10 Produzenten die jeder Techno-Fan kennen sollte

10 Produzenten die jeder Techno-Fan kennen sollte


Die Geschichte der elektronischen Musik wurde von vielen und heute weltbekannten Künstlern vorangetrieben und geschrieben. Wir haben nun zehn dieser Künstler für euch aufgelistet. Einige davon werdet ihr auf jeden Fall kennen. Einige andere eventuell nicht.

 
1. Laurent Garnier
Laurent Garnier ist seit ca. 30 Jahren in der Musikbranche tätig und auch heute noch ein bekannter Produzent. Der gebürtige Franzose veröffentlichte 1992 seine ersten EP’s auf dem Label FNAC, für das er arbeitete, und gründete nach dessen Ende mit nur 28 Jahren mit Eric Morand sein eigenes Label F Communications. Im Laufe seiner wirklich einzigartigen Karriere hat Garnier viele Werke veröffentlicht, wie zum Beispiel den Erfolgstrack „Crispy Bacon“, welcher auch von Jeff Mills geremixt wurde. Wo wir auch schon zum nächsten Künstler kommen.

 

2. Jeff Mills
Angefangen Mitte der 80er in einer Detroiter Radio-Mix-Show, hat Jeff Mills alias The Wizard seine einzigartigen DJ-Fähigkeiten und Skills entwickelt. 1989 schließt er sich mit Mike Banks zusammen und entwickelt mit ihm die Idee von Underground Resistance, einem erfolgreichen Musikprojekt, dass sich gegen Konventionen richten und Zustände verändern sollte. 1992 geht Mills nach New York, bleibt dabei seinem einzigartigen Sound treu und gründet sein erstes Label Axis. Nach einigen Jahren in Berlin folgt die erste EP „Cycle“, die für Aufsehen sorgt und beweist, dass Kreativität der Schlüssel zu guten Produktionen ist. Seit jeher ist der Pionier Mills bekannt dafür, sich selbst treu zu bleiben und seinen eigenen Weg zu gehen und gilt als eine der einflussreichsten Gestalten in der Technoszene.

 

3. DJ Hell
Auch der deutsche DJ und Produzent Helmut Josef Geier hat eine bereits lange Karriere hinter sich, die mit den Genre R&B, Soul, Punk und New Wave begann. 1992 erscheint auf Disko B seine erste Platte „My Definition Of House“ und er geht nach Frankfurt und arbeitet, nach einer kurzen Zeit beim Dance-Label Logic, im Plattenladen Hardwax. Er kehrt nach München zurück und veröffentlicht 1994 sein erstes Album „Geteert Und Gefedert“, wovon auch Jeff Mills zwei Tracks remixte. Daraufhin folgten viele weitere Produktionen bis er schließlich 1997 sein Label International DJ Gigolos gründet. DJ Hell gilt als einer der einflussreichsten und populärsten deutschen DJ’s und hat auch schon Produktionen von Künstlern wie Laurent Garnier und Jeff Mills geremixt.

 

4. Robert Armani
Der Chicagoer DJ und Produzent Robert Woods alias Robert Armani beginnt 1988 mit dem Auflegen und veröffentlichte 1991 mit der Hilfe von Armando die EP „Armando Pres. Robert Armani“ auf Dancemania. Der darauf enthaltene Track „Circus Bells“ mit einprägenden Sirenen, wurde Jahre später von Hardfloor geremixt und ein Klassiker. Armanis beliebter Sound ist minimalistisch, rau, industriell und hart und ist auf den vielen darauf folgenden Produktionen widerzuerkennen. Besonders bekannt wurde Armani durch die EP „Ambulance“, die auch in den europäischen Ländern Anklang fand.

 

5. Claude Young
Claude Young ist ein US-amerikanischer Technoproduzent aus Detroit, der ebenso wie sein Vater seine Karriere im Radio beginnt. Mit Dan Bell veröffentlicht er das Album „Planet Earth“ auf dem der Track „Brother From Another Planet“ enthalten ist und auch heutzutage noch Kultstatus genießt. Anschließend gründet er mit Terrance Dixon und David Whiteside die Label Utensil und Dow Records, dass er aber nach zahlreichen Veröffentlichungen verlässt und mit Anthony Shakir Frictional Records ins Leben ruft. 1997 publiziert er sein erstes Solo-Album „Soft Thru“, das Werke aus seinen vergangenen drei Jahren enthält. Mit Jeff Mills als Vorbild folgen daraufhin noch weitere populäre Produktionen und er eignete sich für seine Sets eindrucksvolle DJ-Fähigkeiten an.

