10 Dinge, die die meisten DJs auf ihrem Rider stehen haben

10 Dinge, die die meisten DJs auf ihrem Rider stehen haben. Foto-Quellen: Facebook

DJs sind heutzutage Superstars. Zumindest diejenigen, die von Festival zu Festival, von Club zu Clubs unterwegs sind – manche mit mehr, manche mit weniger Starallüren. Manche mit dem Privat-PKW, manche mit Privatjet. Damit DJs vor, während und nach dem Auftritt auch das bekommen, was sie wirklich brauchen, gibt es die sogenannten Rider. Was so auf den Technical Ridern stehen wird, also den Ridern die dafür sorgen, dass den DJs das richtige Equipment bereitgestellt wird, sollte klar sein – immerhin sehen wir bei deren Auftritt ja auch häufig das, womit die DJs so spielen – zumindest nachher bei Aufzeichnungen der DJ-Sets, wenn wir das vom Dancefloor aus nicht erkennen können. Doch was haben Superstar-DJs wie Steve Aoki, Calvin Harris, Tale Of Us, Lilly Palmer, 999999999, Klaudia Gawlas, Paul Van Dyk, Carl Cox, Charlotte de Witte, Sven Väth und co., die teilweise ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben, eigentlich auf ihrem Hospitality-Rider für den Backstage-Bereich stehen? Wir haben die gängigsten Annehmlichkeiten, die DJs hinter der Bühne brauchen, für euch gesammelt – die Liste eignet sich auch super für angehende Superstar-DJs als Inspirationsquelle …*

 

  1. Alkohol

Was wäre ein gelungener Auftritt ohne die richtige Mische? Oder das zehnte Bier? DJs und ihre Anhängsel brauchen ordentlich Zeug zum Pushen. Und da Alkohol (so ziemlich) die einzige legale Droge ist, steht das Zeug auch auf den meisten Ridern. Favoriten: Wodka-Mischen, Tequila Sunrise, Gin Tonic, Gin Fizz, Moscow Mule, Tequila Sunrise, Whisky-Mischen oder auch Bier … Star-DJ Armin van Buuren trinkt laut DJ Mag etwa gerne Champagner und gönnt seiner Crew Wodka. Auch Hardstyle-DJ Coone findet, dass Wodka ein Muss ist. Der schwedische DJ Kaaze schwört beispielsweise auf Jack Daniels.

  1. Softdrinks und Kaffee

Manche DJs lassen ihre Getränke schon vorab mischen, manche mischen aber auch lieber selbst – und manche verzichten gänzlich auf Alkohol und weitere Drogen. Da sind Softdrinks genau das richtige zur Erfrischung, immerhin werden diese in der „Fachsprache“ ja auch Erfrischungsgetränke genannt. Cola, Limo, Sprite – ein Muss auf dem Hospitality Rider! Einige DJs schwören jedoch auch auf Kaffee, um wach zu bleiben. Zählt Koffein eigentlich auch als Droge?

  1. Tee und Wasser

Bevor unser zusammengefasster allgemeingültiger Rider hier in einer Getränkekarte ausartet, haben wir auch in Punkt drei zwei Getränkesorten zusammengefasst. Bzw.: Wasser braucht man ja auch für Tee. Einige DJs mögen es gesünder, ihnen reicht kaltes Wasser oder ein heißer Tee! Psytrance-DJ Neelix zum Beispiel, den wir für die Januar-Ausgabe 155 unserer Print-Magazins umfangreich befragt haben und der sogar unser Cover dieser Ausgabe ziert, schwört auf Tee vor seinen Auftritten auf den beliebtesten Festivals weltweit. So einige DJs benötigen Wasser wahrscheinlich aber auch aufgrund der Einnahme bestimmter putschender Substanzen … Die dann wiederum nicht ganz so gesund sein dürften.

Kakao hingegen kommt nicht so häufig vor … Wobei sich das mit den vielen Kinder-Nachwuchs-DJs auch mit der Zeit ändern könnte. Mal gucken, ob dann auch Spielzeuge die Hospitality Rider ergänzen … Schon seltsam, wenn im Backstage-Raum nebenan möglicherweise gerade Gras geraucht wird … Was uns zu Punkt vier der beliebtesten Punkte auf den Ridern der DJs führt -->

  1. Grinder

In Punkt eins haben wir ja behauptet, eigentlich sei Alkohol so ziemlich die einzige legale Droge. Seit der Teillegalisierung von Cannabis dürfte der ein oder andere DJ aber auch einen Grinder mit auf dem Rider stehen haben, wenn man ihn nicht einfach selber mitbringt. Aber Vorsicht beim Schreiben des Riders oder Mitbringen eines Grinders: was in Deutschland legal ist, ist (selbstverständlich) nicht überall legal. Selbiges gilt übrigens auch für alkoholische Getränke. Informiert euch am besten immer zuerst beim Veranstalter, der ja letztendlich auch noch zusätzlich das Hausrecht hat. Wobei viele Regeln im Backstage ja auch aufgehoben sind, die auf dem Festival sonst gelten …

