commerzbank-Arena stattfindende Spektakel der Superlative gleich bei der ersten Ausgabe zu einem Sensationserfolg. Der kreative Kopf und Erfinder des World Club Dome ist Bernd Breiter, seines Zeichens CEO beim durchführenden Veranstalter BigCityBeats. Das Frankfurter Original: ein Visionär. Folgt ihm auf einer spannenden Reise durch die Welt des World Club Dome. Blickt mit ihm zurück auf 14 Jahre BigCityBeats und bahnbrechende Veranstaltungen, die noch bevorstehen – wie die World Club Dome Winter Edition in Düsseldorf.

Die World Club Dome Winter Edition fand bisher drei Mal statt, war bislang eintägig und als Event-Location fungierte die Arena in Gelsenkirchen. 2018 ist vieles anders.

Richtig. Wir öffnen unsere Club-Pforten an drei Tagen und laden die Besucher ein, aus der Düsseldorfer MERKUR SPIEL-ARENA den größten Club der Welt zu gestalten. Gelsenkirchen war eine großartige Location, aber Düsseldorf toppt das Ganze noch mal. Denn während wir im Ruhrgebiet schon das ein oder andere Mal gefroren haben im November, kann uns das in Düsseldorf nicht passieren. Das gesamte Arena-Areal ist komplett beheizbar. Außerdem spricht die Lage für die nordrhein-westfälische Hauptstadt: eine Großstadt, nah an Holland gelegen, mit einem riesigen Einzugsgebiet, einer perfekten Infrastruktur und einer größeren Anzahl an Hotels, in denen die Clubber übernachten können. Für „aus eins mach drei” haben wir uns entschieden, weil der sommerliche World Club Dome in Frankfurt hervorragend vom Publikum angenommen wird und wir den Leuten auch im Winter die Möglichkeit geben wollen, eine richtig coole Party in dieser Größenordnung zu feiern. Von 2015 bis 2017 hatten wir in Gelsenkirchen jedes Jahr die Nummer 1 der DJ-Charts am Start und kreierten die größte DJ-Solo-Show der Welt. Dieses Jahr wächst das Line-up auf mehr als 100 Acts, um den Besuchern noch mehr Vielfalt zu bieten. Mehr Floors, mehr Tage, mehr Partymöglichkeiten. Mehr Crazyness.

Und welches Konzept fahrt ihr mit der Winter Edition?

Ein ähnliches wie im Sommer in Frankfurt: Helikopter, Celebrities, Glanz & Glamour, der längste rote Teppich der Welt, die besten und gefragtesten DJs, eine tolle Show mit Pyrotechnik, Visuals und Laser und eine exzellente Soundanlage. Und natürlich Leute, die Bock auf Party haben. An drei Tagen. Wobei wir ganz klar betonen, dass auch die WCD Winter Edition kein Festival ist. Sie ist ein Club, der an drei Tagen geöffnet hat und in diesem Zeitraum der größte Club des Planeten ist. Im Gegensatz zu Festivals sind wir beim World Club Dome völlig wetterunabhängig. Wir können im Sommer in Frankfurt das Dach der Arena schließen, wenn es regnen sollte – und in Düsseldorf machen wir es im Winter natürlich gar nicht erst auf. (lacht)

Apropos „geöffnet”. Wie sind denn die Öffnungszeiten in Düsseldorf?

Die Zeiten am 16., 17. und 18. November stehen noch nicht zu 100 Prozent fest. Wir werden am Freitag gegen Nachmittag aufmachen und bis Mitternacht feiern. Danach geht’s in von uns bereitgestellten Shuttle-Bussen zu unseren Partnerclubs. Samstag öffnen wir gegen 14, 15 Uhr und schließen um 3 oder 4 Uhr. Sonntag starten wir auch gegen 15 Uhr, schließen aber dann um Mitternacht, damit die Leute alle gut nach Hause kommen und am Montag wieder arbeiten gehen können. Auch hier gibt es Kooperationen: Sonderzüge, Busse, Shuttles, Taxis …

Die Resonanz auf die Winter Edition ist enorm.

Absolut. Zum Vorverkaufsstart gingen binnen weniger Tage 10 000 Karten über die virtuellen und realen Ladentheken. Das zeigt uns einfach, dass wir mit dem Konzept und dem bisher veröffentlichten Line-up am Puls der Zeit sind.

Bernd Breiter

Veranstalter ist BigCityBeats – mit dir als Teamleader.

Genau. BigCityBeats habe ich vor rund 14 Jahren in Frankfurt gegründet. Zunächst mit einer Radioshow und später gingen wir peu à peu mit unseren Partys auf Expansionskurs. Erst im Rhein-Main-Gebiet und irgendwann deutschlandweit. Wir haben in – wie der Name schon sagt – Großstädten Clubnights veranstaltet. Der Gedanke war, das Wochenende in den Fokus zu rücken. Kein nerviger Chef, keine nörgelnde Tante, kein meckernder Lehrer. Party! Die Sonne geht hinter den Hochhäusern der Großstadt unter, die Neonlichter erstrahlen, die Stroboskope blitzen, der Sound erklingt aus den Boxen der Clubs. Fallenlassen, abschalten. Das ist das BigCityBeats-Gefühl. Und das vermitteln wir mit einem 14-köpfigen Basisteam plus noch einigen Freelancern und Consultern. Beim Event selbst haben wir eine Manpower von knapp 1 800 Personen. Vor dem World Club Dome kamen wir mit unseren Partys in die Großstädte der Leute – seit dem World Club Dome kommen die Großstädter zu uns.

Und der Gedanke, den größten Club der Welt zu gründen?

Der kam, weil ich als gebürtiger Frankfurter immer und immer wieder am Stadion vorbeigefahren bin und dachte: „Aus der Arena mal den größten Club der Welt machen.“ Eine Idee, die ich bereits sieben Jahre vor dem ersten WCD hatte. Dieses erhabene Stadion, diese imposante Größe. Aber jeder hat mir abgeraten, weil bis dato alle Festivals in Stadien ein Flop waren. Es war schon ein Himmelfahrtskommando – hätten wir nämlich mit nur 5 000 Leuten angefangen, ist ein Stadion mit einer Kapazität von 50 000 Leuten natürlich ein massives Minusgeschäft. Doch gleich die erste Ausgabe war ein voller Erfolg.

Welches Gefühl wollt ihr mit dem World Club Dome transportieren?

Ganz einfach: pures Clubfeeling. Nimm die weltbekannten Clubs wie Studio 54 oder Dorian Gray, die das Nachtleben quasi definiert haben. Oben standen die Celebrities, die per Helikopter eingeflogen wurden oder per Stretch-Limo ankamen. Sie guckten von der VIP-Area runter auf den Dancefloor und dachten „Wahnsinn, was für eine geile Stimmung”. Und unten waren die Partypeople, die nach oben geschaut haben und dachten „Krass, Promi XYZ ist auch da. Hammer”. Und diese Mischung ist genau das, was das Nightlife seit eh und je ausmacht. Und diese Mixtur spiegelt sich in unseren World Club Domes wider. Wir bieten den „normalen” Gästen halt einen Club, den sie in dieser Größe und Form noch nie erlebt haben. Zugleich geben wir den VIPs eine Plattform, die sie in dem Ausmaß auch nicht kennen. Sie fahren im Lamborghini auf den roten Teppich oder fliegen im umgebauten A-340 mit zwei Dancefloors zur Location. So fügt sich zusammen, was einen Superclub ausmacht.

 

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