 

6. Adonis
Ebenfalls aus Chicago stammt Adonis Smith, der für den acidlastigen Trax Sound steht. Schon immer war Smith von der Musik begeistert und studierte Jazz Musik. Als er von Jesse Saunders „On And On“ hörte, wollte auch er in die elektronische Musikszene einsteigen. Seine erste und wohl erfolgreichste Produktion ist 1986 daraufhin „No Way Back“, welcher 1997 noch von The Advent geremixt wird. Bekannt sind außerdem seine Hits „H.O.U.S.E.“ und „Acid Poke“. Letzterer enthält ein Sample, welches Thomas Schuhmacher für seinen Elektrochemie-LK-Track „Schall“ nutzte.

 

 

7. Klaus Jankuhn
Klaus Jankuhn ist ein deutscher Produzent und Mitgesellschafter der Unternehmen Low Spirit und Mayday. Außerdem ist er bekannt für seine Zusammenarbeit mit Westbam und Marusha, die ebenfalls einflussreiche Künstler in der Entwicklung der elektronischen Musikszene waren. Zusammen mit Westbam bildete er die Members auf Mayday und ist durch seine Tätigkeit als Co-Produzent bei dem Label Low Spirit an vielen noch heute bekannten Hits beteiligt gewesen. Er veröffentlichte außerdem unter Pseudonymen wie Koon, Claw und Dr. Rhythm.

 

8. Ralf Hildenbeutel
Der Frankfurter Produzent Ralf Hildenbeutel ist vor allem für seine Produktionen in den 90ern für Sven Väth bekannt, hat jedoch auch zahlreiche eigene Werke veröffentlicht. Mit darunter sind die Solo-Projekt Earth Nation, Cygnus-X, Odyssee Of Noises und Progressive Attack. Außerdem war Hildenbeutel für den Soundtrack einer Dokumentation über Afrika verantwortlich, der Aufsehen erregte.

 

9. Green Velvet
Curtis Alan Jones ist bekannt für seine Pseudonyme Green Velvet und Cajmere. Letzterer beschäftigt sich mehr mit deepem House als mit Techno. Green Velvet ist durch Werke wie „Flash“ „La La Land“ und „Preacher Man“ bekannt geworden und landete 1997 mit „Destination Unknown EP“ sogar in mehreren Jahres-Top-Ten. Im Jahr 2015 hat er ein Album mit Carl Craig veröffentlicht und genießt nun mittlerweile seit vielen Jahren ein großes Ansehen in der elektronischen Musikszene. Erst vor einigen Monaten wurde der Track “Take Your Time“ veröffentlicht, der zusammen mit Slam entstanden ist.

10. Belleville Three
Derrick May, Kevin Saundersen , Juan Atkins sind Detroiter Musikproduzenten, die den Begriff Detroit Techno ins Leben gerufen und geprägt hat. Der Name Belleville Three entstand durch ihr Kennenlernen in jungen Jahren an der Belleville Highschool, das das Fundament für ihre spätere musikalische Zusammenarbeit darstellte. Schon immer nannten die drei sich Techno Rebellen und wollten entgegen des Systems sein und handeln. Juan Atkins wird heute als „Godfather Of Techno“ bezeichnet und wurde in seinen musikalischen Anfängen von Jazz und Funk und später auch von Kraftwerk und Depeche Mode beeinflusst. Zusammen mit Richard Davies gründet er Cybotron und produziert somit seine erste elektronische Musik. 1984 bekam der Begriff Detroit Techno eine grundlegende und historische Bedeutung mit dem Track „Techno City“ und fortan war Techno das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Atkins gründet Jahre später auch sein Label Metroplex und veröffentlicht viele weitere Werke. Durch eine Compilation gelang es den Künstlern den Detroit Techno in die ganze Welt zu tragen, ebenso wie ihr Musik.

 

 

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