  1. Snacks

Manchen DJs reichen Chips und ein paar Sandwiches, andere fordern gleich ein ganzes Buffet – falls es das nicht eh schon im Backstage-Bereich von großen Festivals gibt. Manche DJs haben genaue, detailreiche Vorstellungen von 30 verschiedenen Snacks, andere lassen sich auch mal überraschen. Fest steht: Essen ist wichtig – wobei manche DJs, die gewisse Substanzen zu sich genommen haben, vielleicht gar keinen Hunger mehr haben dürften – oder eben ganz viel Hunger.

Frank Sinatra, der Godfather of Rider, hatte übrigens sehr umfangreiche Vorstellungen von Snacks auf seinem Rider – die passende Inspiration von viele DJs von heute.

  1. Obst

Auch wenn wir beim FAZEmag keine Fans von vereinfachtem A-B-Denken sind – viele Dinge auf Hospitality Ridern kann man eigentlich nach dem A-B-Prinzip in zwei Kategorien einsortieren: gesund und ungesund. Punkt Nummer sechs ist besonders für DJs wichtig, die Wert auf Gesundheit legen. Was liefert mehr (gesunde) Energie, als Obst vor dem Auftritt? Was bei vielen Goa-Partys auch für die Gäste schon seit Jahren Standard ist, steht natürlich auch auf vielen DJ-Ridern. Aber auch für eine vernünftige Feuerzangen-Bowle kann Obst wichtig sein. Der Kreis zu Punkt eins schließt sich. Der Geheimtipp: Ananas. Punkt sieben incoming …

  1. Kondome

Wer schon mal auf Festivals oder Raves war, weiß, dass es heiß hergehen kann. Und wer es nicht bis ins Hotel aushält, sorgt am besten schon mal im Backstage-Bereich vor. Bei immer mehr Kinky- und Fetisch-Partys ist der Schritt zum Akt oft noch näher als noch damals, in den guten alten 90er-Jahren. Wobei ….. Wie der Zusammenhang zu Ananassaft ist, müsst ihr übrigens selber rausfinden …

  1. Handtücher

Gonna make you sweat … Bei schweißtreibenden Auftritten oder exzessiven Backstage-Eskalationen, braucht es auch etwas zum Abwischen. Auch beliebt: Taschentücher – wobei zweiteres eventuell auch mit Punkt sieben zusammenhängen könnte. Und falls etwas der Punkte eins bis drei verschüttet geht und kein Reinigungspersonal vorhanden ist, kann Punkt acht auch helfen.

  1. Ladekabel

Das Ladekabel – spätestens an dieser Stelle solltet ihr, liebe Leser, verstanden haben, dass es sich bei unserer Auflistung nicht um ein Ranking in dem Sinne handelt, bei dem Punkt eins der allerwichtigste ist. Ladekabel dürften nämlich mittlerweile bei vielen DJs auf Platz eins der beliebtesten Rider-Elemente stehen. Eigentlich könnte man sie auch bereits auf den Technical Rider mit drauf schreiben – oder am besten gleich auf beides! Denn ein DJ-Auftritt ohne geladenes Smartphone heutzutage ist kein gelungener Auftritt – so zumindest die Devise vieler Newcomer der letzten Tage. Aber auch alteingesessene DJs wie David Guetta und co. schwören auf das Smartphone als Allzweck-Instrument – wie sollte man auch sonst Fans, die nicht vor Ort live partizipieren können, auf dem Laufenden halten? Ohne ausreichende Ladekabel für DJs und Crew, solltet ihr euren Auftritt am besten direkt absagen …

  1. Schnee

Irgendwie müssen Kaffee und co. ja auch gezuckert werden, oder? Am besten checkt ihr aber vorher, ob ihr den Schnee nicht selbst besorgen könnt … Nicht jeder Veranstalter mag den Winter gerne …

  1. Zusatz: ein super-individueller, rarer, nicht gängiger Gegenstand, Getränk, Substanz, die die Veranstalter sehr schwer bekommen und die euren Ridern die passende Individuality verpasst …

Jeder Star-DJ hat diesen super-individuellen Drink, Gegenstand, Accessoire oder Essen auf dem Rider, die er*sie immer haben möchte und den DJ auszeichnet. Für den Veranstalter sollte dieser Gegenstand möglichst schwer zu bekommen sein. Er sollte sich für euch, euren Gast, schon ein wenig den Ar*** aufreißen müssen, ansonsten kann es kein vernünftiger Hospitality Rider sein und der Veranstalter kein vernünftiger Gastgeber.

*Achtung, Artikel könnte Ironie oder Sarkamus beinhalten

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